Spektakuläre Wende in München

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München gelingt spektakuläre Aufholjagd. Bild: Shutterstock

0:2 nach nur 12 Minuten, 5:2 am Ende, in München erlebten die Zuschauer ein ordentliches Spektakel zwischen dem FC Bayern und der TSG 1899 Hoffenheim. Nach zuletzt drei sieglosen Partien in Folge gegen die Kraichgauer, sah es zunächst so aus, als ginge die Negativserie weiter, doch dann drehten die Bayern auf und zeigten ihre Klasse.

Der erste Paukenschlag schon nach gut zwei Minuten: Joshua Kimmich ging unglücklich in den Zweikampf mit seinem baldigen Mitspieler Serge Gnabry, sodass Schiedsrichter Manuel Gräfe folgerichtig auf den Punkt zeigte. Eine harte, aber dennoch korrekte Entscheidung. Gnabry selbst trat an, doch Ulreich konnte den schwach geschossenen Strafstoß abwehren. Allerdings landete der Ball direkt vor den Füßen von Mark Uth, der problemlos einschob. Die Bayern zeigten sich vom früher Rückstand zwar unbeeindruckt in der Offensive, verteidigten insgesamt aber zu lässig. Eine zu kurz geratene Abwehraktion von Boateng führte dazu, dass der Ball über Lukas Rupp bei Gnabry landete, der aus gut 16 Metern abzog, Ulreich auf dem falschen Fuß erwischte und so das schnelle 2:0 nach nur 12 Spielminuten erzielte. Der Rekordmeister benötigte einen Moment, eher der Schock abgeschüttelt werden konnte. 10 Minuten nach dem Hoffenheimer Treffer aber starteten sie ihre Aufholjagd. Nachdem sich Kingsley Coman auf der linken Seite überragend durchgesetzt hatte, fand seine Hereingabe Joshua Kimmich. Dessen Schuss lenkte Lewandowski entscheidend ab und schoss so das 1:2.

Hoffenheim mehr und mehr überfordert

Nur 4 Minuten nach dem Anschlusstreffer glichen die Bayern aus. Eine Ecke von rechts, getreten von Robben, erwischte der völlig freistehende Boateng und köpfte zum Ausgleich ein. Ab diesem Zeitpunkt zogen die Bayern ihr Spiel durch und dominierten, allerdings ging es zunächst mit dem Unentschieden in die Pause. Nach dem Seitenwechsel dauerte es eine gute Viertelstunde, bis die Bayern das Spiel innerhalb kürzester Zeit entschieden. Der starke Coman erzielte in der 63. Minute das 3:2, nur zwei Minuten später machte Vidal den Deckel drauf. Wieder war es eine gut getretene Ecke von Arjen Robben, die den Weg ins Tor fand. Vidal sprach höher als seine Gegenspieler und traf, Schiri Gräfe zeigte sofort an, dass der Ball mit vollem Umfang über der Linie war. Mit dem Doppelschlag hatten sie den Hoffenheimern, die trotz des Rückstands ihre offensive Taktik beibehielten, den Zahn gezogen.

Wagner setzt den Schlusspunkt

Hätten die Münchner ihre Kontergelegenheiten konsequenter ausgespielt, wäre eine höhere Führung verdient gewesen. Von den Hoffenheimers kam trotz offensiver Bemühungen nun nicht mehr viel, zu dominant spielten die Bayern nun. Niklas Süle zeigte eine starke Partie beim Rekordmeister, sodass es keine nennenswerte Aktion von der TSG mehr gab. Der Sieg war ungefährdet, als Jupp Heynckes für die letzten Minuten Rafinha aufs Feld schickte. In einer Produktion der drei Eingewechselten Rafinha, Müller und Wagner fiel schließlich noch der 5. Treffer in der 90. Minute. Wagner, der erst seit Anfang Januar in München ist, drückte eine Hereingabe mit dem Oberschenkel an Oliver Baumann vorbei und freute sich über seinen ersten Treffer für die Münchner. Für Julian Nagelsmann war das 2:5 die erste Niederlage gegen den Rekordmeister, Hoffenheim verpasste es damit, auf einen internationalen Rang zu springen.

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