Mit Holger Badstuber nach Russland?

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Sind Badstubers Qualitäten bei der WM gefragt? Bild: Shutterstock

Die Auslosung hat es gut gemeint mit dem DFB-Team, nächsten Sommer trifft man in Russland auf Mexiko, Schweden und Südkorea. Mit welchem Personal wir unseren WM-Titel verteidigen wollen, entscheidet Jogi Löw im Mai. Die eine oder andere Überraschung gab es bislang vor jedem Turnier, diesmal könnte Holger Badstuber solch ein Kandidat sein, mit dem man nicht unbedingt rechnet.

Der Stuttgarter unterstrich seine Ambitionen, weiter an eine Karriere im Nationaldress zu glauben, vor Kurzem selbst. „Ich will mich immer mit den Besten messen. Die Nationalmannschaft bleibt ein Traum für mich, da ich gerne für mein Land spiele. Ich habe und werde dieses Ziel nie aus den Augen verlieren“, so der Verteidiger. Einen Platz in der Innenverteidigung, seiner Stammposition, fordert der 28-Jährige aber nicht zwingend ein. Dort herrscht ohnehin ein großer Kampf um die beiden Plätze. Das Bayern-Trio Mats Hummels, Jerome Boateng und Niklas Süle sowie Antonio Rüdiger vom FC Chelsea gelten als die vier Favoriten, dazu gesellen sich noch Gladbachs Matthias Ginter, Shkodran Mustafi vom FC Arsenal und Jonathan Tah von Bayern Leverkusen, auch Benedikt Höwedes, der nach seiner Verletzung endlich sein Debüt für Juventus Turin gab, macht sich noch Hoffnungen. Ein Platz in der Innenverteidigung scheint für Badstuber daher eher unrealistisch.

Badstuber stellt keine Ansprüche an die Position

Die Innenverteidigung muss es für Badstuber aber auch gar nicht zwingend sein. „Wenn Joachim Löw mich anruft und sagt, dass er mich braucht, dann wäre es fatal, wenn ich bei der Position Ansprüche stelle. „Ich würde nicht zucken, sondern für alles bereit sein, wofür ich gebraucht werde.“ Sein bislang einziges Turnier mit der Nationalelf bestritt er in Südafrika, wo er auch nicht in der Innenverteidigung, sondern auf der linken Verteidigerseite agierte. Nach durchwachsenen Leistungen kam er in der KO-Runde aber nicht mehr zum Einsatz. Als linker Verteidiger fing seine Karriere beim FC Bayern unter Louis van Gaal damals an, nach seiner ersten Profisaison folgte dann gleich die Nominierung in den WM-Kader 2010, nachdem er Ende Mai erst debütiert hatte. Jetzt also könnte Badstuber erneut auf der linken Seite in den Fokus rücken, denn neben dem großen Angebot an Innenverteidigern stehen Löw nicht ganz so viele Außenspieler zur Verfügung.

Löws Experimente auf den Außen sind Badstubers Chance

Die Außenverteidiger der Nationalelf wechseln sich von Spiel zu Spiel ab, eine Stammformation scheint Jogi Löw noch nicht im Kopf zu haben. Mit Ausnahme von Rechtsverteidiger Joshua Kimmich, der dort ohne Konkurrenz spielt, scheint die Frage nach seinem linken Pendant ungeklärt. Jonas Hector, Marvin Plattenhardt und Marcel Halstenberg testete Löw zuletzt, wobei Jonas Hector deutlich die Nase vorne hat und auch der Stammverteidiger der EM 2016 war. Bei Hector muss man aber abwarten, wie er nach seiner Verletzung zurückkommt. Die Ungewissheit auf Links scheint sie zu sein, die Chance von Holger Badstuber. Bleibt der Stuttgarter ab sofort endlich einmal verletzungsfrei, kann er sich in der Rückrunde zeigen und ausdrücklich für die WM 2018 empfehlen. Auch, wenn er beim VfB in der Innenverteidigung spielt: Joachim Löw weiß, dass ein fitter Holger Badstuber auch auf der rechten Seite ein solider und verantwortungsbewusster Spieler ist.

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