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Klopp verlässt den BVB: „Ein großer Kopf muss weg“

Borussia Dortmund ist „außergewöhnlicher Verein“, betont Jürgen Klopp am Mittwoch in der kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mehrfach. Und diesem Verein inklusive der Fangemeinde und allen anderen Beteiligten gegenüber müsse man gerecht werden. Die Entwicklung des BVB wird von dem Namen Klopp überschattet und so ist die Zeit gekommen, dass man nach sieben erfolgreichen Jahren neue Wege geht.

Borussia Dortmund ohne Jürgen Klopp ist kaum vorzustellen, doch ab der kommenden Saison wird dies der Fall sein. Nachdem heute Morgen erste Gerüchte laut wurden, sorgten die Verantwortlichen im Rahmen einer Pressekonferenz für Klarheit. Nach dieser Saison wird Klopp seinen Cheftrainer-Vertrag vorzeitig auflösen. Eigentlich hatte man den Vertrag des 47-Jährigen vorzeitig bis 2018 verlängert, doch daraus wird nun nichts mehr. Klopp ist der Meinung, nicht mehr der zu 100 Prozent richtige Trainer des BVB zu sein und frischer Wind nicht Schaden wird. Im Gegenteil: Er hinterlässt eine Mannschaft, einen Verein mit großem Potenzial, welches ein neuer Trainer eventuell noch besser auszuschöpfen vermag.

Mit Jürgen Klopp noch bis zum Sommer

Mit dieser Meldung hatte vor einigen Tagen wahrscheinlich kaum ein Fan der Borussia gerechnet. Klopp war es gerade erst gelungen, den BVB vom Tabellenletzten in halbwegs sichere Position zu bringen und nun wirft er das Handtuch? Nein keineswegs: Der Chefcoach betont mehrfach, dass seine Entscheidung nichts mit der aktuellen sportlichen Situation seiner Mannschaft zu tun hat. Die Mannschaft habe Charakter bewiesen und bekommt den Rest der Saison noch einige Möglichkeiten, das Gleiche zu tun. Denn Klopp verfolgt bis zu seinem Abschied im Sommer vor allem zwei Ziele: „eine fantastische Tabellenplatzierung und noch einmal aus einem guten Grund mit dem Lastwagen um den Borsigplatz zu fahren.“

Eine atemberaubende Geschichte hat Klopp schon heute geschrieben. In den 7 Jahren der Zusammenarbeit hatte man insgesamt 232 Bundesliga-Spiele bestritten, davon 129 Siege eingefahren, 55 Mal Unentschieden gespielt nur lediglich 48 Spiele verloren. Es zeugt von Größe, zum aktuellen Zeitpunkt mit der absolut glaubwürdigen Begründung den BVB zu verlassen. Denn es war mit Sicherheit keine einfache Entscheidung. Das Dreiergespann aus Michael Zorc, Hans-Joachim Watzke und Jürgen Klopp hatte sich in den letzten Tagen mehrfach beraten und nun gemeinsam eine Entscheidung getroffen.

Vor allem für Geschäftsführer Watzke, den der Trainerabschied emotional an die Grenze bringt, scheint etwas verloren zu gehen. „Das einzige, was mich tröstet, ist die Tatsache, dass unsere Freundschaft bestehen bleibt", sagte er langsam und umarmte Klopp. Die Mannschaft hatte zum Zeitpunkt der Pressekonferenz noch keine offizielle Stellungnahme gehört. Diese wollte Klopp direkt im Anschluss informieren.

Am Wochenende gegen Paderborn

Das Spiel am Samstag gegen Paderborn wird unter diesen Umständen umso interessanter. Wie wird die Mannschaft die Nachricht aufnehmen? Erfüllt sie dem langjährigen Erfolgstrainer einen letzten Traum? Will Dortmund noch eine Platzierung für Europa erreichen, muss man so viele Punkte wenn nicht jeden verbleibenden Punkt sammeln. Gegen den Abstiegskandidaten Paderborn muss daher ein Sieg her (1.25 bei Interwetten). Der SC Paderborn braucht jeden Punkt, möchte man in der ersten Liga verbleiben. Selbst ein Unentschieden scheint bei einer Quote von 6.00 eher unwahrscheinlich und ein Sieg mit 9.00 beinahe abwegig. Wir warten gespannt auf die Partie zwischen Dortmund und Paderborn.

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Autor Mark Weber

 

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