Deutscher Sportwettenverband für rechtssichere Regulierung

Sportverbände ziehen Notbremse: Regulierungschaos hält an

Endlich wird ein konsequenter Schritt gewagt: Der Sportbeirat des Glücksspielkollegiums hat seine Arbeit aus Protest gegen die Sportwettenpolitik der Bundesländer niedergelegt und wartet nun auf eine Reaktion des Glücksspielkollegiums.

Der deutsche Sportwettenverband steht vollkommen hinter der Entscheidung des Sports, die Zusammenarbeit mit dem Glücksspielkollegium einzustellen. Seit mehr als drei Jahren sollen bereits Lizenzen für Wettanbieter vergeben werden und noch immer ist nichts passiert. In Deutschland herrscht ein Regulierungschaos, welches sowohl den Anbietern sowie den Tippern als auch dem Staat selbst schadet. Der DSWV sieht die Entscheidung als konsequent an und als weiteren Beleg für die Reformbedürftigkeit der deutschen Sportwettenregulierung.

Regulierungschaos nimmt kein Ende

Eine einheitliche Form der Regulierung von Sportwetten muss her: Da sind sich eigentlich alle Positionen einig. Letztendlich durchsetzen muss es das Glücksspielkollegium, während der Deutsche Sportwettenverband und der Sportbeirat nur beratend daneben stehen können. Auch der DSWV hatte sich vor einiger Zeit beschwert, dass kein Dialog mit dem Glücksspielkollegium zustande kommt. Man sei zwar von Seiten der Wettanbieter gewillt, man finde auf der anderen Seite jedoch keinen Ansprechpartner. Der mit hochrangingen Vertretern der deutschen Sportverbände besetzte Sportbeirat scheint nun ein ähnliches Problem gehabt zu haben. Aus Protest hat man seine Arbeit nun niedergelegt.

Bereits 2013 hatte der Sportbeirat empfohlen, die Begrenzung der Konzessionen auf 20 aufzuheben. Doch auf all die Kritik ist man im Glücksspielkollegium nicht eingegangen. Dabei soll der Sportbeirat vor allem beratende Aufgaben des Kollegiums übernehmen. Entscheiden müssen am Ende Verwaltungsbeamte der 16 Bundesländer über die Richtlinien der Glücksspielpolitik und die Erteilung von Lizenzen. Der Deutsche Sportwettenverband ist ein Zusammenschluss aus Wettanbietern, die in Form eines Verbandes an einem Strang ziehen wollen.

DSWV-Präsident hält Lizenzverfahren für festgefahren

DSWV-Präsident Mathias Dahms sagte: „Die Entscheidung des Sports ist beachtlich und konsequent, denn die deutsche Sportwettenregulierung ist derzeit ein Konjunkturprogramm für Schwarzmarktanbieter, die Milliarden aus dem deutschen Markt nach Asien und Zentralamerika pumpen und die Integrität des sportlichen Wettbewerbs gefährden. Gleichzeitig ist das Verfahren zur Erteilung von Sportwettenkonzessionen an seriöse Anbieter in Deutschland völlig entgleist. Dessen Ende ist nicht abzusehen.“

„Bisher hat das Regulierungschaos in Deutschland nur Verlierer hervorgebracht: Dem Staat ist jegliche ordnungspolitische Kontrolle über den Markt entglitten, rechtstreue, lizenzierungswillige Sportwettenanbieter stecken seit Jahren in einem Endlosverfahren fest, Verbraucher werden in die Arme von Schwarzmarktanbietern getrieben und der deutsche Sport ist nicht unerheblichen Risiken durch Spielmanipulation ausgesetzt“, wird der DSWV-Präsident in einer Pressemitteilung zitiert.

Mathias Dahms weiter: „Selbstverständlich brauchen wir dringend den Sachverstand der Sportverbände, wenn es darum geht, die deutsche Sportwettenregulierung zu verbessern, doch zunächst müssen Politik und Verwaltung einen Weg aus der Sackgasse finden, in der das Lizenzverfahren feststeckt.“

Autor Mark Weber

 

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