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Lahm tritt aus Nationalmannschaft zurück und lernte von Ballack

Die deutschen Fußball-Fans waren höchst überrascht, als Philipp Lahm seinen Rücktritt aus der Fußball-Nationalmannschaft bekannt gibt. Der Weltmeisterkapitän hat der Nationalelf nach dem glorreichen WM-Coup in Brasilien überraschend Lebewohl gesagt. Nach dem größten Erfolg seiner Karriere ist damit nun Schluss.

Der Bundestrainer hatte wohl als erstes davon erfahren. Bereits am Morgen nach dem traumhaften WM-Finale hatte der Bayern-Star dem Bundestrainer seinen Abschied mitgeteilt. „Als Trainer kann man sich einen solchen Spieler nur wünschen. Philipp ist ein Musterprofi, der alles dem Erfolg unterordnet“, so Joachim Löw. Lahm sei ein großartiger Spieler mit Herz, Leidenschaft und Charakter. Zwar hat der Bundestrainer nun eine gewaltige Lücke im Kader zu stopfen, doch stehen im zentralen Mittelfeld einige Top-Spieler in der Warteschlange. „Sportlich wie privat wünsche ich ihm alles Gute. Danke Philipp!“, so der Bundestrainer, der ebenfalls noch keine verbindliche Aussage bezüglich seines weiteren Dienstes machte.

Lahm tritt genau im richtigen Moment zurück

Nicht nur von dem Bundestrainer auch von allen anderen Seiten bekommt Lahm großes Lob für seinen Dienst zugesprochen. So hatte auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Lob auf einer für innen- und außenpolitische Themen vorgesehenen Pressekonferenz ausgesprochen. „Ich möchte die Gelegenheit nutzen, ihm meinen großen Respekt auszusprechen für das, was er für die Nationalmannschaft getan hat“, sagte sie. Lahm hat mehr als zehn Jahre für den DFB gespielt und insgesamt 113 Länderspiele absolviert. Er hat insgesamt drei Weltmeisterschaften gespielt, zwei davon als Kapitän. „Es gibt kaum einen besseren Abschied, als als Weltmeister auf dem Höhepunkt einer Karriere Schluss zu machen“, wird Karl-Heinz Rummenigge von „Sport.de“ zitiert.

Auch wenn Lahm von der Fitness mindestens noch die EM 2016 hätte mitspielen können, scheint seine Entscheidung nicht nur aufgrund des WM-Titels gefallen zu sein. „Im Laufe der vergangenen Saison habe ich den Entschluss gefasst, nach der Weltmeisterschaft meine Länderspielkarriere zu beenden“, so Lahm. So plante er wahrscheinlich nicht den Abgang auf dem Zenit des Erfolgs, sondern eher auf dem Zenit seiner Leistungsfähigkeit. Die extreme sportliche Belastung hat dem 30-Jährigen mit der Zeit eben doch immer mehr zugesetzt. „Beschwerdefrei findet man selten vor bei uns im Sport“, so der Bayern-Star.

Michael Ballack ist ein rühmlicher Abgang damals nicht gelungen. Er hatte zwar ebenfalls unglaublichen für die DFB-Elf geleistet, ein ehrenvoller Abgang sah jedoch anders aus. Im FA-Cup-Finale 2010 verletzte sich Ballack und musste die WM am Spielfeldrand begutachten. Einen Abschied konnte er dann immerhin noch bei dem Spiel in Leipzig feiern, wo er noch ein einziges Mal zum Einsatz kam. Lahm ging mit dem frühen Rücktritt solchen Problemen aus dem Weg.

Bei Bayern geht die Erfolgstour weiter

Mit dem FC Bayern München möchte Philipp Lahm allerdings noch weitere Erfolge landen. Mindestens bis zum Ende seines aktuellen Vertrags, den er erst vor der WM bis 2018 verlängerte, wird er beim FC Bayern aktiv sein. Zu einem anderen Club wird er in seiner Laufbahn nicht mehr wechseln. Zwar hat man das Triple schon einmal gewonnen, gegen ein weiteres Mal spricht unter Trainer Pep Guardiola sicherlich nichts. Den Meistertitel holen sie als Favorit mit einer Quote von 1.16 vor Dortmund mit 7.00. Den Supercup könnte man mit 2.30 gegen Borussia Dortmund (2.90) gewinnen und auch in der Champions League sowie im DFB-Pokal gilt man als einer der großen Favoriten.

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Autor Mark Weber

 

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