Kohfeldt bleibt Werder-Coach

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Florian Kohfeldt - Werder macht mit dem Übungsleiter weiter. Bild: Shutterstock

Florian Kohfeldt, zunächst nur als Interimslösung nach der Entlassung von Alexander Nouri gedacht, kann sich nun doch über einen festen Arbeitsvertrag freuen. Der 35-Jährige, seit November an der Seitenlinie, sollte zunächst nur bis zur Winterpause übernehmen. Ob der Kontrakt bis Ende der Saison oder länger läuft, verriet Werder nicht.

Die Bekanntgabe dieser Vertragsangelegenheit ging aber nicht reibungslos vonstatten. Die Bremer hatten vorgesehen, diesen Schritt am Dienstagnachmittag bekannt zu geben. Bereits am Abend des Vortages aber war die Meldung auf der offiziellen Bremer Homepage verkündet worden. Nach wenigen Minuten allerdings schienen die Verantwortlichen den Fauxpas zu merken und löschten den Beitrag wieder. In der Meldung hieß es wortwörtlich: „Das bestätigten Geschäftsführer Frank Baumann und Florian Kohfeldt am Dienstagnachmittag“. Doch damit nicht genug der Pannen, der Name „Kohfeldt“ tauchte in der verfrühten Meldung ohne t auf. Der Bremer Mediendirektor stellte den Fehler inzwischen richtig. Sowohl Frank Baumann als auch Florian Kohfeldt selbst gaben allerdings nicht bekannt, wie lange der Vertrag nun läuft. Möglich scheint, dass das Ziel des Klassenerhalts darüber entscheidet, ob Kohfeldt über Mai hinaus Werder Trainer bleiben darf.

Mehr Bremer Urgestein geht nicht

Mit Florian Kohfeldt haben die Bremer einen Trainer mit größtmöglicher lokaler Bindung zum Verein und zur Stadt. Im Jahr 2001 kam er von Jahn Delmenhorst zum SVW, wo er 8 Jahre lang im Amateurbereich auf dem Platz stand. Mit Ablauf seiner Karriere begann seine Trainerlaufbahn bei der U17 des Vereins. 4 Jahre lang sammelte er damals wertvolle Erfahrung als Co-Trainer. Anschließend übernahm er ein halbes Jahr lang, diesmal als Cheftrainer, wieder ein Jugendteam der Werderaner. Nach kurzen Episoden bei Werder II (Co-Trainer) und einer erneuten Jugendmannschaft (Cheftrainer) landete er Ende Oktober 2014 bei Bremens Bundesligamannschaft. Als Co-Trainer zog er zusammen mit Viktor Skripnik die Fäden an der Ostsee. In all seinen Co-Trainer-Stationen arbeitete Kohfeldt übrigens mit Skripnik als Chef zusammen. Nachdem Viktor Skripnik im September 2016 entlassen wurde, bedeutete das auch den Abschied von Kohfeldt. Er übernahm nur kurze Zeit nach dem Aus die 2. Mannschaft der Bremer, die er bislang nur als Co-Trainer betreut hatte. Seit November leitet er zum ersten Mal als Cheftrainer die Geschickte der Profimannschaft.

Gelingt mit Kohfeldt den Klassenerhalt?

Das einzige Ziel der Bremer in dieser Saison ist der Klassenerhalt. Nach der Hinserie steht man mit 15 Punkten auf dem Relegationsplatz, Platz 12 ist aber nur 4 Punkte entfernt. Seit Kohfeldt Werder trainiert, hat sich die Mannschaft deutlich stabilisiert. Schon sein 1. Spiel gegen die Frankfurter Eintracht war überzeugend, mit viel Pech wurde die Partie aber in letzter Minute mit 1:2 verloren. Ein 4:0 Kantersieg über Hannover 96 brachte Werder zurück in die Erfolgsspur. Einer Niederlage gegen RB, bei der man spielerisch auf Augenhöhe war, folgen Siege gegen den VfB und in Dortmund. Vor allen Dingen Max Kruse scheint unter Kohfeldt wieder aufzublühen, zusammen mit Fin Bartels ist er die Hoffnung im Bremer Kampf um den Klassenerhalt. Schafft Florian Kohfeldt mit dem SVW dieses Vorhaben, ist es gut möglich, dass ihm die Bremer Chefetage einen neuen Vertrag für die kommende Spielzeit vorlegen wird.

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