Mönchengladbach trauert um Henning Jensen

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Mönchengladbach trauert um Ex-Stürmer Henning Jensen. Bild: Shutterstock

Der dänische Stürmer Henning Jensen, der vier Jahre lang bei der Gladbacher Borussia zu einem der besten Stürmer in den 70er Jahren reifte, starb am Montag nach einem kurzen Krebsleiden im Alter von nur 68 Jahren. Nicht nur am Rhein war der Däne ein gefeierter Star, auch bei Real Madrid genoss er große Wertschätzung.

Jensen kam 1972 vom kleinen dänischen Klub Nørresundby BK zur Borussia und erlebte damit die Blütezeit der Gladbacher Erfolge mit. In 4 Jahren holte er zwei Meistertitel (1975 und 1976), gewann einmal den DFB-Pokal (1973) und gewann 1975 das Endspiel um den UEFA-Cup. Sein Beitrag zu den Titeln sprechen Bände: In 156 Pflichtspielen konnte der Angreifer 55 Tore erzielen. Gladbachs Vize-Präsident Rainer Bonhof, der mit Jensen selbst zusammengespielt hatte, würdigte den Dänen als Mitglied der Borussia-Familie und sprach dessen Familie sein Mitgefühl aus. „Wir sind tieftraurig über den Tod von Henning Jensen. Sowohl sportlich als auch als Mensch hat er tiefe Spuren hinterlassen. Wir werden ihn als Mitglied der Borussia-Familie immer in bester Erinnerung behalten.“ Für Jensen war die 4-jährige Zeit in Mönchengladbach seine erste Station außerhalb seiner Heimat Dänemark.

Große Spiele an der Seite von Jupp Heynckes

Mit dem heutigen Bayern-Coach Jupp Heynckes und seinem dänischen Landsmann Allan Simonsen bildete Henning Jensen ein legendäres Gladbacher Trio im Angriff. In der Saison 1974/75, dem Gladbacher Meisterjahr, erzielte Jensen 13 Treffer und legte 5 weitere auf. Zusammen mit Heynckes und Simonsen standen am Ende der Spielzeit 58 Tore zu Buche. Besonders in Erinnerung blieb Jensen selbst das Pokalfinale 1973, bei dem er die eigenmächtige Einwechslung von Günther Netzer miterlebte. Das Endspiel werde ich nie vergessen. Es war mein erster großer Sieg, mein erster Titel. So ein Erlebnis bleibt einfach hängen“. Nach 4 Titeln in 4 Jahren mit der Borussia entschied sich der Däne für eine neue Herausforderung und ging zu den Königlichen nach Madrid. Der Nationalspieler Dänemarks (25 Spiele, 11 Tore) konnte in Spanien aber nie so überzeugen, wie er das in Mönchengladbach getan hatte. In Madrid traf er damals auch auf Paul Breitner und Uli Stielike.

Über Real und Ajax zurück nach Dänemark

Für Real Madrid absolvierte Jensen in 3 Jahren lediglich 13 Spiele (4 Treffer). Die spanischen Meisterschaften 1978 und 1979 konnte er mit den Madrilenen zwar feiern, richtig zum Zug aber kam der Stürmer nicht. Nach der Saison 1978/79 zog es ihn deshalb zu Ajax Amsterdam. Dort lief es wieder besser für ihn, 28-mal lief er für Ajax auf, erzielte 6 Tore und bereitete 8 weitere vor. 1981 ging er zurück nach Dänemark zu Aarhus FC, bevor er ein Jahr später seine Karriere bei seinem Heimatklub Nørresundby BK ausklingen ließ. Seine beste Zeit erlebte Jensen eindeutig bei der Borussia, bei der er seinen Platz in der Legenden-Fohlenelf sicher haben wird. Für sein Heimatland Dänemark wurde er zweimal als Fußballer des Jahres ausgezeichnet, 1968 und 1975, nach seinem grandiosen Jahr mit Treffern am Fließband und zwei Titeln mit den Gladbachern. Fans und Verantwortliche werden Jensen immer als festen Bestandteil der Erfolge der 70er Jahre in Erinnerung behalten.

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