Klinsmann zum VfB?

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Jürgen Klinsmann wird als neuer VfB-Sportdirektor gehandelt. Bild: Imago

Die Krise des VfB Stuttgart weitet sich aktuell von Spieltag zu Spieltag aus. Die Schwaben stehen auf dem 18. Tabellenplatz, auch der Trainer wurde bereits gewechselt. Um wieder Schwung in die Saison zu bringen, scheinen sich beim VfB Veränderungen in der Führungsetage anzukündigen. Kehrt Vereinslegende Jürgen Klinsmann zurück an den Neckar?

Mit fünf Punkten aus zehn Spielen liegen die Stuttgarter zurecht auf dem letzten Platz. Nach sieben Spielen musste Trainer Tayfun Korkut seinen Hut nehmen. Für ihn kam der ehemalige Augsburger Markus Weinzierl. Unter dem neuen Coach legte der VfB einen sagenhaften Fehlstart hin: Drei Spiele, null Punkte, 0:11 Tore. Aus internen Kreisen hörte man, dass der Fitnesszustand der Spieler nicht bundesligatauglich sei. Für dieses Defizit wäre Ex-Trainer Korkut verantwortlich. Für die meisten Fans und Experten allerdings liegt die Schuld nicht bei Korkut. Die Zusammenstellung des Kaders sei schlichtweg nicht ausreichend für die nationale Konkurrenz. Sportdirektor Michael Reschke steht daher stark in der Kritik. Nicht nur die Anhänger der Stuttgarter sind erbost. Auch innerhalb des Vereins sollen längst nicht mehr alle hinter Reschke stehen und einen Führungswechsel fordern. Auch VfB-Legende Guido Buchwald äußerte sich kritisch gegenüber des Sportdirektors.

Gegenwind von allen Seiten

Der Stuttgarter Aufsichtsrat Buchwald nimmt Reschke in die Pflicht. „Mir wäre eine breitere sportliche Kompetenz im Verein für die Zukunft sehr wichtig. Es ist immer schwierig, wenn alles an einer Person festgemacht wird“. Reschke selbst reagierte auf die Kritik nur sporadisch. Ihn interessieren aktuell nur die sportlichen Fortschritte seiner Mannschaft. Die Aussagen wurden vor der Stuttgarter Heimpleite gegen Eintracht Frankfurt (0:3) getroffen. Verliert der VfB auch das nächste Ligaspiel in Nürnberg, wird sich Reschke erklären müssen. Ein Name fällt im Zuge der Krise häufig im Schwabenland: Jürgen Klinsmann. Der ehemalige Bundestrainer gehört zu den großen Symbolfiguren des VfB Stuttgart. Nachdem er die Jugend bei den Stuttgarter Kickers verbracht hatte, zog es ihn 1984 zum VfB. Fünf Jahre spielte er sich in die Herzen der Fans, bevor er zu Inter Mailand wechselte. Der Mittelstürmer lief 156 Mal in der Bundesliga auf und erzielte dabei 79 Treffer. Nun soll Klinsmann auch im Hintergrund Erfolge bei den Schwaben feiern.

Klinsmann oder Reschke

Jürgen Klinsmann selbst war es, der die Gerüchte vor einiger Zeit geschürt hatte. „Ich merke, dass es mich mit meiner Erfahrung aus fast 40 Jahren und meinem Netzwerk in den Profizirkus zurück zieht. Ich kann mir eine Arbeit als Trainer vorstellen, aber auch eine Tätigkeit als Sportchef“, so der Ex-Bundestrainer. Noch immer ist der gebürtige Göppinger eng mit dem VfB verknüpft, pflegt viele Kontakte. Michael Reschke ist längst nicht mehr unumstritten. Auch der Rausschmiss von Korkut war höchst unglücklich. Wenige Stunden vor dem finalen Gespräch und der Beurlaubung sprach Reschke ihm öffentlich sein Vertrauen aus. Klinsmanns Medienberater bestätigt, dass der VfB immer eine Option für ihn sei. „Beim VfB Stuttgart würde Jürgen Klinsmann immer ans Telefon gehen“. Seit November 2016 ist Klinsmann ohne Job. Mit dem VfB-Präsidenten Dietrich ist er regelmäßig im Austausch. Sollte ein Engagement bei seinem Ex-Klub wirklich im Raum stehen, sind die Tage von Reschke vermutlich gezählt.

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