Mainz gelingt der erste Auswärtssieg der Saison

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Mainz freut sich über ein verdientes 2:0 in Berlin. Bild: Shutterstock

Es war ein Endspiel für Sandro Schwarz, als die Mainzer am Freitagabend um 20.30 Uhr den 23. Spieltag bei Hertha BSC Berlin eröffneten. Nach zuletzt vier Pflichtspiel-Niederlagen in Folge holten die 05er ihren allerersten Dreier in der Fremde. Damit verschafften sie sich Luft im Abstiegskampf und beendeten die Trainerfrage erst einmal.

Nach der Niederlage gegen Hoffenheim änderte Sandro Schwarz seine Mannschaft gleich auf vier Positionen. Bell, Serdar, Holtmann und Quaison rutschten in die Startelf, besonders der Einsatz des Schweden Quaison, der bislang zwei Tore erzielt hatte, sollte sich auszahlen. Die Hertha begann gut und kombinierte sich mehrfach vor das Mainzer Tor, jedoch ohne dabei den ganz großen Druck auf die Defensive entfachen zu können. Nach einer knappen Viertelstunde war es dann der FSV, der die erste Großchance des Spiels hatte. Emil Berggreen gelang es aber nicht, freistehend vor Rune Jarstein zum 1:0 einzuschießen. Wenige Minuten später musste Hertha einen Rückschlag verkraften, denn Kapitän Vedad Ibisevic musste mit einem Nasenbeinbruch ausgewechselt werden. Quaison prüfte Jarstein nach gut 20 Minuten mit einem Kopfball, den der Keeper gerade noch parieren konnte. Auch, wenn Berlin mehr Ballbesitz hatte, taten sie sich nach wie vor schwer, Chancen zu kreieren.

Das 1:0 kurz vor der Pause

Kurz vor der Halbzeit ging Mainz schließlich völlig verdient in Führung. Quaison ließ Pekarik und Torunarigha keine Abwehrchance und traf in der 40. Minute zum 1:0. Die Hauptstädter zeigten keinen Willen, noch vor dem Halbzeitpfiff zum Ausgleich zu kommen, erst zu Beginn der 2. Hälfte kamen die Herthaner etwas mehr in Schwung. Doch statt des Ausgleichs gab es eine weitere Großchance für die Mainzer. In der 51. Minute hätte Quaison mit seinem zweiten Treffer auf 2:0 erhöhen können, jedoch verfehlte er einen weiteren Treffer knapp. Nach dieser Gelegenheit blieben die Mainzer gefährlich, in der 65. Minute war es dann doch soweit und er avancierte zum Doppeltorschützen. Das 2:0 war, obwohl noch fast eine halbe Stunde Spielzeit auf der Uhr war, die Vorentscheidung, denn die Hertha blieb auch nach dem zweiten Gegentreffer blass. Es wären sogar noch ein oder zwei Tore mehr drin gewesen für die 05er, doch die Effektivität in der Schlussphase ließ etwas nach.

Bei der Hertha geht der Blick nach unten

Bei den Berlinern dauerte es bis zur 79. Minute, ehe sie den ersten Torschuss in der zweiten Hälfte abgeben konnten, die einzige Großchance vergab dann Pekarik kurz vor dem Ende. Mit dem Sieg fällt eine große Last von den Mainzern, die zuletzt ein ganzes Jahr nicht mehr auswärts gewonnen hatten, ab. Nicht nur Sandro Schwarz darf aufatmen, auch Mannschaft und Fans feierten einen enorm wichtigen Dreier. Zwar stehen sie noch immer auf dem Relegationsplatz, allerdings haben die Mannschaften von Platz zwölf bis 17 nur bis zu zwei Punkte mehr. Sollten Köln und Hamburg verlieren, hätten sich die Mainzer ganze sechs bzw. zehn Punkte von den direkten Abstiegsrängen abgesetzt. Für Berlin dagegen geht der Blick in der Tabelle nach unten. Punktet die Konkurrenz, könnte das Polster auf die kritische Zone schnell schrumpfen. Für Mainz steht nächste Woche gegen den VfL Wolfsburg ein weiteres Spiel gegen einen direkten Konkurrenten an, die Berliner müssen die undankbare Reise nach München auf sich nehmen.

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