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Videobeweis in der Bundesliga geplant?

Nachdem sich im vergangenen Jahr knapp 84 Prozent aller befragten deutschen Fußball-Fans für den Videobeweis in der Bundesliga ausgesprochen haben, sind jetzt auch die Fußball-Regelhüter für weitere Versuche zur Einführung des Videobeweises.

Nach einer Umfrage des unabhängigen Marktforschungsunternehmens SLC Management in Bezug auf den Videobeweis in der Bundesliga sprachen sich nach Angaben von SPONSORs rund 84 Prozent aller befragten Fußball-Fans für die Anwendung dieser technischen Möglichkeit aus. Insgesamt wurden 5.400 Fans befragt, hiervon sind sogar über 50 Prozent der Ansicht, dass es dringend erforderlich sei, den Videobeweis umgehend einzuführen. 33 Prozent der Befragten ist zwar ebenfalls für die Einführung des Videobeweises, wünscht sich jedoch erst einmal eine Testphase. Nur 16,1 Prozent aller Befragten waren gegen den Videobeweis.

Regelhüter wünschen sich weitere Versuche für den Videobeweis

Es scheint, als würden die Weichen für die Einführung des Videobeweises nun gestellt werden, denn die Direktoren des „International Football Association Board“ hätten auf der Vollversammlung, die vom 4. bis 6. Januar in Cardiff stattfand, diesbezüglich eine starke Empfehlung ausgesprochen. So war es auf der Homepage am Donnerstagabend nach der Vollversammlung des Weltverbandes FIFA zu lesen.

„Es ist eine fundamentale Entscheidung“, schrieb der Weltverband FIFA auf seiner Webseite und zitierte damit den walisischen Verbandschef Jonathan Ford, der bei der Vollversammlung die Rolle des Vorstandes bekleidete. Bei der Versammlung war man der Ansicht, dass der Videobeweis als Unterstützung für die Schiedsrichter angesehen werden könne.

Videobeweis soll getestet werden

„Die Wahrheit ist doch, dass die Arbeit der Schiedsrichter ein sehr schwerer Job ist. Es ist eine Person, es sind zwei Augen. In vielen Spielen haben wir heutzutage zehn, manchmal 20 Kameras und Millionen, die das Spiel sehen. Daher müssen wir alles tun, um den Referees zu assistieren“, sagte Ford nach der Vollversammlung und versuchte mit dieser Aussage, die Entscheidung für den Videobeweis zu stützen.

Um jedoch ausreichende Informationen sammeln zu können, soll der Videobeweis zunächst in allen Wettbewerben, die in den nächsten Spielzeiten stattfinden, getestet werden, indem entsprechende Versuche durchgeführt werden. So jedenfalls wünschen es sich die IFAB-Direktoren. So hat man beschlossen, dass der Videobeweis zunächst einmal lediglich bei Tor- und Elfmeterentscheidungen eingesetzt werden soll. Auch bei Platzverweisen möchte man den Videobeweis künftig hinzuziehen, damit kein falscher Spieler mehr bestraft werden kann. Diesbezüglich wird der Videobeweis eventuell sogar als Präventionsmaßnahme fungieren, denn wenn die Spieler wissen, dass ihre Aktionen auf dem Fußballplatz per Video aufgezeichnet werden, kommt es vielleicht gar nicht mehr zu platzverweisenden Regelverstößen. Derartiges wäre sicherlich mehr als wünschenswert.

Zur Rückrunde wird es noch nicht zu einem Videobeweis kommen: Ab dem 22. Januar geht es wieder los. Der Hamburger SV empfängt den FC Bayern München und muss mit einer Quote von 12.00 bei Tipico hoffen, dass die Bayern die Winterpause nicht gut überstanden haben. Können die Münchener an die Leistungen der Hinrunde anschließen, gewinnen sie das Duell recht sicher mit 1.23. Ein Unentschieden wird mit einer Quote von 6.50 bemessen.

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Autor Mark Weber

 

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