Rutschen die Hamburger weiter ab?

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Anstoß zur Englischen Woche: Der HSV erwartet Frankfurt. Bild: Shutterstock

Für den HSV geht es im Heimspiel gegen die Frankfurter Eintracht darum, nicht wieder in den Abstiegsschlamassel zu geraten. Mit 15 Punkten liegt man, nachdem sowohl Bremen als auch Freiburg am vergangenen Spieltag dreifach gepunktet haben, zwar noch auf Rang 15, allerdings nur wegen der Tordifferenz. Ein Sieg gegen die SGE ist Pflicht, um halbwegs entspannt Richtung Winterpause blicken zu können.

Die Frankfurter lagen den Hanseaten in den letzten Jahren ganz und gar nicht, fast 7 Jahre ist der letzte Hamburger Sieg bereits her. Im Februar 2015 gelang dem HSV zudem der letzte Treffer gegen die SGE, als Rafael van der Vaart und Heiko Westermann noch in der Startelf standen. Ob die jetzige Partie viel Spannung verspricht, bleibt allerdings abzuwarten. 3 der letzten 4 Spiele endeten mit einem torlosen Remis. Obwohl die Hamburger eine positive Gesamtbilanz gegen die Frankfurter haben, besonders Zuhause (30 Siege, 7 Remis und 11 Niederlagen bei 94:44 Toren), sah es in der jüngsten Vergangenheit nicht rosig aus. Aus den letzten 5 Spielen konnten sie nur 2 magere Pünktchen in Hamburg behalten und schossen gerade einmal 2 Tore. Die Form vor den eigenen Fans macht auch nur bedingt Hoffnung, denn 11 Punkte in 8 Spielen sprechen auch nicht für eine Heimmacht.

Vorsicht vor der Frankfurter Auswärtsstärke

Die Frankfurter werden nicht nur auf Grund der Tabellensituation als leichter Favorit ins Spiel gehen, auch die Auswärtsform der Hessen könnte den Hamburgern Kopfzerbrechen bereiten. Nur eine Mannschaft holte auf fremden Plätzen mehr Punkte als die Eintracht: Tabellenführer Bayern München sicherte sich aber auch nur ein Pünktchen mehr, insofern sind die Frankfurter absolute Auswärts-Experten. Doch damit nicht genug: Zusammen mit der Borussia aus Mönchengladbach hat Frankfurt die beste Abwehr aller Auswärtsmannschaften, gerade einmal 6 Treffer kassierte Lukas Hradecky in fremden Stadien. Hamburgs 7 Heim-Törchen werden nur noch von Bremen (6) und Schlusslicht Köln (5) unterboten. Im Gegensatz zu den Hamburgern stehen die Hessen im gesicherten Mittelfeld und haben durch die Patzer von Mönchengladbach, Schalke und Co. sogar die Chance, bis zur Winterpause noch auf einen Champions League Platz zu springen.

Eintracht Coach Kovac mit positiver Bilanz gegen den HSV

Frankfurts Trainer Niko Kovac verlor als Chefcoach noch keine seiner 2 Partien gegen die Hamburger (1 Sieg und 1 Remis). Auch als Spieler war Kovac zumeist erfolgreich gegen die Hanseaten. 11-Mal stand er für Leverkusen, Bayern München und Hertha BSC gegen Hamburg auf dem Rasen, nur 2 Partien verlor er (beide mit den Berlinern). Kovac’s letztes Spiel gegen den HSV war zeitgleich sein vorletztes Bundesligaspiel seiner Karriere. Sein letztes Heimspiel für die Hertha, und was für eines: Kovac, als defensiver Mittelfeldspieler nicht für Tore am Fließband bekannt, erzielte beim 4-2 Sieg das zwischenzeitliche 3-2 per Kopf. Vielleicht übertragen sich seine positiven Erfahrungen mit den Hamburgern ja auf seine aktuelle Mannschaft. Für die Frankfurter würde ein Sieg das Vorstoßen in die internationalen Ränge bedeuten, dem HSV droht das Abrutschen auf Tabellenplatz 17. Da die Hamburger am letzten Vorrundenspieltag zu den Gladbachern müssen, sollten gegen Frankfurt dingend Punkte her, um über dem Strich zu überwintern.

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