Rückendeckung für Niko Kovac

Trainer hat Fuß auf Ball Fußball-News
Kollegen aus der Bundesliga verteidigen den Bayerntrainer. Bild: Shutterstock

Die Krise des FC Bayern pausiert Dank der Länderspielpause im Moment. Der Trainer des Star-Ensembles, Niko Kovac, steht im Mittelpunkt der Diskussionen. Angeblich soll einem Teil der Mannschaft seine sportliche Leitung missfallen. Rückendeckung bekommt der Kroate jetzt von seinen Kollegen aus der Bundesliga, nicht aber von Seiten des FC Bayern selbst.

Alles sah nach einer perfekten Saison aus. Die ersten vier Spiele gewannen die Bayern klar, auch in der Champions League startete man souverän. Das 1:1 am fünften Spieltag gegen Augsburg galt als kleiner Schönheitsfleck, waren die Münchner doch eigentlich haushoch überlegen gewesen. Noch ahnte niemand, dass das Remis gegen die Schwaben der Beginn einer waschechten Krise sein würde. Mittlerweile sind die Bayern seit vier Spielen sieglos. In der Tabelle stehen sie auf einem ungewohnten sechsten Platz, Dortmund liegt schon vier Punkte vor dem Rekordmeister. Vor der Länderspielpause gab es eine deftige 0:3-Klatsche im eigenen Stadion gegen Borussia Mönchengladbach. Die Fans der Münchner können die plötzliche Krise ihrer Mannschaft nicht verstehen. Von heute auf morgen scheint die spielerische Klasse verschwunden zu sein. Natürlich steht auch der Trainer in der Kritik.

Sündenbock Niko Kovac?

Es wird viel spekuliert, inwieweit Niko Kovac noch den Rückhalt des Vereins genießt. Von Sportdirektor Hasan Salihmamidzic kommt wenig Verteidigung. Dafür hat Präsident Uli Hoeneß vor einigen Tagen angekündigt, er werde Kovac bis aufs Blut verteidigen. Zuspruch bekommt der Trainer allerdings von seinen Konkurrenten aus Frankfurt und Wolfsburg. „Ich finde es ehrlich gesagt Wahnsinn. Ich finde es auch verrückt und nicht angebracht. Vor 14, 20 Tagen war Bayern uneinholbar, wieder der Dominator der Liga, und Kovac war der Trainer, der über Wasser laufen konnte. Und keine drei Wochen später ist Kovac nicht mehr in der Lage, der Mannschaft einen Plan mitzugeben, der erfolgsversprechend ist, und der FC Bayern stellt bald den Spielbetrieb ein. Das passt nicht und ist auch nicht in Ordnung. Ich finde, das ist zu viel Schwarz und Weiß“, so Jörg Schmadtke, Manager von Bayerns nächstem Gegner Wolfsburg. Auch Bruno Hübner, sein ehemaliger Chef bei der Eintracht, springt ihm zur Seite und fordert Vertrauen.

Steht die Mannschaft hinter ihm?

„Was er braucht zur erfolgreichen Arbeit, ist Rückendeckung und Unterstützung. Die hat er in Frankfurt bei den sportlich Verantwortlichen immer und zu jeder Sekunde uneingeschränkt gehabt. Vielleicht vermisst das Niko aktuell ein wenig und denkt an die guten alten Zeiten zurück. Dass da in München in der Phase keiner sagt, so jetzt gehe ich mal an Deiner Stelle vor die Kamera – das hätte ihm sicherlich geholfen“. Hübner ist sich aber sicher, dass Kovac bei den Bayern die Kurve bekommt und der Verein schon bald zurück in die Erfolgsspur findet. Bei den Fans spricht sich die klare Mehrheit für Niko Kovac aus. Die FCB-Anhänger kritisieren vielmehr die Führungsetage, die keine neuen, hungrigen Spieler verpflichten wollte. Gerüchten zufolge sollen aber Teile der Mannschaft nicht mit dem Coach einverstanden sein. Angeblich sind einige Spieler nicht zufrieden mit Trainingsmethoden und Aufstellungen. Dieses Wochenende müssen die Bayern in Wolfsburg antreten. Gelingt auch dort kein Sieg, wird die Diskussion um Kovac immer lauter werden.

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