Wann darf Philipp Max zur Nationalmannschaft?

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Philipp Max wartet auf sein DFB-Debüt. Bild: Shutterstock

Das DFB-Team absolvierte vergangene Woche die ersten beiden Spiele nach der verkorksten Weltmeisterschaft in Russland. Sami Khedira wurde nicht nominiert, dafür berief Joachim Löw einige neue Spieler in die Mannschaft. Viele rechneten mit dem Augsburger Philipp Max, doch der Linksverteidiger bekommt nach wie vor (noch) keine Chance.

Gegen Frankreich und Peru wollte das deutsche Team Wiedergutmachung betreiben. Dem Weltmeister trotzte man in einer ordentlichen Partie ein 0:0 ab. Peru konnte in der Schlussphase knapp mit 2:1 besiegt werden. Die Fans und Experten erwarteten nach dem blamablen Vorrunden-Aus einige Rücktritte und Debütanten. Allzu viel hat sich beim Personal der DFB-Elf aber bislang nicht geändert. Schon zur WM rechneten viele mit dem Augsburger Philipp Max. Der Linksverteidiger ist einer der besten Vorbereiter der Liga und stand auch schon bei namhaften Klubs aus der Premier League auf dem Wunschzettel. Nominiert wurde er nicht für das Turnier. Dafür waren sich die meisten Anhänger sicher, dass nach der WM seine Chance kommen würde. Die beiden Länderspiele allerdings fanden wieder ohne ihn statt. Statt Max wurde Nico Schulz von der TSG aus Hoffenheim nominiert. Schulz debütierte gegen Peru und stand in seinem Stadion in Sinsheim gleich in der Startelf.

Max bleibt sich treu

Die erneute Nicht-Berücksichtigung von Max sorgte beim Spieler als auch bei den verantwortlichen des FCA für Unverständnis. Der Verteidiger möchte sich allerdings nicht verändern, um schneller eine Chance bei Jogi Löw zu bekommen. „Ich bin nicht der Typ, der sich in jede TV-Show drängt und versucht, Werbung für sich zu machen. Ich werde mich nie offensiv hinstellen und irgendetwas fordern. So bin ich nicht und so werde ich mich auch nicht ändern. Ich will nicht durch Worte, sondern durch Leistung überzeugen. Bei der Nationalmannschaft dabei zu sein, bleibt mein großer Traum. Und irgendwann, da bin ich mir sicher, wird es soweit sein“. Dreizehn Tore bereitete Max in der letzten Saison vor. Auch in dieser Spielzeit zeigte er seine offensive Klasse. Am zweiten Spieltag sorgte er mit einer Traumflanke für den Assist zu einem Tor von Michael Gregoritsch. Richtig überzeugt scheint Löw dennoch noch nicht von ihm zu sein.

Verteidigt er zu offensiv?

Nico Schulz zeigte bei seinem Debüt Licht und Schatten. Beim Führungstreffer der Peruaner machte er eine sehr unglückliche Figur. Dafür erzielte er als Debütant in seinem eigenen Stadion gleich den umjubelten Siegtreffer kurz vor dem Abpfiff. Philipp Max gehört zu den offensiven Außenverteidigern der Liga. Gut möglich, dass er bei Joachim Löw deshalb noch nicht zum Zug kommt. Im Abwehrverhalten zeigt der Augsburger noch Schwächen, legt diese aber mehr und mehr ab. Für Manager Stefan Reuter ist klar: „Philipp hätte es sich verdient. Er zeigt eindrucksvoll, dass man sich 100-prozentig auf ihn verlassen kann“. Mit 24 Jahren ist Max jung genug, um sich weiterhin berechtigte Hoffnungen auf eine Nominierung machen zu dürfen. Spielt er mit seinem FCA eine starke Saison, kommt der Bundestrainer eigentlich nicht mehr an ihm vorbei. Das nächste Turnier ist erst in zwei Jahren, bis dahin kann Max Pluspunkte sammeln.

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