Toni Kroos spielt weiter für Deutschland

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Kein DFB-Rücktritt bei Toni Kroos. Bild: Shutterstock

Nach dem blamablen Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Russland werden einige Rücktritte erwartet. Die Spielergeneration um Thomas Müller, Sami Khedira, Jerome Boateng und Toni Kroos steht unter Beobachtung. Einer des Quartetts hat jetzt einen Rücktritt ausgeschlossen. Kroos wird weiterhin für Deutschland spielen.

Zum dritten Mal in Folge gewann Kroos mit Real Madrid die Champions League. Nach diesen Erfolgen galt er als Führungsspieler, der das DFB-Team zur Titelverteidigung führen sollte. Dieser Aufgabe wurde er leider nicht gerecht. Schon im Auftaktspiel zeigte er bislang unbekannte Schwächen und lies seine Passsicherheit sehr vermissen. Gegen Schweden sorgte er dann für den einzigen Lichtblick aus deutscher Sicht. In letzter Sekunde traf er mit einem perfekt getretenen Freistoß zum Sieg. Ausgeschieden war er mit seinen Teamkollegen wenig später trotzdem. Nach der WM musste sich Kroos viel Kritik anhören und es wurde gemunkelt, ob er nach dem frühen Aus zurücktreten würde. Sechs Wochen nach dem deutschen Turnierende hat er sich jetzt zu seinen Zukunftsplänen geäußert. Kroos wird definitiv weiter für Deutschland spielen. Bei der EM 2020 sei er sicher dabei. Allerdings kündigte er einige Pausen an.

Ein Rücktritt stand im Raum

„Ja, ich werde den Weg bis zur EM 2020 weitergehen und habe mir selbst als großes Ziel gesetzt, dass wir dort deutlich erfolgreicher sind als zuletzt“, wird er zitiert. Zuspruch kam von seiner Familie. „Schatz, so kannst du nicht zurücktreten“, riet ihm seine Ehefrau. Auch sein Sohn wolle ihn unbedingt weiter im deutschen Trikot sehen, so Kroos. Allerdings möchte er nicht mehr jedes Länderspiel bestreiten. Kroos vereinbarte mit dem Bundestrainer, dass ihm Pausen zugesichert werden. Um sein Leistungsvermögen abrufen zu können, spürt Kroos, dass diese Pausen notwendig sind. „Das ist aus meiner Sicht der einzige Weg und ich bin Jogi für sein Verständnis dankbar. Schließlich wollen alle Beteiligten, dass ich im Sommer 2020 in einer guten Verfassung bin“. Mit der Entscheidung von Toni Kroos rückt ein Rücktritt von Sami Khedira näher. Kroos wird gesetzt bleiben, Khedira kommt an ihm nicht vorbei. Auf der Sechserposition kommen zudem junge Spieler nach.

Kritik an Özil

Neben seiner sportlichen Zukunft sprach Kroos auch über den Rücktritt seines Teamkollegen Mesut Özil. Beide wurden nach der erfolglosen WM scharf kritisiert. Özil trat daraufhin zurück und warf Medien, Fans und DFB Rassismus vor. Für Toni Kroos ist diese Reaktion nicht verständlich gewesen. „Aus meiner Sicht wäre es peinlich, sich als Mannschaft hinter dieser – hauptsächlich öffentlich ausgetragenen – Debatte zu verstecken und dies mit als Grund für das Abschneiden zu nennen. Der Anteil, der in seiner Erklärung gut und richtig angesprochen wird, wird leider durch den wesentlich höheren Anteil an Quatsch überschattet", sagte Kroos. „Ich denke, dass er selbst weiß, dass es Rassismus innerhalb der Nationalmannschaft und des DFB nicht gibt. Ganz im Gegenteil“. Aus Mannschaftskreisen, so Kroos, sei Özil immer zu 100% unterstützt worden. Der Seriensieger von Real Madrid möchte in zwei Jahren die EM gewinnen. Im Anschluss daran, glauben viele, könnte er seine DFB-Karriere beenden.

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