Salut-Jubel der Türkei zieht weitere Kreise innerhalb der Bundesliga

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Der Düsseldorfer Kaan Ayhan verweigert den umstrittenen Jubel - Ozan Kabak nicht. Bild: Paimages

Der Wirbel, den die türkische Nationalmannschaft seit dem vergangenen Freitag auslöst, hält weiter an. Der Salut-Jubel zieht immer größere Kreise und ist auch in der Bundesliga angekommen. Spieler des deutschen Oberhauses sind in den Skandal verwickelt. Manch einer hatte sich allerdings gegen das Salutieren auch gesträubt.

Die UEFA drohte dem türkischen Nationalteam mit einer Strafe. Und doch hielt das die Spieler nicht davon ab, ihren Jubel nur wenige Tage später erneut zur Schau zu stellen. Nach dem 1:1-Ausgleich bei Weltmeister Frankreich zeigte man zum wiederholten Male den Salut-Jubel. Der Ärger, der der Mannschaft droht, tangierte die Spieler keineswegs. Bei der großen Mehrheit ihrer Landsmänner kommt das Salutieren gut an. Auch in der Fußballwelt holte man sich viel Zuspruch. Cenk Sahin, Spieler des FC St- Pauli, wurde auf Grund seiner großen Sympathie diesbezüglich sogar suspendiert. Am Tag seines Rauswurfs kokettierte er erneut mit einem öffentlichen Bekenntnis. Auch Spieler der ersten Liga sind in den Skandal verwickelt. Der Schalker Ozan Kabak stand in den beiden türkischen Qualifikationsspielen gegen Albanien und Frankreich nicht auf dem Platz. Am gemeinsamen Salut-Jubel jedoch beteiligte sich der junge Verteidiger. Drohen ihm nachträgliche Konsequenzen?

Düsseldorfer Verweigerung

„Wir werden darüber mit Ozan Kabak intern sprechen und danach das Thema auch abschließen. Es ist völlig klar, dass sich Schalke 04 von solchen symbolischen Gesten zum Geschehen in Syrien distanziert.“, so das Statement der Knappen. Was hat Kabak zu befürchten? Nach beiden Spielen nahm er am Salut-Jubel teil, obwohl nach dem ersten Vorkommnis scharfe Kritik zu vernehmen war. Eine Suspendierung wie auf Sankt Pauli erscheint allerdings eher unwahrscheinlich. Stößt Kabak zurück zur Schalker Mannschaft, werden die Verantwortlichen zeitnah eine Entscheidung bekanntgeben. Anders sieht die Sachlage bei Kaan Ayhan und Kenan Karaman aus. Die beiden Düsseldorfer waren maßgeblich an den beiden erfolgreichen Partien beteiligt. Ayhan sorgte mit seinem 1:1 in der 81. Spielminute in Frankreich für den umjubelten Punktgewinn. Beide verweigerten den Salut-Jubel mit den Teamkollegen. Innenverteidiger Merih Demiral sorgte für Aufsehen, als er Ayhan vergeblich zur Teilnahme am Jubel überreden wollte. Der Düsseldorfer ließ sich nicht beirren und lief zurück aufs Spielfeld.

Beim ersten Jubel dabei

Als die türkische Mannschaft am vergangenen Freitag das Jubel-Foto in der Kabine veröffentlichte, waren beide Spieler der Fortuna noch dabei gewesen. Anschließend hatte es Gespräche mit der Führungsetage der Düsseldorfer gegeben. „Wir sind davon überzeugt, dass ihnen nichts ferner lag, als ein politisches Statement abzugeben. Die Fortuna distanziere sich in aller Deutlichkeit von jeglicher vermeintlich politisch motivierter Handlung, die gegen die Werte des Vereins verstößt.“, so Sportvorstand Lutz Pfannenstiel. Von den türkischen Fans werden Ayhan und Karaman dafür schwer kritisiert. Man bezeichnete sie als Verräter, die den Soldaten nicht die nötige Ehre erweisen würden. Auch nach dem Schlusspfiff in Frankreich am Montagabend sollen beide nicht mehr bei ihren Mannschaftskollegen gewesen sein. Ohne der Warnung ihres Vereins hätten die Spieler vermutlich nicht auf die Wiederholung des Jubels verzichtet. Ob die Fortuna intern Strafen erteilt hat, ist nicht bekannt. Der Vorfall ist wohl noch längst nicht abgeschlossen.

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