VfB-Präsident Dietrich tritt zurück

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Nach WLAN-Panne auf der Mitgliederversammlung tritt Dietrich zurück. Bild: Paimages

Paukenschlag beim VfB Stuttgart: Nach einer chaotischen Mitgliederversammlung verkündet Präsident Wolfgang Dietrich einen Tag nach der abgebrochenen Wahl seinen Rücktritt. Der umstrittene Chef der Schwaben hatte den Kredit der Fans verspielt und macht nun Platz für einen Nachfolger. Favorit auf das Amt des Präsidenten ist der ehemalige VfB-Spieler Thomas Berthold.

Am 14. Juli fand in der Mercedes Benz Arena die jährliche Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart statt. Einige Wochen nach dem Abstieg in die zweite Bundesliga wurde mit einigen Tumulten gerechnet. Rund 4.500 Fans waren gekommen, die über das Schicksal des Präsidenten Wolfgang Dietrich entscheiden sollten. Als sich die Anhänger in das WLAN einloggen wollten, brach die Verbindung auf Grund technischer Probleme zusammen. Die Wahl des neuen Präsidenten fiel somit aus. Zuvor hatten sich die Fans klar positioniert und sich eindeutig gegen eine weitere Amtszeit Dietrichs ausgesprochen. Abgewählt werden konnte der Boss auf Grund des technischen Fauxpas jedoch nicht. Nachgeholt werden kann die abgebrochene Versammlung vorerst nicht. Erst, wenn im Bundesland Baden-Württemberg die Sommerferien beendet sind, findet der zweite Versuch statt. Demnach müssen die Fans bis Mitte September warten, ehe die Mitgliederversammlung neu durchgeführt werden kann.

Rücktritt im Wortlaut

Einen Tag nach der misslungenen Versammlung gab Präsident Wolfgang Dietrich das bekannt, was die Fans ohnehin erwartet hatten. Er ist nicht länger Chef der Schwaben. „Es war mir eine Ehre, diesem Verein dienen zu dürfen. Ich lasse mir meine Würde und Ehre nicht von denjenigen nehmen, die ihre Macht lautstark und mit verbaler Gewalt demonstrieren. Ebenso wenig wie von denen, die sich schon seit Langem an den gut gefüllten Töpfen unseres Vereins bedienen wollen. Was wir als Verein unseren anwesenden Mitgliedern hier zugemutet haben, ist fürchterlich. Die lückenlose Aufklärung der Umstände, die zu diesem technischen Ausfall geführt haben, und die Sicherstellung, dass sich so etwas niemals wiederholen kann, müssen oberste Priorität haben“, so der scheidende Präsident nach der Mitgliederversammlung. 2016 begann Dietrichs Amtszeit beim VfB. Ein Jahr später gelang der direkte Wiederaufstieg in die Bundesliga. Nach dem erneuten Abstieg wurde die Luft für den unbeliebten Chef jedoch immer dünner.

Wer folgt auf Dietrich?

Für den VfB Stuttgart geht die Zweitligasaison am 26. Juli los. Präsentieren die Schwaben bis dahin einen neuen Präsidenten? Favorit ist der ehemalige VfB-Star Thomas Berthold. Der frühere Innenverteidiger spielte von 1993 bis 2001 für den Traditionsverein aus Baden-Württemberg. 225 Pflichtspiele bestritt er insgesamt für den VfB. Wird der Weltmeister von 1990 jetzt der neue starke Mann bei seinem Ex-Verein? „Ich werfe meinen Hut in den Ring. Beim VfB muss es eine nachhaltige Richtungsänderung geben“, bekundet der 54-Jährige sein großes Interesse an der Nachfolge Dietrichs. Angeblich möchte Berthold einen weiteren, repräsentativen Experten neben sich. Eine Zusammenarbeit mit Dietrich hatte er stets ausgeschlossen. Spätestens bei der Wiederaufnahme der Mitgliederversammlung in zwei Monaten möchten die Stuttgarter ihren neuen Präsidenten gefunden haben. Bis der Zeitpunkt gekommen ist, will man erfolgreich in die Saison starten, um das Ziel Wiederaufstieg von Beginn an im Blick zu haben.

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