RB siegt gegen schwache Bayern

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Erstmals gewinnt Leipzig gegen den FC Bayern. Bild: Shutterstock

RB Leipzig hat das Abendspiel zum Abschluss des 27. Spieltages gegen den FC Bayern verdient mit 2:1 gewonnen. 60 Minuten lang dominierten die Sachsen und hätten deutlich höher führen können. Durch die erste Niederlage seit November kann Bayern München die Meisterschaft nicht mehr aus eigener Kraft bereits im März feiern.

Für RB ging es nach dem Erreichen des Europa-League-Viertelfinals darum, endlich auch wieder in der Liga zu punkten. Nur drei Siege aus den letzten 13 Spielen ließen das Saisonziel Champions-League-Qualifikation etwas aus den Augen verlieren. Sowohl Hasenhüttl als auch Heynckes rotierten nach den Europapokalspielen. Auf Seiten der Bullen saßen Werner, Augustin, Orban und Forsberg nur auf der Bank. Bei den Bayern blieben zunächst Ribery, Martinez, Lewandowski und Boateng draußen. Die Leipziger begannen stark, mussten nach zehn Minuten aber die Verletzung von Marcel Sabitzer hinnehmen, für ihn kam Timo Werner. Nur zwei Minuten später der nächste Schock: James durfte nach Pass von Thomas Müller unbedrängt flanken, Sandro Wagner köpfte gegen die Laufrichtung von Torhüter Gulacsi und traf zum 1:0. Der erste Torschuss der Münchener sollte bis zum Halbzeitpfiff auch der letzte bleiben, denn von diesem Moment an spielte nur noch RB Leipzig.

Leipziger Chancen im Minutentakt

Nach dem Führungstreffer stellten die Bayern ihr Spiel nahezu komplett ein. RB zeigte sich vom Rückstand unbeeindruckt und spielte eine starke Partie. In der 15. Minute hätte Poulsen ausgleichen müssen, doch Ulreich hielt zweimal glänzend. Erneut war es Ulreich, der die Führung festhielt, als Bruma nach gut 25 Minuten mit einem gut getretenen Freistoß scheiterte. Nach einer guten halben Stunde mehrten sich die Torchancen für Leipzig, doch noch war ihnen kein Ausgleich vergönnt. Die Bayern zeigten offensiv keine Reaktion. Defensiv dagegen schlichen sich mehr und mehr Fehler ein, besonders der sonst so zuverlässige Joshua Kimmich hatte keinen guten Tag erwischt. Nach 37 Minuten belohnten sich die Sachsen dann für ihren couragierten Auftritt. Den Schuss von Timo Werner konnte Niklas Süle noch blocken, der Nachschuss von Naby Keita aber saß. Der Ausgleich war der zwölfte Torschuss für RB, verdient war zu diesem Zeitpunkt kein Ausdruck.

Gleiches Spiel in Hälfte zwei

Die zweite Halbzeit begann so, wie die erste aufgehört hatte. Leipzig spielte munter weiter nach vorne, Bayern dagegen fand keinerlei Zugriff. Zwar fing sich die Defensive etwas, doch Leipzig blieb weiterhin die deutlich agilere Mannschaft. In der 56. Minute war es erneut Keita mit einer starken Aktion, der den Ball auf Werner spielte. Er konnte nach über 500 torlosen Minuten seinen 11. Saisontreffer erzielen. Nach einer guten Stunde wurden die Bayern dann etwas stärker und kamen zu guten Gelegenheiten, richtige Top-Chancen aber spielten sie sich nicht heraus. Kurz vor dem Ende hatte Leipzig dann Glück, dass es keinen Elfmeter für den FCB gab. Ilsanker spielte den Ball mit der Hand, Schiedsrichter Fritz bekam eine Information aus Köln und sah sich die Szene selbst noch einmal an. Er entschied schließlich auf Weiterspielen, was den Leipzigern den insgesamt hochverdienten Dreier sicherte. Durch den Erfolg hält Leipzig Kontakt zu den Champions-League-Plätzen, Bayern dagegen muss die Meisterfeier noch ein paar Tage verschieben.

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