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Steuer auf Wettbüros stößt auf Widerstand

Während der Vergabeprozess von Lizenzen für Online-Wettanbieter nur wenige Fortschritte macht, probiert man für lokale Wettbüros ein neues Steuer-System aus. Bisher hatten die Wettbüros keine Steuer zahlen müssen, doch in einigen Städten startet man nun ein Pilotprojekt.

Unter dem Vorsatz die Glücksspielsucht zu bekämpfen, wurde in einigen Städten Deutschlands eine Steuer für Wettbüros eingeführt. Die Stadt Hagen macht den Anfang, doch schon nach wenigen Tagen werden erste widerständische Stimmen laut. Von der Steuer für Wettbüros halten die Wenigsten etwas, sodass schon bald Schluss damit sein könnte. Doch bevor Schluss mit der Steuer ist, stößt das Steuer-System nicht nur auf Kritik sondern auch auf Nachahmer. Einige weitere Städte haben die Steuer für Wettbüros eingeführt.

Steuer für Wettbüros in der Kritik

Nachdem erst kürzlich die Steuer für Wettbüros eingeführt wurde, steht das neue System stark in der Kritik. „Ich bezweifle ganz ausdrücklich, dass die Kommunen eine Lenkungswirkung erzielen wollen und gehe davon aus, dass es darum geht, Einnahmen zu erzielen“, sagte Heinz Wirz, Vorsitzender vom Bund der Steuerzahler in Nordrhein-Westfalen, der F.A.Z. Die Vereinigung lehnt Bagatellabgaben wie die Wettbüroabgabe grundsätzlich ab. Ein großes Problem sei die Höhe der Einnahmen. Die eingenommene Steuerabgabe sei so niedrig, dass sie kaum zum Schuldenabbau beitragen können. „Es kommt sogar vor, dass die Erhebung der Steuer die Einnahmen so erheblich verringert, dass Aufwand und Nutzen in keinem Verhältnis mehr stehen", sagte Wirz weiter

Der Bund der Steuerzahler hält die Einführung für grundsätzlich ziemlich sinnlos. Man gehe davon aus, dass die Betreiber der Wettbüros ihre Mehrkosten auf ihr Geschäft umlegen und so der Kunde für die Steuer aufkommt. Dass die Kosten an den Kunden weitergegeben werden, sei eigentlich Sinn der Sache. Hinzu kommt, dass das Argument, mit der Steuer die Spielsucht einzudämmen, recht dünn erscheint. So müssen nicht einmal staatlich lizenzierte Lottoannahmestellen eine Wettbürosteuer zahlen, berichtet „FinanzNachrichte.de„. Zum Anfang des Monats hatte die Stadt Hagen die Steuer eingeführt und aktuell scheint es nur eine Frage der Zeit, bis sie wieder aufgelöst wird. In einigen großen Städten könnte sich die Steuer zwar lohnen, doch andere Probleme bestünden weiterhin.

Online-Wettanbieter weiterhin ohne gültige Lizenz

In Deutschland operieren alle Online-Wettanbieter noch immer ohne eine gültige Lizenz. Aktuell scheint es nur sehr schleppend voranzugehen. Aufgrund der seltenen Auskünfte durch die Glücksspielbehörde ist der aktuelle Stand beinahe ein wenig ungewiss. Wir sind gespannt, ob vielleicht noch in diesem Jahr erste Lizenzen vergeben werden. Lediglich einige wenige Anbieter konnten sich eine Lizenz aus Schleswig-Holstein sichern. Dazu gehört unter anderem Tipico.

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Autor Mark Weber

 

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