Scheitert der Gregoritsch-Wechsel zu Werder Bremen?

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Bremen möchte Michael Gregoritsch unbedingt verpflichten, doch der FCA stellt sich quer. Bild: Paimages

Werder Bremen verabschiedete sich am Ende der vergangenen Saison von Stürmer Max Kruse. Der Angreifer verlässt die Bundesliga und schlägt seine Zelte bei Fenerbahce Istanbul auf. Um die Lücke zu füllen, möchte man sich beim Ligakonkurrenten aus Augsburg bedienen. Michael Gregoritsch ist der Wunschstürmer von Trainer Florian Kohfeldt.

Die Bremer benötigen nach dem Abschied von Max Kruse einen neuen Stürmer. Der 31-Jährige war im letzten Jahr einer der Schlüsselspieler an der Weser. Als Kapitän traf er elf Mal und bereitete zehn Tore vor. Nachfolger von Kruse soll der Österreicher Michael Gregoritsch werden. „Michael weiß, dass Kohfeldt ihn gerne hätte. Ich bin mir sicher, dass in ein, zwei Wochen eine Entscheidung gefallen ist“, äußerte sich Gregoritschs Vater, der gleichzeitig Trainer der österreichischen U21-Nationalmannschaft ist. Werders Coach Florian Kohfeldt soll, angesprochen auf einen möglichen Wechsel, seinen potenziellen neuen Spieler bereits bei dessen Spitznamen „Michi“ nennen. Auch der Spieler selbst kann sich einen Wechsel nach Bremen wohl vorstellen. Sein Vertrag in Augsburg läuft noch bis Sommer 2021. Die bayrischen Schwaben haben somit keinen Druck, ihren Stürmer verkaufen zu müssen, um 2019 eine Ablöse zu kassieren.

Augsburg legt Veto ein

Die Verantwortlichen beider Vereine befinden sich seit geraumer Zeit in intensiven Gesprächen. Augsburgs Manager allerdings äußerte sich nun überraschend eindeutig, was die Zukunft seines Angreifers angeht. „Wir verhandeln nicht mit Werder Bremen. Stand heute ist Gregerl ganz normal bei uns, wie mit dem Trainer abgesprochen. Es gibt überhaupt keinen Ansatz, dass das anders kommen sollte“, so die klaren Worte von Stefan Reuter. Was steckt hinter den deutlichen Aussagen? Muss Gregoritsch in Augsburg bleiben oder taktiert Reuter, um die Ablöse nach oben zu treiben? Der Marktwert von Gregoritsch wird derzeit auf zwölf Millionen Euro taxiert. Werder möchte für den Stürmer allerdings weniger als zehn Millionen bezahlen. Der FCA dagegen besteht augenscheinlich auf eine zweistellige Ablöse. Bei den Fuggerstädtern zählt er zu den wichtigsten Spielern und soll auch in der kommenden Saison maßgeblich zum Klassenerhalt beitragen. Sollte er sich für einen Wechsel entscheiden, müssten die Augsburger viel Geld in die Hand nehmen, um sich nach einem Ersatz umzusehen.

Poker um Ablöse

Augsburg überwies vor zwei Jahren fünfeinhalb Millionen Euro an den Hamburger SV. In seiner ersten Saison für den FCA erzielte Gregoritsch beachtliche 13 Tore. In der abgelaufenen Spielzeit schwankten seine Leistungen und er brachte es lediglich auf sechs Tore. Auf Grund der fehlenden Konstanz möchte Werder nicht allzu tief in die Tasche greifen und den Stürmer für weniger als zehn Millionen Euro an die Weser lotsen. Den Kontakt zum FCA dementieren die Bremer nicht. „Er ist Spieler von Augsburg, deshalb kann ich im Moment dazu nicht mehr sagen“, so Manager Frank Baumann. Trotz des Abgangs von Max Kruse sehen die Verantwortlichen ihre Mannschaft gut gerüstet für die kommende Saison. Für Kohfeldt herrsche auf der Angriffsposition „kein brutaler Druck“. Obwohl man den Österreicher gerne verpflichten würde, ist die von Augsburg aufgerufene Summe schwer vorstellbar. Kommen die Schwaben dem SVW entgegen oder verzichten die Bremer auf den Kauf des 25-Jährigen?

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