Wechselt Dominik Kaiser von RB Leipzig nach Hamburg?

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Dominik Kaiser ist bei RB Leipzig unzufrieden. Neue Chance beim HSV? Bild: Shutterstock

Der Leipziger Dominik Kaiser steht wohl vor einem Wechsel zum HSV. Der ehemalige Kapitän von RB, der in der Aufstiegssaison der unumstrittene Chef im Mittelfeld war, spielt bei den Bullen keine Rolle mehr und könnte die Stabilitätsprobleme im Hamburger Mittelfeld lösen. Der HSV bestätigte erste Gespräche.

Dominik Kaiser kam im Sommer 2012 aus Hoffenheim zu den Leipzigern. RB spielte damals in der Regionalliga Nordost und stieg am Ende der Saison in die 3. Liga auf. Für Kaiser war es ein guter Einstand, in 24 Spielen traf er 3-mal und bereitete 8 Tore vor. In der Saison 2013/14 zeigte er in Liga 3 seine ganze Klasse und war einer der Hauptverantwortlichen für den erneuten Aufstieg der Sachsen. 37 Einsätze, 13 Tore, 14 Vorlagen, so Kaisers beeindruckende Bilanz. Auch eine Liga höher zeigte er seine Klasse, war der Chef im Mittelfeld und zeigte sich stets torgefährlich. 8 Treffer und 5 Vorlagen im 1. sowie 7 Treffer und 6 Vorlagen im 2. Jahr sprechen eine deutliche Sprache. Kaiser war einer der Protagonisten des Leipziger Märchens, das nach der Regionalliga 2013 in der Bundesliga 2016 führte. Im 1. Erstligajahr spielte Kaiser regelmäßig und kam auf 25 Einsätze. Trotzdem zeichnete sich bereits ab, dass sein Status des Mittelfeldchefs wackelte.

Verhandlungen laufen bereits

Durch die Verpflichtung von Naby Keita ergaben sich für Kaiser immer weniger Einsatzzeiten, in der laufenden Saison steht er bei nur 127 Spielminuten. In Hamburg würde er mit Sicherheit häufiger zum Einsatz kommen, außerdem kennt er Trainer Markus Gisdol bereits. Unter ihm arbeitete Kaiser bei der TSG. Die Verhandlungen zwischen dem HSV und RB Leipzig jedenfalls laufen bereits, wie Sportvorstand Heribert Bruchhagen verlauten lies.“ Unser Sportchef Jens Todt ist in konkreten Gesprächen mit RB Leipzig. Ich habe zuvor auch mit Ralf Rangnick darüber gesprochen, der uns die Erlaubnis erteilt hat, mit dem Spieler zu verhandeln. Aber der Spieler muss es auch wollen“. Todt berichtet indes von guten Gesprächen der beiden Parteien, nur ein Ergebnis gibt es noch nicht zu vermelden. In Hamburg ist man aber bemüht, den Transfer so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen.

Will Kaiser überhaupt nach Hamburg?

Die entscheidende Frage liegt nicht in der Ablösesumme, sondern im Willen von Dominik Kaiser selbst. Denn noch scheint der Mittelfeldspieler nicht überzeugt zu sein vom HSV. Kaiser könnte bei den wieder einmal im Abstiegskampf steckenden Hanseaten auch nur als Ersatz für Walace gesehen werden. Der Brasilianer streikt seit geraumer Zeit und versucht so, einen Wechsel zu erzwingen. Hier werden in den nächsten Tagen Vertreter von brasilianischen Klubs erwartet, die Walace bis zum 31. Januar transferieren wollen. Auch die Aussicht auf ständigen Abstiegskampf dürften Kaiser nicht unbedingt gefallen, mit RB hätte er die Chance, um die internationalen Plätze zu spielen. Zumal Keita im Sommer zum FC Liverpool wechseln wird und er die Hoffnung hat, dadurch wieder öfter auf dem Platz stehen zu können. Eventuell ist auch ein Leihgeschäft bis zum Ende der Saison denkbar. Willigt Kaiser ein, ginge der Transfer auf Grund der Einigkeit beider Vereine wohl problemlos und schnell von statten.

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