Transferkarussell in Dortmund dreht sich weiter

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Verliert Dortmund mehrere Spieler in der Winterpause? Bild: Shutterstock

Nicht nur Pierre-Emerick Aubameyang steht in Dortmund kurz vor dem Absprung, auch Innenverteidiger Marc Bartra wird seine Zelte beim BVB wohl abbrechen. Nach nur 1,5 Jahren bei der Borussia wird der Spanier wohl zurück in sein Heimatland gehen und, zunächst auf Leihbasis, bei Real Betis Sevilla anheuern.

Im Sommer 2016 war Bartra vom FC Barcelona, wo er aber nicht zum Stammpersonal gehörte, zu Borussia Dortmund gewechselt. Trotz guter Leistungen stand Bartra nicht immer in Dortmunds erster Elf, bei den Fans aber war er stets einer der Publikumslieblinge. Im April 2017 wurde das Kapitel Bartra/Borussia Dortmund dann auf eine harte Probe gestellt. Vor dem Champions League Spiel gegen Monaco ereignete sich der Bomben-Anschlag auf den Dortmunder Mannschaftsbus, Marc Bartra wurde dabei schwer am Arm verletzt. Vor wenigen Tagen sagte er vor Gericht gegen den Angeklagten aus, mit dem Wechsel in seine spanische Heimat könnte er aber endgültig einen Schlussstrich unter seine Zeit bei der Borussia, die diesen schlimmen Unfall brachte, ziehen. „Ich habe den Anschlag bis heute nicht verarbeitet und leide nach wie vor. Ich hatte Todesangst und Angst, meine Familie nie wiederzusehen“, so Bartra vor dem Dortmunder Landgericht.

Geplant ist eine Leihe

Für Bartra scheint eine Zukunft beim BVB ungewiss, zuletzt durfte er Anfang Dezember gegen Werder Bremen mitwirken. Trotz guter Leistungen und 4 Treffern erhielten in den letzten Wochen Ömer Toprak, Sokratis oder Axel Zagadou den Vorzug vor dem Spanier. Bartra wurde in den letzten Tagen auch mit Manchester United, Real Sociedad San Sebastián und Juventus Turin in Verbindung gebracht, die besten Karten scheint jedoch Real Betis Sevilla zu haben. Geplant ist eine Leihe bis Saisonende, anschließend würde sich Bartra für 4 Jahre an den Verein binden, sein Marktwert beträgt aktuell 15 Millionen Euro. Der Tabellen-Dreizehnte der Primera Division müsste in jedem Fall eine Ablöse für den Innenverteidiger zahlen, sein Vertrag in Dortmund läuft noch bis zum 30. Juni 2020. Im Kader von Real Betis wäre Bartra der teuerste Spieler im Kader.

Der Wechsel gilt als sehr wahrscheinlich

Die Wahrscheinlichkeit des Transfers ist hoch, was auch mit Dortmunds Neuverpflichtung zu tun hat. Basel-Talent Manuel Akanji kam vor wenigen Tagen nach Dortmund, für den 22-jährigen Schweizer zahlte der BVB stolze 21,5 Millionen Euro Ablöse. Hinter Toprak, Sokratis und Zagadou war Bartra ohnehin meist nur noch Innenverteidiger Nummer 4, nach der Verpflichtung von Akanji hat sich seine Chance auf mehr Spielzeit nun noch einmal verringert. Für den 27 Jahre alten Bartra, der unbedingt zum Kader der spanischen Nationalmannschaft für die WM in Russland stehen möchte, zu wenig. Für eine Nominierung braucht der Spanier Spielzeit, die er in Dortmund wohl nicht mehr bekommen wird. Daneben scheint er mit einer Rückkehr in sein Heimatland zu liebäugeln, um den Terroranschlag vom April 2017 endgültig verarbeiten zu können. Bei den Fans stößt die seltene Berücksichtigung Bartras in die Stammelf auf wenig Verständnis, sie halten Bartra für den stärksten Spieler im Abwehrverbund. Wie hoch die Ablöse im Sommer 2018 sein wird, die Betis zahlen muss, wurde noch nicht bekanntgegeben.

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