VfB Stuttgart im freien Fall

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Stuttgart sucht einen Weg aus der Krise. Bild: Imago

Seit drei Wochen ist Markus Weinzierl Trainer des VfB Stuttgart. Der neue Trainer erlebte einen Albtraum-Start bei den Schwaben. Die Stuttgarter stehen am Ende der Tabelle und die Fans sind verärgert über die fehlende Einstellung. Verliert der VfB auch am kommenden Spieltag, dürfte es für Weinzierl schon wieder eng werden.

Vergangene Saison wären die Stuttgarter fast zur großen Überraschung avanciert. Als Trainer Hannes Wolf entlassen wurde, waren die Anhänger der Schwaben empört. Damit nicht genug, sie waren gar wütend über den Nachfolger: Tayfun Korkut. Der gebürtige Schwabe war für fast alle eine falsche Wahl. Doch Korkut überraschte alle. Mit einem defensiven und effektiven Spielkonzept führte er den Verein aus den Abstiegsnöten heraus. Am letzten Spieltag feierte man sogar einen Kantersieg in der Allianz Arena gegen Meister Bayern München. Stuttgart beendete die Saison auf Platz sieben. Hätte Frankfurt nicht den DFB-Pokal gewonnen, wären die Stuttgarter in der Europa League gelandet. Die Sehnsucht nach internationalem Fußball wollte der VfB nur eine Saison später umsetzen. Statt Siegen und guten Tabellenplätzen allerdings hielt schon bald die Ernüchterung Einzug im Ländle. Korkuts bewährtes Konzept wollte plötzlich nicht mehr aufgehen.

Verunsicherung auch nach dem Trainerwechsel

Nach sieben Spieltagen war es der Vereinsführung zu viel. Michael Reschke sprach Korkut erst sein Vertrauen aus. Nur wenige Stunden später zog er dennoch die Reißleine und setzte den Coach vor die Tür. Nach der Beurlaubung kursierten vor allem zwei Namen in Schwaben: Markus Weinzierl und Ralph Hasenhüttl. Der ehemalige Leipziger aber machte schnell klar: Abstiegskampf ist nicht sein Revier. Weinzierl dagegen zeigte sich begeistert von der Aufgabe, den Traditionsverein zu übernehmen. Bei den Fans kam diese Entscheidung weniger gut an. Der neue Trainer musste sich einer undankbaren Aufgabe stellen. Sein Debüt feierte er ausgerechnet gegen Tabellenführer Borussia Dortmund. Mit einer 0:4-Klatsche ging es haushoch verloren, doch Weinzierl betonte, dass der Gegner kein Maßstab für den VfB sei. Eine Woche später wollte man in Hoffenheim Wiedergutmachung betreiben. Nach nur acht Minuten gab es eine rote Karte gegen Insua. In der zweiten Hälfte kassierten die Schwaben gleich vier Tore in nur zwölf Minuten, die zweite Niederlage war perfekt.

Hoffnung Klassenerhalt

Zehn Pflichtspiele bestritten die Stuttgarter bislang, nur eines konnten sie gewinnen. In sieben der zehn Partien blieben sie zudem ohne eigenen Treffer. Ob sie die Kurve mit Markus Weinzierl bekommen? „Der Mannschaft fehlt ein Erfolgserlebnis, ihr fehlt das Selbstverständnis und die Leichtigkeit. Dass ein Tabellenletzter nicht vor Selbstvertrauen strotzt, ist klar. Aber dem stelle ich mich. Es geht weiter!“, so der neue Übungsleiter. Michael Reschke ist felsenfest davon überzeugt, dass Weinzierl der perfekte Trainer für seinen VfB ist. „Ich erlebe Markus und seinen Stab in der täglichen Arbeit und bin total überzeugt davon, dass wir mit ihm den Weg zum Klassenerhalt finden werden. Der Trainer hat eine klare Ansprache und weiß, was zu tun ist. Klar ist aber, dass wir nach vorne blicken und punkten müssen. Aktuell ist der Klassenerhalt das oberste Ziel“. Kommenden Spieltag empfangen die Stuttgarter die starke Frankfurter Eintracht. Das Tabellenschlusslicht muss die Partie unbedingt gewinnen.

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