Wechsel geplatzt: Setzt sich Boateng beim FC Bayern durch?

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Hat Boateng eine realistische Chance auf einen Stammplatz? Bild: Paimages

Der Wechsel von Jerome Boateng zu Juventus Turin schien bereits in trockenen Tüchern zu sein. Im letzten Moment jedoch platzte der Deal. Der Weltmeister von 2014 bleibt in München. Er möchte sich seinen Stammplatz zurückerkämpfen. Wie realistisch ist das Vorhaben des 31-Jährigen? Kann er sich gegen die jüngere Konkurrenz durchsetzen?

Am heutigen Dienstag feiert man beim FC Bayern einen brisanten Doppel-Geburtstag. Jerome Boateng wird 31, Niklas Süle 24 Jahre alt. Der eine war der Abwehrboss der letzten Jahre, der andere hat den einstigen Chef mittlerweile auf die Bank verbannt. Niklas Süle ist der neue Anführer in Münchens Defensive. Als der deutsche Nationalspieler vor zwei Jahren aus Hoffenheim zu den Bayern kam, wurde er belächelt. Kaum einer räumte ihm eine Chance ein, an Hummels und Boateng vorbeizukommen. Süle belehrte alle eines Besseren und hat seinen Stammplatz mittlerweile absolut sicher. Bei Boateng dagegen herrschen umgekehrte Vorzeichen. Er konnte seine Leistungen nicht halten und verlor den Platz in der Innenverteidigung. Auch die Neuverpflichtungen der Münchner setzten ihm zu. Mit Lucas Hernandez und Benjamin Pavard holte man zwei französische Weltmeister für die Verteidigung. Süle, Hernandez und Pavard sind obendrein deutlich jünger als Boateng.

Junge Konkurrenz

Der bisherige Saisonverlauf zeigt: Boateng ist meist außen vor. In den ersten beiden Pflichtspielen setzte Niko Kovac in der Innenverteidigung auf Süle und Pavard. Seit Hernandez nach seiner Knie-OP wieder fit ist, läuft er neben Süle auf. Pavard spielt mittlerweile auf der rechten Seite. Dafür rutscht Joshua Kimmich ins defensive Mittelfeld. Für Boateng bleibt nur der Platz auf der Ersatzbank. Hernandez zeigte gegen Schalke und Mainz bereits, wieso man ihn für 80 Millionen Euro zum Rekordtransfer der Liga machte. Neben perfektem Stellungsspiel und Zweikampfstärke half er auch auf der linken Abwehrseite aus. Spielt er auf diesem Niveau weiter, gibt es an seiner Aufstellung nichts zu rütteln. Gleiches gilt auch für Niklas Süle. Der 24-Jährige macht kaum Fehler und ist enorm präsent. Wie möchte sich Jerome Boateng am neuen Abwehr-Duo vorbeimogeln? Erwischt einer der beiden Innenverteidiger eine schwächere Phase, muss Boateng zur Stelle sein und sich dafür in jedem Training neu beweisen.

Süle lobt Hernandez

Er wird lange auf seine Chancen warten müssen und muss diese anschließend nutzen. Indes äußerte sich Süle begeistert zu seinem neuen Nebenmann in der Verteidigung. „Ich glaube, dass wir uns neben und auf dem Platz ganz gut ergänzen. Es ist ein ganz feiner Junge, ein aggressiver Spieler, der uns mit seiner Körperlichkeit gut tut. Bis jetzt hat es gut geklappt. Ich hoffe, dass es so weitergeht.“ Nicht nur gegen Süle und Hernandez muss Boateng ankämpfen. Kimmich wird nicht dauerhaft im Mittelfeld auflaufen, sondern bald wieder seine rechte Abwehrseite einnehmen. Dann wird auch Pavard zum Konkurrenten. „Ich will zeigen: Ich bin noch voll da. Ich brenne immer noch. Ich bin heiß.“, so ein hoffnungsvoller Boateng. Er weiß: Patzen seine Konkurrenten, kommt seine Chance. Mit nun 31 Jahren ist er längst nicht zu alt, um sich seinen Stammplatz zurückzuerobern. Die Saison hat gerade erst begonnen. Das Vorhaben von Boateng, die jungen Rivalen zu verdrängen, auch.

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