US-Verband plant „Verlierer-WM“

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Einer ist immer der Loser? Nicht mit den Vereinigten Staaten! Bild: Shutterstock

Äußerst selten hat es in der Qualifikation zu einer Weltmeisterschaft ein derart großes Favoritensterben gegeben, wie bei diesem Mal. Mit den Niederlanden, Italien oder auch den USA sind gleich drei eigentliche Favoriten auf die Teilnahme nicht mit beim „Kick am Kreml“ dabei. Grund genug für den US-amerikanischen Verband, sich mit einer alternativen Beschäftigung auseinanderzusetzen.

Wie verschiedene US-Medien berichten, prüft der amerikanische Fußball-Verband derzeit die Möglichkeiten für eine „Loser WM“. Gemeint ist damit entweder ein Turnier oder eine Serie von Spielen, in denen sich die Teams miteinander messen, die an der Teilnahme zur Endrunde in Russland gescheitert sind. In diesem Jahr würde es sich also durchaus um ein prominentes Teilnehmerfeld handeln, in welchem neben den USA auch die Niederlande, Italien, Ghana und Chile zu finden sein könnten. Geplant sei laut den Medien, dass die Veranstaltung vor dem Start der Weltmeisterschaft in Russland ausgerichtet werden soll – fas wie eine Art kleines Warm-Up. Wie die restlichen Nationen einem solchen Wettbewerb gegenüberstehen, ist bisher noch nicht bekannt. Bei Fußball-Fans jedenfalls sorgt der Vorschlag für Diskussionen.

Nicht alle Fans begeistert vom Ansatz

Obwohl ein zusätzliches Turnier natürlich auf den ersten Blick keine großen Nachteile mit sich bringt, zweifeln viele Anhänger an der Sinnhaftigkeit einer solchen Veranstaltung. Teams wie Italien oder auch die Niederlande dürften einen solchen Wettbewerb kaum allzu Ernst nehmen, die Gefahr einer deutlich niedrigeren Qualität droht. Immerhin wäre es auch für die Vereine ungünstig, wenn sich einer ihrer Top-Spieler bei einer derartigen Veranstaltung verletzten würde. Ob der Vorschlag des US-amerikanischen Verbands also auch bei den anderen Nationen auf Begeisterung stößt, dürfte zumindest erst einmal fraglich bleiben. Angedacht ist das Turnier ohnehin nur für die Top-Mannschaften der verschiedenen Kontinente, wobei dieser Begriff erst noch definiert werden muss. Fest steht aber wohl schon jetzt: Ein allzu großes Teilnehmerfeld wird es nicht geben.

USA & Co. mit schlechten Leistungen in der Quali

Dass rund um die Vereinigten Staaten überhaupt über ein solches Turnier nachgedacht wird, ist vor allem dem überraschenden Ausscheiden der „US Boys“ in der Qualifikation zuzuschreiben. Die Amerikaner, eigentlich stets einer der Topfavoriten in der Concacaf-Qualifikation, standen am Ende in der Tabelle sogar hinter Panama – eine enorme Enttäuschung. Damit waren die Amerikaner allerdings nicht alleine. Die Niederlande zum Beispiel konnte sich nicht einmal einen Platz in den Play-offs erkämpfen, sondern musst direkt nach der Gruppenphase die Koffer packen. Italien ist bekanntlich an Schweden gescheitert und das erste Mal seit 60 Jahren nicht bei einer WM-Endrunde dabei. Enttäuscht haben auch die Chilene und Ghana. Beide Teams kamen in ihrer Qualifikation nicht unter die benötigten ersten fünf Plätze, speziell für den amtierenden Südamerika-Meister Chile eine enorm unangenehme Präsentation.

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