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Sponsors Sports Gaming Summit: „Staatsvertrag erlebt 2016 nicht“

Bereits seit einigen Jahren veranstaltet das Wirtschaftsmagazin „Sponsors“ die sogenannte Sponsors Sports Gaming Summit, auf der sich über die verschiedensten Themen ausgesprochen wird.

Neben zahlreichen Politikern sind im Berliner Olympiastadion oft auch die Geschäftsführer verschiedener Sportwetten-Anbieter anwesend. So ist in jedem Jahr und vor allem in diesem Jahr das Geschäft der Sportwetten ein großes Thema. Bezüglich der zu vergebenen deutschen Lizenzen zum Betrieb von Sportwetten gab es aufgrund der Vorkommnisse in der Vergangenheit großen Gesprächsbedarf. Dieser wurde zumindest in Ansätzen abgedeckt.

Wolfgang Kubicki stellt eigene Wette auf

Während es am 31. März im Berliner Olympiastadion eigentlich um Sportwetten gehen sollte, stellt Wolfgang Kubicki, Mitglied des FDP-Präsidiums, eine eigene Wette auf. In seinem Vortrag bietet der den Anwesenden die folgende Wette an: „Ende 2015 wird in Deutschland ein Glücksspielgesetz, ähnlich  dem schleswig-holsteinischen Modell, gelten!“ Während mit dieser Wette nicht alle Anwesenden mitgehen wollen, entspricht die allgemeine Meinung aller Sprecher etwa dem gleichen Tenor: Der Glücksspielvertrag, wie er aktuell gelten soll, wird nicht halten.

In der Vergangenheit habe es zu viele Probleme gegeben und die Limitierung auf eine bestimmte Zahl von zu vergebenen Lizenzen sei nicht marktkonform. So sind sich sogar Hans-Jörn Arp, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU Schleswig-Holstein, und Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer von Lotto Hessen, einig, dass man den Vertrag ändern müsse. Einen Zusammenbruch des Staatsvertrags bezweifelt Sundermann derweil allerdings noch.

Detlef Parr, ehemaliger Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für Präventionspolitik, Sucht- und Drogenpolitik, meint hingegen, die Ursache für die den misslungenen Staatsvertrag gefunden zu haben: „Die Suchtproblematik wurde beim Glücksspielstaatsvertrag zu hoch gehängt, die Kanalisierungsfrage zu niedrig“. Er bezweifelt, dass die aktuelle Situation eine Kanalisierung des Spielbetriebs gewährleiste. Spieler würden weiterhin zu einem nicht lizenzierten Wettanbieter gehen, wenn dieser mögliche Vorteile bringe.

Lizenzvergabe nach altem System unwahrscheinlich

Für viele Anwesende bleibt eine Vergabe der Konzessionen nach dem alten System unwahrscheinlich. Dennoch traute sich keiner der Experten, eine genaue Prognose für ein Datum der Lizenzvergabe abzugeben. Nach dem alten System vermuten viele, kommt es niemals zur Vergabe der Lizenzen. Andere meinen, es könnte zum Ende dieses Jahres etwas mit der Konzessionsvergabe werden.

Der aktuelle Stand sieht einen Neustart des Vergabeprozesses vor. Nachdem der Prozess das letzte Mal gestartet hatte, dauerte es mehr als ein Jahr bis alle nötigen Unterlagen der zuständigen Behörde eingereicht wurden und die ersten Gespräche mit einzelnen Wettanbietern stattfanden. Dass die Vergabe innerhalb dieses Jahres abgeschlossen wird, ist daher mehr als unwahrscheinlich. Solange es keine Einigung gibt, bewegen sich Sportwetten weiterhin in einer Grau-Zone des deutschen Rechts.

Möchte man zumindest bei einem von deutschen Experten lizenzierten Wettanbieter seine Wette platzieren, kann man auf einen der Anbieter zurückgreifen, welche in Schleswig-Holstein eine Lizenz erhalten haben. Dazu gehören unter anderem bet-at-home, Tipico, Primebet, Interwetten, Betvictor, Ladbrokes, Cashpoint, Bet365, Mybet, Betfair, Bwin, Nordbet, Sportingbet und 888.

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Autor Mark Weber

 

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