Keine Ruhe beim BVB

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Aubameyang und der BVB: Unruhe im Team. Bild: Shutterstock

Die Dortmunder Borussia kommt auch nach dem Trainerwechsel nicht zur Ruhe. Das Wechsel-Theater um Pierre-Emerick Aubameyang kommt zu keinem Ende, der sportliche Erfolg bleibt aus. Dazu kommt der Ärger der Fans, die von Roman Bürki unmittelbar nach dem enttäuschenden 2:2 gegen Freiburg kritisiert wurden. Dafür gab es bereits erneut Kritik, diesmal von Michael Zorc an seinem Torhüter.

Nach der Entlassung von Peter Bosz sollte in Dortmund alles besser werden. Zunächst schien der Plan aufzugehen, der BVB gewann seine letzten beiden Bundesligaspiele vor der Winterpause und lag auf Platz 3 der Tabelle. Auch, wenn die Ergebnisse wieder stimmten, spielerisch zeigte sich anhand der Siege auch, dass viel Arbeit auf den neuen Coach Peter Stöger zukommen würde. Im Trainingslager in Spanien begannen die Querelen mit Stürmer Aubameyang, der seine Familie ins Mannschaftshotel einlud. Kapitän Marcel Schmelzer warnte damals, man dürfe sich keine Nebenschauplätze schaffen. Schon vor dem ersten Rückrundenspiel gegen den VfL Wolfsburg zeigte sich, dass die Disziplin des Gabuners erneut zu wünschen übrig ließ. Aubameyang schwänzte eine wichtige Teamsitzung und wurde suspendiert, das 3. Mal in nur 14 Monaten. Mit dem 0:0 glückte den Dortmundern kein erfolgreicher Start. Da sich der Stürmer anschließend wenig einsichtig zeigte und stattdessen seine Wechselgedanken weiter forcierte, stand er auch beim nächsten Spiel in Berlin nicht im Kader.

Wechsel zu Arsenal geplatzt?

Ohne Aubameyang kamen die Dortmunder nur zu einem 1:1, wieder kein Sieg. Dafür schien sich ein Abnehmer für den Stürmer gefunden zu haben, die Differenzen zwischen ihm und der Mannschaft sowie den Fans sind nur noch schwer zu überbrücken. Arsenal-Coach Arsene Wenger erklärte öffentlich sein Interesse und berichtete von einem bevorstehenden Wechsel. Doch ob es wirklich dazu kommt, ist offen. 50 Millionen Euro sollen die Gunners geboten haben, Dortmund aber möchte mindestens 60 Millionen. Wenger ruderte mittlerweile zurück und erklärte, es sei noch keine Tendenz erkennbar, ob der Transfer wirklich zustande käme. Da Dortmund die Alternativen in der Offensive fehlen, durfte Aubameyang gegen den SC Freiburg wieder von Beginn an ran. Laute Pfiffe und Plakate aber zeigten, dass die Fans sich endgültig von ihrem einstigen Publikumsliebling abgewandt haben. Die Leistung der Dortmunder passte sich der Stimmung an, das 2:2 gegen die Freiburger war äußerst glücklich.

Bürki kritisiert die Fans

Nachdem Jeremy Toljan in der 93. Minute der äußerst schmeichelhafte Ausgleich gelungen war, ließ sich Torwart Bürki, der keine allzu gute Leistung gezeigt hatte, im Interview zu einer Kritik gegen die Fans hinreißen. Im Stadion würde es, mit Ausnahme der Südtribüne, viel zu wenig Unterstützung für die verunsicherte Mannschaft geben, so der Keeper. Dafür gab es schnell einen Rüffel von Michael Zorc („Das war deplatziert und inhaltlich falsch“), sodass der Schweizer zurückruderte und über die sozialen Netzwerke verlauten ließ, dass er die Pfiffe früh im Spiel kritisieren wollte.

Was bis zum 31. Januar mit Aubameyang passiert und ob Dortmund dafür Olivier Giroud aus London holt, ist ungewiss. Gleiches gilt für den Fall eines Verbleibs, der die Fans nicht gerade freuen dürfte. Auch die sportliche Lage gilt es, genau zu analysieren und endlich den ersten Sieg in der Rückrunde zu landen. Viele Baustellen in Dortmund, die Stöger, Watzke und Zorc zu lösen haben.

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