Wie fit ist Manuel Neuer wirklich?

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WM ohne Neuer? Dem Kapitän läuft die Zeit davon. Bild: Shutterstock

In wenigen Tagen ist die Saison vorbei und die Weltmeisterschaft in Russland steht vor der Tür. Die DFB-Elf wird, so scheint es, ohne ihren Kapitän teilnehmen. Manuel Neuer trainiert zwar wieder, soll aber weder im Saisonfinale noch im Endspiel des Pokals spielen. Ein WM-Einsatz ganz ohne Spielpraxis scheint fast ausgeschlossen.

Als sich der Torhüter des FC Bayern Mitte September 2017 einen Mittelfußbruch zuzog, rechnete niemand damit, dass die WM in Gefahr sein könnte. Erst drei Wochen vor der Verletzung war er zurückgekehrt und hatte sich von der genau gleichen Blessur erholt. Nach Weihnachten deutete sich schon an, dass die Heilung wesentlich länger dauern würde, doch auch da war eine Teilnahme am Turnier fest geplant. Mittlerweile geht selbst Neuer nicht mehr unbedingt davon aus, in Russland dabei sein zu können. Zwar steht er endlich wieder auf dem Trainingsplatz, eine komplette Einheit mit seinen Mannschaftskollegen aber konnte er noch nicht absolvieren. Jupp Heynckes hat daher entschieden, dass Neuer auch im letzten Ligaspiel gegen den VfB Stuttgart keine Einsatzminuten bekommen wird. Das Pokalfinale gegen die Frankfurter Eintracht kommt für Neuer vermutlich ebenfalls zu früh. Jupp Heynckes ließ bei dieser Entscheidung aber ein Hintertürchen offen.

WM-Teilnahme ohne Spielpraxis?

Am 15. Mai wird Bundestrainer Joachim Löw seinen vorläufigen WM-Kader benennen. Zu diesem Zeitpunkt wird sein Kapitän keine einzige Sekunde im Jahr 2018 auf dem Platz gestanden haben. Für viele Experten und Fans wäre diese Entscheidung nicht nachvollziehbar. Neuer selbst möchte Prognosen zu einer WM-Teilnahme tunlichst vermeiden. „Ich denke, dass der Austausch zwischen mir und den Ärzten sehr gut ist. Und ich denke, dass ich ihnen vertrauen kann. Ich kann dann auch nach den Absprachen meinem Körper sehr gut vertrauen. Das Wichtige für mich ist, dass es mich nicht aus der Ruhe bringt. Grundsätzlich möchte ich natürlich in erster Linie fit sein. Und dann muss ich auch zufrieden sein mit meiner Leistung, mit dem, was ich dann auf den Platz bringe. Und dann wird man sehen“. Der Welttorhüter scheint ebenfalls unsicher, welche Entscheidung die richtige ist. Ein erneuter Bruch, der dritte, könnte seine Karriere auf einen Schlag beenden.

Finale Entscheidung erst im Juni?

Bis Löw sich festlegt, welche 23 Spieler aus seinem vorläufigen Kader mit nach Russland dürfen, hätte Neuer noch Gelegenheiten, sich zu zeigen. Am 4. Juni muss Löw das endgültige Aufgebot der FIFA melden. Neuer könnte also zum einen das Pokalfinale in Berlin, zum anderen einige Trainingseinheiten sowie ein Testspiel für Deutschland absolvieren. Ist sein Kapitän dann wirklich zu 100% fit, steht einer Nominierung nichts im Wege. Bestehen aber die leisesten Zweifel, mahnen viele zur Vorsicht, auch Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. „Wir tun alle gut daran, mit einem Fakt umzugehen, das ist die exklusive Gesundheit von Manuel. Das Wichtigste ist, dass Manuel gesund ist und sich das zutraut“. Sollte Löw ihm das Vertrauen schenken, ist auch eine Teilnahme als zweiter Torhüter nicht ausgeschlossen. Die neue Nummer Eins wird wohl Marc-Andre ter Stegen werden für den Fall, dass Manuel Neuer am Ende erkennen muss, dass die Verteidigung des WM-Titels leider ohne ihn stattfinden muss.

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