Lukas Hradecky von der Eintracht zum BVB?

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Sieht Lukas Hradecky seine sportliche Zukunft in Frankfurt oder Dortmund? Bild: Shutterstock

Lukas Hradecky, der in Frankfurt trotz intensiver Bemühungen der Eintracht seinen Vertrag noch nicht verlängern wollte, soll auf dem Wunschzettel von Borussia Dortmund stehen. Roman Bürki, die nicht unumstrittene Nummer Eins im Tor, könnte also womöglich um seinen Stammplatz fürchten müssen. Hradecky schließt aber trotz alledem nicht aus, doch noch in Frankfurt zu bleiben.

Dass der Finne, der in den letzten Jahren ein sicherer Rückhalt seiner Eintracht war, bislang keinen neuen Vertrag unterzeichnen wollte, eröffnet die Chance für Dortmund und Leverkusen. Beide Vereine sollen am Keeper interessiert sein, obwohl sie in Roman Bürki und Bernd Leno jeweils eine klare Nummer Eins haben. Erst vor wenigen Monaten, im November 2017, verlängerte Bürki seinen Vertrag bei der Borussia bis zum Jahr 2021. Mit der Verlängerung sprach der BVB dem Schweizer sein Vertrauen aus, denn einige Fans waren nicht zufrieden mit ihrem Torhüter. Obwohl Bürki aktuell die meisten Spiele ohne Gegentor vorweisen kann, ist er nicht unumstritten. Zu oft wechseln sich Glanzparaden und Patzer ab, zuletzt war er auch in Bergamo daran beteiligt, dass die Dortmunder haarscharf vor dem Ausscheiden in der Europa League standen. Eine Verpflichtung von Lukas Hradecky würde den Konkurrenzdruck für Bürki deutlich erhöhen.

Vieles hängt vom Abschneiden der Eintracht ab

Hradecky hat sich noch nicht dazu entschieden, die Eintracht definitiv verlassen zu wollen. Der Finne soll gewillt sein, bei der SGE zu unterzeichnen, falls die Adler am Ende der Saison das Erreichen der Europapokal-Plätze vorweisen können. Die Chancen für den BVB, den Nationaltorhüter unter Vertrag zu nehmen, hängen also davon ab, ob sich Frankfurt weiterhin in der Spitzengruppe hält. Aktuell rangieren sie mit 39 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Bei den Dortmundern steht fest: Roman Weidenfeller wird im Sommer seine Karriere beenden. Der BVB muss nun festlegen, welche Art von Torhüter er möchte: Einen Ersatzmann hinter Bürki oder einen PKeeper, mit dem sich der Schweizer messen muss, um seinen Stammplatz weiterhin zu behalten. „Wir haben in dieser Frage noch keine grundsätzliche Entscheidung getroffen. Wir schauen uns das noch ein bisschen an“, äußerte sich Michael Zorc.

Frankfurt möchte seinen Keeper halten

Fredi Bobic hat schon früh versucht, den Kontrakt mit Hradecky zu verlängern, doch Gespräche 2016 und 2017 scheiterten vorerst. Nichts desto trotz glaubt Niko Kovac an einen Verbleib seines Keepers, wie er Ende 2017 zu Protokoll gab. „Ich glaube, dass wir auf einen guten Weg kommen. Ich würde es begrüßen. Ich habe schon im Trainingslager in den USA mit ihm gesprochen, die Bereitschaft war auch damals vorhanden“. Der Publikumsliebling der Frankfurter, der seine Entscheidung an das europäische Geschäft knüpft, könnte sich also auch gegen den BVB entscheiden. Besteht aber beidseitiges Interesse, ist die Chance groß, dass sich Dortmund seine Dienste sichert, statt einen jungen Keeper hinter Roman Bürki zu etablieren. Hradecky, der statistisch gesehen seit über zwei Jahren als einer der besten Bundesliga-Keeper gilt, würde den BVB keine Ablöse kosten. Die Eintracht könnte den Einzug in den Europapokal auch über den DFB-Pokal perfekt machen, sollte ein Sieg im Halbfinale beim FC Schalke 04 gelingen. Eine Entscheidung des Finnen, der für alle Optionen offen scheint, wird also erst nach Abschluss dieser Saison erwartet.

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