Rundumschlag vom FC Bayern

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Hoeneß, Rummenigge und Salihamidzic schießen scharf gegen die Medien. Bild: Imago

Vor Beginn des achten Spieltags setzte der FC Bayern eine Pressekonferenz mit Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic an. Die Führungsetage übte heftige Kritik an der Berichterstattung der Medien und nannte dabei auch Namen. Außerdem verteidigte Hoeneß Bundestrainer Joachim Löw. Zusätzlich stellte aber auch Ex-Spieler Juan Bernat bloß.

Die Münchner stecken in einer Krise. Nach einem perfekten Ligastart mit vier Siegen aus vier Spielen läuft es nicht mehr rund. Zuletzt verloren die Bayern sogar zweimal in Folge. Immer wieder fällt von Fans, Experten und Medien dabei ein Vorwurf: Der Kader ist nicht gut genug. Neue, frische Spieler hätten verpflichtet werden müssen. Die deutschen Nationalspieler des FC Bayern wurden während der Länderspielpause für die Partien in der Nations League berufen. Nach den beiden Niederlagen wurden die Weltmeister um Neuer und Müller heftig kritisiert. Grund genug für die Bosse, eine außerplanmäßige Pressekonferenz einzuberufen. Hoeneß, Rummenigge und Salihamidzic gingen besonders mit den Medien hart ins Gericht. „Heute ist ein wichtiger Tag für den FC Bayern, weil wir uns diese herabwürdigende, hämische Berichterstattung nicht mehr bieten lassen werden“, begann Rummenigge die gemeinsame Wutrede.

Rückendeckung für die Mannschaft

Die Chefetage forderte eine objektivere Berichterstattung und erbat Respekt für Trainer und Mannschaft. Dabei zitierte Rummenigge sogar das Grundgesetz. Es könnte nicht sein, dass verdiente Spieler wie Manuel Neuer nach zwei schlechteren Spielern sofort am Pranger stehen. Während der Länderspielpause patzte Neuer im Spiel gegen die Niederlande. Auch Jerome Boateng sah während der 90 Minuten alles andere als glücklich aus. Nach der Partie forderten viele Medien einen Rücktritt. Die Bayernspieler würden in der Nationalmannschaft schon seit langer Zeit nicht mehr zu den Besten gehören. Auch Bundestrainer Joachim Löw wurde wiederholt hart kritisiert. Uli Hoeneß sprang Löw zur Seite und verteidigte ihn vehement. Der Ton der Medien sei schlichtweg respektlos, sodass es sich niemand gefallen lassen müsse. BILD, Sport BILD, BamS und N-TV wurden namentlich genannt. „Trio infernale der Ahnungslosen“, so Hoeneß in Richtung N-TV. Auch die Kollegen von Sky wurden scharf kritisiert.

Schelte gegen Bernat

Hoeneß weiß: Über diese PK spricht nun ganz Deutschland. Niko Kovac und die Mannschaft können jetzt womöglich ruhiger arbeiten. Er forderte Respekt für seine Spieler. Gleichzeitig aber äußerte er sich wenig respektvoll über den ehemaligen Bayernspieler Juan Bernat. „Als wir in Sevilla gespielt haben, war er alleine dafür verantwortlich, dass wir fast ausgeschieden sind. Und an dem Tag ist entschieden worden, dass wir ihn abgeben. Weil er uns fast die ganze Champions League gekostet hat. Das Wohl und Wehe des FC Bayern hängt nicht von einem Juan Bernat ab“. Diese Aussagen sorgen dafür, dass viele dem FC Bayern nur eine Doppelmoral vorwerfen. Ob sich die sportliche Lage der Münchner dadurch verbessern wird? Gut möglich, dass das Team jetzt noch mehr unter Druck steht. Für den Rekordmeister geht es am Samstagnachmittag gegen Wolfsburg. Gelingt dort kein Sieg, wird es für alle noch ungemütlicher.

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