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Länderspiel in Hannover wegen Warnung vor Sprengsatz abgesagt

Nach einer Sprengstoffwarnung wurde das Fußball-Länderspiel in Hannover gestern Abend abgesagt. „Wir haben konkrete Hinweise gehabt, dass jemand im Stadion einen Sprengsatz zünden wollte“, so Volker Kluwe, Polizeipräsident aus Hannover, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagabend.

Wie heute im Online Magazin Sport.de zu lesen war, wurde vier Tage nach dem Terroranschlag in Paris das Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden nach konkreten Hinweisen auf einen möglichen Anschlag kurz vor Anpfiff gestern Abend abgesagt worden. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und mehrere Bundesminister wollten an dem Spiel beiwohnen. Abgesagt wurde das Spiel um 19:14 Uhr, als nur wenige Zuschauer im Stadion waren. Per Lautsprecher wurden die Fans aufgefordert, den Stadionbereich zu verlassen. Ein Augenzeuge berichtete später, dass es zu keinem Zeitpunkt zu einer Panik kam.

Mit Fußball gegen Fanatismus und Extremismus

Eigentlich sollte die Partie am gestrigen Dienstag in Hannover ein Zeichen gegen Fanatismus und Extremismus setzten. Obwohl die deutsche Nationalelf auch die Terrorattacken in Frankreich miterlebte, erklärten sie sich einverstanden, gegen die Niederländer anzutreten. Zum Zeitpunkt der Spielabsage war die Löw-Mannschaft bereits auf dem Weg ins Stadion, kehrte dann aber wieder um. Weitere Informationen wurden vom Deutschen Fußball-Bund bisher nicht preisgegeben.

Nach den Terroranschlägen im Paris am vergangenen Freitag, als ein Selbstmordattentäter am Rande des Länderspiels gegen Frankreich Bomben vor dem Stade de France zündete, hatte das DFB-Team die Nacht im Stadion verbracht und war dann von dort nach Frankfurt ausgeflogen wurde.

Pressekonferenz am Dienstagabend in Hannover

Bundesinnenminister de Maiziére (CDU) und sein niedersächsischer Amtskollege Boris Pistorius (SPD) haben im Rahmen einer Pressekonferenz gestern Abend noch im Rahmen des Möglichen über die Hintergründe informiert. Allerdings wurde nicht sehr viel preisgegeben, um die Ermittlungen sowie Informanten zu schützen und auch in Zukunft derartige Anschläge verhindern zu können. Es konnte auch nicht bestätigt werden, dass ein vor dem Stadion geparkter Krankenwagen mit Sprengstoff bestückt war.

In der Terrornacht in Paris machten die Explosionen während der ersten Halbzeit um 21:30 Uhr in der Partie Frankreich gegen Deutschland erst den Anfang. Um 22:30 Uhr wurde von der Polizei eine Schießerei im 10. Arrondissement der französischen Hauptstadt gemeldet. Um 22:45 Uhr schließlich kommt es zum vorläufigen Höhepunkt der Terrornacht: mehrere Medien melden eine Geiselnahme in der Pariser Konzerthalle Bataclan während eines Auftritts der amerikanischen Rockband „Eagle of Death Metal“. Hier gab es die meisten Opfer zu beklagen. Insgesamt wurden über 153 Menschen getötet, 200 Menschen wurden verletzt. Es ist die Rede von 8 getöteten Terroristen. Frankreichs Polizei patrouillierte an den Sehenswürdigkeiten, Grenzkontrollen wurden eingeführt, Krankenhäuser befanden sich in Alarmbereitschaft.

Autor Mark Weber

 

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