Leon Bailey in der Kritik

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Schwach in der Liga, Absage ans Nationalteam. Es läuft nicht bei Bailey. Bild: Imago

Der Leverkusener Leon Bailey hat bislang noch nicht in die Saison gefunden. Vergangene Spielzeit war der Jamaikaner Bayers bester Spieler. Zahlreiche Topklubs sollen an ihm interessiert gewesen sein. Auch der FC Bayern beobachtete ihn wohl. Aktuell läuft es nicht rund. Kürzlich verweigerte er sein Länderspieldebüt und sorgt damit für Ärger.

Es hätte sein erstes Länderspiel für Jamaika sein sollen, aber der Stürmer entschied sich gegen einen Einsatz. Der 21-Jährige ließ das Debüt platzen und soll dafür einen familiären Grund gehabt haben: Sein Stiefbruder Kyle Butler wurde nicht nominiert. Bailey soll dem Verband mitgeteilt haben, er spiele nur unter einer Voraussetzung: Wenn der Stiefbruder ebenfalls auflaufen darf. Baileys Berater soll ihm zu diesem drastischen Schritt geraten haben. Auffällig dabei ist, dass besagter Berater gleichzeitig Baileys Stiefvater ist. Craig Butler ist somit der leibliche Vater von Kyle, der nicht nominiert wurde. Nach dem Verzicht musste sich Bailey viel Kritik anhören. Für seinen Berater ist das unverständlich. „Seine Bedingung war Gleichberechtigung für alle Spieler bei der Nominierung. Nicht, dass Kyle auch nominiert werden muss. Leon möchte, dass jeder die Chance bekommt, für sein Land zu spielen“.

Ärger mit dem Verband

„Egal, bei welchem Klub er unter Vertrag steht. Es geht um die Qualität eines Spielers, nicht um seine Vereinszugehörigkeit. Der Verband kontrolliert den Fußball in Jamaika mit Angst. Die besten Spieler sollen zu den Klubs wechseln, deren Präsidenten zugleich auch für den Verband tätig sind“, so Craig Butler weiter. Der jamaikanische Verband soll Kyle Butler also bewusst außen vorlassen, weshalb sich Bailey zum Verzicht entschloss. Mit der familiären Verbindung soll es angeblich nichts zu tun haben. In Leverkusen war man alles andere als begeistert über diesen Vorfall. Nach acht Spieltagen findet sich die Werkself überraschenderweise am Tabellenende wieder. Nur sechs Punkte erspielte sich die Mannschaft von Heiko Herrlich bislang. Sportchef Rudi Völler kündigte an, die Geschichte in Ruhe mit Bailey zu klären. „Die ganze Sache ist unglücklich gelaufen“. Rückendeckung gibt es von Coach Heiko Herrlich: „Ich stehe absolut hinter Leon“. Der Leverkusener Stürmer hofft, nach dem geplatzten Länderspieldebüt endlich wieder glänzen zu können.

Wann platzt der Knoten?

Im Januar 2017 hatte Leverkusen stolze 13,5 Millionen Euro Ablöse an KRC Genk überwiesen. Viel Geld für einen damals 19-Jährigen. In der Bundesliga kam der Linksaußen zu acht kurzen Einsätzen und einer Torvorlage. Nach ein paar Monaten Eingewöhnungszeit aber legte der Youngster richtig los. In der vergangenen Saison avancierte er sofort zum Stammspieler. In 30 Ligaspielen traf er neun Mal und bereitete sechs Treffer vor. Ob auf der angestammten linken oder der rechten Seite, mit Schnelligkeit und Torgefahr war Bailey Leverkusens bester Spieler der Saison 2017/18. Obwohl es einige Angebote gegeben haben soll, entschied er sich für einen Verbleib in Leverkusen. Aktuell steckt er allerdings in einem Formtief. Vergangenen Spieltag gegen Hannover musste er 75 Minuten des Spiels von der Bank aus mitverfolgen. Lediglich ein Tor steht bislang zu Buche. Der Ärger mit dem jamaikanischen Verband gesellt sich nun zur Torflaute. In den nächsten Wochen müssen sowohl Leverkusen als auch Bailey zurück zu alter Stärke finden.

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