Stuttgart entlässt Wolf – wer übernimmt?

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Wer folgt auf Wolf beim VfB Stuttgart? Bild: Shutterstock

Nächste Trainerentlassung im Abstiegskampf: Nach dem HSV hat nun auch der VfB Stuttgart die Reißleine gezogen und sich von Trainer Hannes Wolf getrennt. Die jüngste 0:2 Heimpleite gegen Schalke bedeutete das Ende für den 36-jährigen Trainer. Ob der Impuls von Seiten der Führungsetage oder doch von ihm selbst kam, ist noch unklar.

Nur 1 Sieg und 1 Remis aus den letzten 8 Bundesligapartien, der VfB ist alles andere als gut in Form. Die Stuttgarter dürfen sich bei der schwächelnden Konkurrenz auf den Plätzen 16, 17 und 18 bedanken, dass sie sich stets über dem Strich halten. Mit 20 Punkten liegen die Schwaben, gemeinsam mit Mainz 05, noch drei Zähler vor dem Relegations- und vier Punkte vor dem 1. Abstiegsplatz. Trainer Hannes Wolf wurde am Sonntagmorgen nach der Niederlage gegen die Schalker beurlaubt. Wie genau diese Trennung zustande kam, darüber gab der Verein keine genaue Auskunft. Noch am Samstag, unmittelbar nach dem 0:2, gab Sportdirektor Michael Reschke noch zu Protokoll, man plane weiterhin mit Wolf. „Mit dem sitzen wir morgen zusammen, und mit dem werden wir uns auch vorbereiten auf Wolfsburg“. Es scheint möglich, dass Wolf selbst die Reißleine gezogen hat und auf Grund der prekären sportlichen Lage seinen Trainerposten freigibt.

Erreichte er sein Team noch?

Hannes Wolf scheint Zweifel gehabt zu haben, ob er seine Mannschaft noch genug erreichen könne. Nicht nur die Ergebnisse waren zuletzt schlecht, auch die Leistungen zeigten, dass es beim VfB derzeit von Abwehr bis Angriff hakt. Der 1:0 Auftaktsieg gegen die Hertha basierte auf einem Eigentor der Berliner, bei den Niederlagen in Mainz (2:3) und Schalke war das Stuttgarter Spiel fehlerhaft und ideenlos. Trotz der Verpflichtung von Mario Gomez setzen die Schwaben kaum Akzente in der Offensive, der Ausfall Mane’s bis Saisonende trifft die Stuttgarter hart. Nun zog Wolf, ob alleine oder doch auf Drängen des VfB, die Reißleine. Die genauen Umstände der Entlassung wird Stuttgart Anfang der Woche bekanntgeben, auch ein neuer Trainer soll bald gefunden sein. „Die Gefahr, dass wir die Situation in der bestehenden Konstellation nicht mehr gedreht bekommen, ist zu groß, wir brauchen einen neuen Impuls, um wieder in die Erfolgsspur zu finden“, so Reschke.

Wer übernimmt den VfB?

Für Wolf endet damit die allererste Station seiner Profikarriere. Im Januar 2016 hatte er den VfB von Jos Luhukay übernommen und die Stuttgarter zur Meisterschaft in der 2. Liga geführt. Wer sein Amt nun übernimmt, ist offen. Namen wie Weinzierl oder Labbadia fallen logischerweise, wenn ein Trainerposten in der Liga zu vergeben ist. Torwarttrainer Marco Langner, Athletiktrainer Matthias Schiffers und Individualtrainer Andreas Schumacher übernehmen das Training, bis sich ein Nachfolger gefunden hat. Bruno Labbadia wäre zumindest bei den Stuttgarter Fans ein gern gesehener Rückkehrer, unter ihm erlebten die Schwaben sorgenfreie Spielzeiten und qualifizierten sich dabei nicht selten für das internationale Geschäft. Ob das Interims-Trio oder bereits der neue Coach nächste Woche auf der Bank sitzen, ist zweitrangig. Für den VfB ist das Duell gegen den VfL Wolfsburg, der durch seinen 1:0 Auswärtssieg bei Hannover 96 23 Punkte hat, richtungsweisend. Verlieren die auswärtsschwachen Schwaben (nur 1 Punkt) auch in der VW-Arena, könnte der VfB weiter abrutschen und gleichzeitig den Kontakt zu den sicheren Plätzen verlieren.

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