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VfL Wolfsburg wird sich von De Bruyne verabschieden

Kevin De Bruyne wurde erst in diesem Jahr zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt und nun wird er die Bundesliga verlassen. Der belgische Nationalspieler hat in der Transferperiode zahlreiche Angebote erhalten und sich nun laut Medienberichten für einen Wechsel entschieden.

Nachdem heute Morgen von einer Einigung mit Manchester City berichtet wurde, rudern Medienberichte nun ein wenig zurück. Nachdem VfL-Sportdirektor Klaus Allofs die Medienberichte klar dementierte, ist man sich plötzlich nicht mehr so sicher. „Stand heute ist er Spieler des VfL Wolfsburg“, sagte er. Bestätigen konnte er allerdings die Verhandlungen mit Manchester City. Er machte klar, dass der VfL dem Wunsch des Spielers entsprechen wolle, ihn ziehen zu lassen.

Manchester City oder ein anderer englischer Club?

Ob es Manchester City oder ein anderer Club aus der englischen Premier League wird, macht für die Fans des deutschen Fußballs nur bedingt einen Unterschied. Denn immer mehr enttäuschende Stimmen über ein fehlerhaftes System machen sich breit. Zahlreiche Clubs aus der neureichen Premier League haben in der sich dem Ende zuneigenden Transferperiode einen Luxus-Einkauf vorgenommen und nun kann scheinbar auch der VfL Wolfsburg keinen Widerstand mehr leisten. Wolfsburg verliert Deutschlands Fußballer des Jahres und damit den wahrscheinlich wichtigsten Spieler des Teams. Ob man ohne die Schlüsselfigur noch eine solch große Rolle in internationalen Gefilden spielen wird, bleibt abzuwarten.

Das letzte Gebot der Engländer beläuft sich wohl auf etwa 75 Millionen mit möglichen Sonderzahlungen. Mit der gigantischen Ablösesumme sollte der VfL Wolfsburg zumindest einen annähernd so guten Spieler wie De Bruyne finden können. Eine offizielle Stellungnahme steht von Seiten der drei Parteien noch aus. Nach dpa-Informationen soll dies aber noch dem Bundesliga-Spiel gegen den FC Schalke 04 erfolgen. Noch vor wenigen Tagen hatte Allofs beteuert, dass De Bruyne zu 99,9 Prozent in Wolfsburg bleiben würde. Nachdem er von den gebotenen Summen von Seiten Manchester City hörte, schwand seine Zuversicht, dass man alle Spieler halten könne.

In England soll der 24-Jährige bis zu umgerechnet 20 Millionen Euro im Jahr verdienen. Wolfsburg war zwar bereit den Vertrag von De Bruyne deutlich aufzuwerten, laut Medienberichten war jedoch bei 11,5 Millionen Euro jährlich Schluss gewesen.

Englische Mannschaften kaufen deutsche Talente auf

Spieler, welche in Deutschland zu einer Größe werden, wechseln seit einigen Jahren vornehmlich nach England. Mit der diesjährigen Transferperiode hat die Problematik neue Ausmaße erreicht. Die Premier League hat dank eines lukrativen Geldvertrags deutlich mehr Geld als andere europäische Ligen zur Verfügung. Nur der FC Bayern ist scheinbar in der Lage, die immensen gebotenen Geldsummen der Premier-League-Clubs abzulehnen. An die 85 Millionen Euro soll Manchester United bereits für Weltmeister Thomas Müller geboten haben. „Louis van Gaal ist sehr sturköpfig. Es gibt aber keinen Preis für Thomas Müller“, sagte Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge.

Autor Mark Weber

 

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