Streikt sich Lewandowski nach Madrid?

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Wie viele Tore schießt Lewandowski noch im Dress der Bayern? Bild: Shutterstock

Die Gerüchte um Bayerns Robert Lewandowski reißen nicht ab. Obwohl Karl-Heinz Rummenigge stets betont, der Vertrag bis 2021 werde erfüllt, gibt es erneut Schlagzeilen um den Polen. Nach der Partie in Köln verweigerte er einen Handschlag des Trainers und muss sich harsche Kritik gefallen lassen. Ein Wechsel scheint nicht ausgeschlossen.

Vor einigen Monaten hatte Lewandowski bereits Zoff mit Mats Hummels. Während des Trainings warf Hummels ihm Lustlosigkeit und fehlende Konzentration vor. Daraufhin provozierte der Stürmer und ließ keine Kritik zu. In beiden Champions League-Spielen gegen Real Madrid war Lewandowski kaum zu sehen, Oliver Kahn, Paul Breitner und viele andere Experten kritisierten ihn dafür scharf. Es fehle ihm an Leidenschaft, Wille und Bindung zum Spiel, es wäre nicht erkennbar, dass er für den Klub kämpft. Am Wochenende in Köln folgte nun das nächste Indiz dafür, dass Lewandowski womöglich mit den Gedanken nicht mehr beim FC Bayern ist. Als der Stürmer 15 Minuten vor Schluss ausgewechselt wurde, verweigerte er Trainer Jupp Heynckes an der Seitenlinie den Handschlag. Heynckes äußerte sich auf der anschließenden PK über den Vorfall und wies seinen Stürmer zurecht. „Ich bin der Boss, sonst keiner“.

Kritik am lustlosen Verhalten

Für diese Aktion musste sich der Pole drastische Worte von allen Seiten anhören. Besonders deutlich wurde Paul Breitner, der am vergangenen Sonntag dazu befragt wurde. Lewandowski hätte nie gelernt, was Respekt sei, so Breitner. „Ein Stürmer, der von sich glaubt auf dem Level von Ronaldo zu sein, muss das auch mal beweisen. Das tut er nicht. Bei ihm fehlt es an Selbsteinschätzung, er zeigt keinen Respekt der Mannschaft und dem Trainer gegenüber. Die Mannschaft wird sich jetzt auch nochmal fragen, ob das ein Typ ist, den sie weiter bei sich haben will“. Auch bei den Fans kam diese Aktion gar nicht gut an. Heynckes genießt die größtmögliche Anerkennung bei den Anhängern des FCB, Lewandowski dagegen sprechen sie die Loyalität langsam mehr und mehr ab. Nach lustlosen Trainingseinheiten, wenig kämpferischen Leistungen in der Champions League und dem beleidigten Verhalten seinem Coach gegenüber wünschen sich viele, dass die Bayern im Sommer einen Ersatz verpflichten.

Will Lewandowski seinen Weggang provozieren?

War Lewandowski einfach nur sauer, weil er vom Platz musste, oder steckt hinter dem Verhalten mehr? Verärgert der Stürmer die Bayern weiter, kann es sein, dass sie den Polen verkaufen möchten. Genau das soll Lewandowski sehr gelegen kommen, denn Real Madrid scheint trotz aller Dementi weiter sein großer Traum sein. Respektloses und lustloses Benehmen, um einen Wechsel provozieren zu können? In Dortmund gab er trotz feststehendem Vertrag von den Münchnern alles, bis die Saison vorbei war. Mittlerweile aber gibt es viele Beispiele, die zeigen, wie sich das Verhalten bei einem Wechselwunsch verändert hat. Vor allem die Beispiele von Dembele und Aubameyang sind bekannt. Beide streikten und zeigten keinerlei Respekt mehr, bis Dortmund sie letztendlich gehen ließ. Hat Lewandowski jetzt still und heimlich Ähnliches vor? Fest steht: Er ist bis 2021 an den FC Bayern gebunden. Lässt ihn der Rekordmeister nicht ziehen, muss er bleiben. Das Tischtuch zwischen ihm und den Fans aber dürfte dann zerschnitten sein.

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