Nach Eklat in Freiburg: Welche Strafe erwartet Abraham?

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Die Eintracht muss nach dem Ausraster von Abraham wohl lange auf ihren Kapitän verzichten. Bild: Paimages

Es war DER Aufreger des elften Spieltages: Der Frankfurter Kapitän David Abraham verliert die Nerven und stößt Freiburgs Trainer Christian Streich zu Boden. Der Aussetzer von Abraham könnte eine Strafe nach sich ziehen, die es in der Höhe noch nie gegeben hat. Wie lange wird man ihn sperren?

Es lief die letzte Minute der Nachspielzeit, Freiburg führte knapp mit 1:0. Als der Ball ins Seitenaus ging, wollte David Abraham so schnell wie möglich den fälligen Einwurf ausführen. Dazu allerdings sollte es nicht kommen. Er lief auf Christian Streich auf, fuhr die Schulter aus und stieß den Freiburger Coach absichtlich zu Boden. Daraufhin bildete sich eine höchst emotionale, handgreifliche Auseinandersetzung beider Teams. Vincenzo Grifo wurde vom Videoassistenten überführt, wie er Abraham ins Gesicht griff. Auch er flog neben dem Frankfurter Kapitän folgerichtig vom Platz. Wenige Sekunden nach dem Aufreger war die Partie beendet. Über den 1:0-Sieg des SC Freiburg sprach allerdings niemand mehr. Alles konzentrierte sich auf den Blackout von David Abraham. Die Eintracht versuchte nach dem Schlusspfiff, den Vorfall nicht zu sehr in den Mittelpunkt des Geschehens zu bewegen. Auch Christian Streich tat alles, um die Sachlage nicht hochzustilisieren.

Provokation von Streich?

Alle wollten Abraham allerdings nicht als alleinigen Täter an den Pranger stellen. Wie zu sehen war, rief Christian Streich dem Frankfurter etwas zu. Provozierte er Abraham verbal, sodass er sich zum Bodycheck hinreißen ließ? Nach der roten Karte übrigens nahm er den Sünder in den Arm und versuchte sofort, die aus der Kontrolle geratene Situation zu beruhigen. „Abraham ist natürlich auch ein extrem emotionaler Spieler. Er rennt mich über den Haufen. Aber: Runterfahren, Fußball ist ein Kampfsport. Das war jetzt an der falschen Stelle. Es war ein heißes Spiel, runterfahren, fertig und nicht dumm schwätzen jetzt hinterher. Er war einfach so aufgeladen. Da sind ihm halt die Sicherungen durchgebrannt, weil er das Spiel gewinnen wollte und es sehr emotional war. Das ist alles.“, so Streich. Die Behauptung, dass er Abraham provoziert hätte oder sich ihm absichtlich in den Weg gestellt haben soll, wies er aber entschieden von sich.

Monatelange Sperre?

Nachdem einige Stunden vergangen waren, taten beide Klubs alles, um den Schaden möglichst gering zu halten. Es wurden Fotos veröffentlicht, auf denen sich Abraham und Grifo die Hände reichen. Auch eine offizielle Entschuldigung von Abraham war zu vernehmen. „Ich möchte mich in aller Form bei Christian Streich entschuldigen. Ich wollte in der letzten Minute der Nachspielzeit den Ball so schnell wie möglich wieder ins Spiel bringen und hätte ausweichen müssen. Ich bin sehr froh, dass wir nach dem Spiel gesprochen haben und alles gut zwischen uns ist.“ Trotz dieser Worte wird sein Ausraster eine empfindliche Strafe nach sich ziehen. Eine derartige Attacke gegen einen Trainer hat es in der Bundesliga bislang noch nicht gegeben. Zudem ist Abraham schon oft negativ aufgefallen. Im Jahr 2019 wird er aller Voraussicht nach nicht mehr auflaufen. Sechs Spiele Sperre scheinen das Mindestmaß zu werden. Ob er weiterhin der Kapitän der Eintracht bleibt, ist noch ungewiss.

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