U21: Deutschland verpasst Europameister-Titel

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Deutschland muss sich dem neuen U21-Europameister Spanien mit 1:2 geschlagen geben. Bild: Imago

Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat den zweiten Europameister-Titel in Folge knapp verpasst. Im Endspiel musste man sich Spanien mit 1:2 geschlagen geben. Der Furia Roja gelingt nach dem 0:1 von 2017 nun die Revanche. Die Treffer erzielten Fabian und Dani Olmo, für Deutschland traf Nadiem Amiri zum 1:2 kurz vor Schlusspfiff.

Die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz ging als Titelverteidiger in das Turnier in Italien und San Marino. 2017 hatte man das Endspiel gegen die favorisierten Spanier mit 1:0 gewonnen. In der Gruppenphase fuhr man klare Siege gegen Dänemark und Serbien ein. Im letzten Spiel gegen Österreich genügte ein Remis zum Gruppensieg und dem Halbfinale. Dort hatte das Team zunächst leichte Probleme gegen Überraschungsmannschaft Rumänien, setzte sich letztlich aber mit 4:2 durch. Topfavorit Spanien verlor das erste Gruppenspiel gegen Italien, gab sich anschließend aber keine Blöße mehr und fertigte im Halbfinale Frankreich mit 4:1 ab. In Udine setzte Stefan Kuntz auf Suat Serdar, der für Florian Neuhaus auflief. Benjamin Henrichs kehrte nach einer Gelbsperre zurück in die Mannschaft. Die Spanier traten von der ersten Minute an schwungvoll auf und zwangen den Titelverteidiger früh zu Fehlern. Nach nur sechs Minuten fiel die verdiente Führung.

Ängstliche Anfangsphase

Fabian wurde zu viel Platz gelassen, sodass er den Ball durch einen Schlenzer im linken unteren Toreck platzieren konnte. Das deutsche Team agierte nach dem Rückstand nervös. Spanien versuchte, die Unsicherheit auszunutzen und lief den Gegner früh an. Nach knapp 20 Minuten fing sich Deutschland und kam besser in die Partie. Zwingende Torchancen aber konnte man sich nicht erspielen. In der 33. Minute war Spanien im Glück. Der frühere Frankfurter Vallejo traf Waldschmidt nach einem rüden Einsteigen. Der serbische Schiedsrichter gab Gelb, ein Platzverweis allerdings wäre ebenso vertretbar gewesen. Nach dem Seitenwechsel wollte die deutsche Mannschaft den schnellen Ausgleich. Die Nervosität der ersten Hälfte war abgelegt. Waldschmidt und Amiri vergaben ihre Gelegenheiten, auch eine Ecken-Serie brachte nicht den gewünschten Erfolg. Trotz starker Offensivbemühungen, in der Defensive sahen sich die deutschen Verteidiger zu häufig spanischen Kontern ausgesetzt. Das Spiel blieb lange offen, bis ein deutscher Patzer für die Entscheidung sorgte.

Nübels Fehler entscheidet das Spiel

Schlussmann Alexander Nübel griff nach einem starken Turnier erstmals daneben. Den Schuss von Fabian in der 69. Minute ließ er nach vorne abprallen, wo Dani Olmo frei zum 2:0 abstauben konnte. Nach dieser Aktion merkte man der deutschen Mannschaft die Enttäuschung an. Fortan überließ man den Spaniern die Partie, die den Sack jedoch nicht zumachen konnten. Die Konter wurden fahrlässig vergeben, sodass Deutschland doch noch einmal neue Hoffnung schöpfen durfte. Ein Schuss von Nadiem Amiri wurde in der 88. Minute von Vallejo abgefälscht, sodass es nur noch 1:2 stand. Spanien allerdings brachte den knappen Vorsprung letztendlich über die Zeit. Nach dem 0:1 vor zwei Jahren revanchierte man sich nun und darf sich über den Titel freuen. Durch den fünften Pokal dieser Altersklasse zieht Spanien mit Rekordchampion Italien gleich. Vize-Europameister Deutschland stellt mit dem Freiburger Luca Waldschmidt den Torschützenkönig. Sieben Treffer konnte der Angreifer erzielen, der im Finale leider glücklos blieb.

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