Weinzierl wird Trainer beim VfB

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Markus Weinzierl unterschreibt bis 2020 beim VfB Stuttgart. Bild: Shutterstock

Nur wenige Tage nach der Entlassung von Tayfun Korkut hat der VfB Stuttgart einen neuen Trainer gefunden. Markus Weinzierl übernimmt die Schwaben. Der 43-Jährige erhielt einen Vertrag bis zum Sommer 2020 und soll die Stuttgarter nach der Länderspielpause aus dem Tabellenkeller führen.

Tayfun Korkut musste nach fünf Punkten aus sieben Spielen den Hut nehmen. Der VfB liegt auf Platz 18 der Tabelle. Nach der Entlassung war schnell der Name Markus Weinzierl gefallen. Weitere Kandidaten soll es zwar gegeben haben, doch richtig verhandelt wurde offenbar nur mit Weinzierl. „Mit Markus Weinzierl haben wir einen absolut erfolgshungrigen Trainer verpflichtet, der die Bundesliga genau kennt und weiß, auf was es in unserer Situation ankommt. Unsere Gespräche waren vom ersten Moment an sehr vertraut und zielführend. Wir sind davon überzeugt, mit Markus Weinzierl den richtigen Trainer für unseren VfB verpflichtet zu haben. Er wird unsere Mannschaft entscheidend weiterentwickeln“, so Sportvorstand Michael Reschke. Reschke stand nach Korkuts Beurlaubung in der Kritik. Nach der Niederlage gegen Hannover sprach er öffentlich sein Vertrauen aus, um es wenige Stunden später dann zu entziehen.

Dritte Bundesligastation für Weinzierl

Für Markus Weinzierl ist der VfB eine große Aufgabe, wie er per Pressemitteilung zitiert wird. „Der VfB ist ein großer Verein, der sich momentan in einer sportlich schwierigen Situation befindet. Dennoch bin ich vom Potenzial der Mannschaft und des Vereins überzeugt. Ich habe die Bundesliga in den vergangenen Monaten intensiv beobachtet und brenne darauf, die Arbeit mit meiner neuen Mannschaft zu beginnen“. Zuletzt war er auf Schalke tätig. Ein Jahr leitete er die Geschicke von S04 und war dabei nicht unumstritten. Nach einem enttäuschenden zehnten Platz in der Saison 2016/17 wurde mit Kritik nicht gespart. Trotzdem wollten die Schalker mit ihm in die neue Spielzeit gehen. Im Juni 2017 aber trennte man sich noch vor Beginn der Vorbereitung von ihm. Mehreren Spielern soll sein Führungsstil nicht gefallen haben. Sportlich und persönlich bescheinigten ihm die Fans der Knappen kein gutes Zeugnis. Ganz anders lief es dagegen in Augsburg. Er etablierte die bayrischen Schwaben in der Bundesliga und erreichte sogar die Europa League.

Keine Alternative zu Weinzierl

Mit den Augsburgern sorgte Weinzierl für Furore, als er in die Europa League einzog und als Außenseiter sogar die Gruppenphase überstand. Gegen den späteren Finalisten aus Liverpool unterlag man nur ganz knapp mit 0:0 und 0:1. Jedes Jahr ging der FCA als Abstiegskandidat in die neue Saison, aber Weinzierl formte ein Team, das mit dem Klassenerhalt nie ernsthafte Probleme hatte. Beim VfB wird das seine erste Aufgabe sein. Nach dem Abstieg der Schwaben vor gut zwei Jahren hat der Ligaverbleib erste Priorität. Im Laufe der nächsten Jahre aber möchte sich Stuttgart wieder international einen Namen machen. Die Qualifikation für Europa wird eine von Weinzierls Aufgaben sein. Neben ihm soll auch der ehemalige Dortmunder Peter Bosz kontaktiert worden sein. Ob es Gespräche gab, weiß man allerdings nicht. Eine echte Alternative zu Markus Weinzierl hatte der VfB nicht auf dem Schirm. Nach den Länderspielen der deutschen Mannschaft treten die Stuttgarter erstmals mit ihrem neuen Coach an.

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