Nach verpasstem Aufstieg: HSV vor finanziellem Scherbenhaufen

Von Benjamin am

Der Hamburger SV hat sein großes Saisonziel verpasst. Und das nicht still und heimlich, sondern laut, krachen und blamabel. Mit 1:5 verloren die Hamburger das entscheidende Spiel gegen Sandhausen, in dem schon ein Unentschieden für die Relegation gereicht hätte. Sportlich gesehen ist der HSV derzeit am Boden. Und wirtschaftlich gesehen sieht es nicht besser aus.

Der Aufstieg ins Oberhaus war schon allein finanziell gesehen eigentlich Pflicht. Jetzt kommt es aber richtig dicke für die Rothosen. Laut Medienberichten soll Unternehmer Klaus-Michael Kühne kein Interesse mehr daran haben, seinen eigentlichen Herzensclub zu unterstützen. Gut vier Millionen Euro pro Jahr für die Rechte am Stadionnamen fallen damit weg. Auch der Hauptsponsor Emirates, der zuletzt immerhin 1,5 Millionen Euro pro Saison überwies, möchte die Partnerschaft nicht verlängern.

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HSV: Wird jetzt das Geld knapp?

Nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich wäre der Aufstieg in die Bundesliga für den HSV enorm wichtig gewesen. Wie wichtig, zeigt sich bereits wenige Tage nach der verpassten Relegation. Aktuell scheint es so, als müssten die Hamburger in der kommenden Saison ein Loch von rund 5,5 Millionen Euro stopfen. Rund 1,5 Millionen Euro fallen demnach durch die nun ausgelaufene Partnerschaft mit Emirates weg. Der Reise-Riese war seit 2006 Sponsor der Hamburger. Ursprünglich hätte der Vertrag mit der Fluglinie bis 2022 laufen sollen. Aufgrund des Nichtaufstegs kann Emirates aber eine Ausstiegsklausel ziehen. Und genau das hat das Unternehmen nun getan.

Einen noch größeren finanziellen Rückschlag müssen die Hamburger rund um ihr Volksparkstadion hinnehmen. Die Namensrechte hieran hatte sich Mäzen Klaus-Michael Kühne pro Jahr rund vier Millionen Euro kosten lassen. Kühne ist aktuell allerdings keinesfalls gut auf den HSV zu sprechen und bließ daher alle Verhandlungen über eine mögliche Fortsetzung ab. Stand jetzt wird der Milliardär dieses Engagement nich verlängern. Und es könnte sogar noch heftiger kommen. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, prüft Kühne aktuell den Verkauf seiner Anteile an der HSV Fußball AG (rund 20,57 Prozent). Es dürfte jedoch schwer werden, einen Interessenten zu finden.

Hamburg möchte noch Rettungsversuch starten

Den Rückzug zweier wichtiger Partner hat man beim HSV zumindest öffentlich gut weggesteckt. Es heißt, dass dies intern genauso erwartet worden war. Allerdings möchte man nicht kampflos aufgeben. Sowohl mit Emirates als auch mit Kühne soll es noch einmal Gespräche geben, um die Zusammenarbeit vielleicht doch noch verlängern zu können. Am wahrscheinlichsten scheint das beim Milliardär Kühne. Dieser gilt als impulsiv und so hofft man im Club, dass die jüngsten Entscheidungen nur aus der schlechten Laune heraus getroffen wurden. Falls nicht, droht finanziell aber ein echtes Problem.

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