Rückkehr von Hummels zum BVB perfekt

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Mats Hummels wechselt die Seiten und läuft nach drei Jahren in München wieder für den BVB auf. Bild: Imago

Seit einigen Tagen wurde gemunkelt, nun ist es Gewissheit. Mats Hummels verlässt den FC Bayern und geht zurück zu Borussia Dortmund. Der Vizemeister zahlt 30,5 Millionen Euro für den 30-Jährigen, die Summe könnte im Erfolgsfall auf 38 Millionen steigen. Hummels sieht in München keine große Chance auf einen Stammplatz.

„Mats Hummels (30) steht vor einer Rückkehr zu Borussia Dortmund. Am Mittwoch erzielten der FC Bayern und der BVB eine grundsätzliche Einigung über einen Wechsel des Innenverteidigers, der bereits von 2008 bis 2016 für Dortmund spielte. Über die Transfermodalitäten haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Um den Transfer abzuschließen, muss Hummels nun in Dortmund den Medizincheck absolvieren“, gab der FC Bayern auf seiner Website bekannt. Der Wechsel ist das Resultat der Münchner Transferpolitik. Mit Benjamin Pavard verpflichtete der FCB einen französischen Weltmeister für die Innenverteidigung. Lucas Hernandez, sein Kollege der Champions von 2018, kommt von Atletico Madrid. Hernandez kann sowohl als Innenverteidiger als auch als Außenverteidiger und defensiver Mittelfeldspieler auflaufen. Niklas Süle ist im Abwehrzentrum gesetzt. In der vergangenen Saison musste Hummels gegen Jerome Boateng um den Platz neben Süle kämpfen. Flüchtet er zum BVB, um dem Konkurrenzkampf zu entgehen?

Dreijahres-Vertrag beim BVB

In der vergangenen Saison bestritt Hummels 21 Bundesligaspiele. In der Rückrunde zeigte er starke Leistungen und überzeugte besonders beim Achtelfinal-Hinspiel in Liverpool. Auch beim 3:0-Pokalsieg gegen RB Leipzig war kein Vorbeikommen. In Dortmund freut man sich auf die Rückkehr des einstigen Kapitäns. „Er hat richtig Lust auf die Sache, sonst macht er so etwas ja nicht. Das ist kein einfacher Schritt. Es ist noch mal ein Aufbruch für ihn. Das gefällt mir.“, so Michael Zorc. 2008 kam der ehemalige Nationalverteidiger aus München zum BVB und entwickelte sich unter Jürgen Klopp zu einem der besten Abwehrspieler der Fußballwelt. 309 Pflichtspiele bestritt er für die Schwarz-Gelben. Dort erzielte er 25 Treffer und bereitete 16 Tore vor. 2011 wurde er mit den Dortmundern deutscher Meister. 2012 holte er sogar das Double. Dazu schaffte er es 2013 bis ins Endspiel der Champions League. Nach acht Jahren zog es ihn aus privaten Gründen nach München.

Stammplatz-Wunsch

Trotz der familiären Bindung zu München geht Hummels nach nur drei Jahren beim deutschen Rekordmeister nun wieder zurück ins Ruhrgebiet. Wird er in Dortmund genauso unumstritten, wie er es in seiner ersten Amtszeit war? Die Defensive war der Schwachpunkt des BVB in der abgelaufenen Saison. Hummels soll seine jungen Mitspieler Diallo, Akanji und Zagadou führen und die Abwehr stabilisieren. Von Beginn an wird er in der Mannschaft von Lucien Favre wohl gesetzt sein. In München hatte er nicht das uneingeschränkte Vertrauen von Niko Kovac. Niklas Süle gilt als unverzichtbar in der Innenverteidigung. Daneben streiten sich Boateng, Pavard und Hernandez um den zweiten Platz. Dazu sollen die die Bayern an Ozan Kabak interessiert sein. Die Verantwortlichen der Münchner haben sich noch nicht zum Abschied von Hummels geäußert. Auch das Interesse an Kabak wurde noch nicht kommentiert. Verpflichten die Bayern noch einen Innenverteidiger nach dem Hummels-Wechsel.

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