Wie steht es um den angeblichen Wechsel von Thomas Müller?

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Die Fans befürchten, dass Thomas Müller vor dem Absprung steht. Bild: Paimages

Droht dem FC Bayern der Verlust einer weiteren Identifikationsfigur? Nach den Abschieden von Arjen Robben und Franck Ribery könnten sich die Bayernfans auch bald von Thomas Müller verabschieden müssen. Der 30-Jährige soll ernsthaft über einen Vereinswechsel nachdenken. Für den Verein wäre dies ein herber Verlust, nicht nur sportlich.

Seit mehr als 20 Jahren ist Thomas Müller im Trikot des deutschen Rekordmeisters aktiv. Louis van Gaal war der Trainer, der ihn auf die große Fußballbühne holte. 2009 heuerte der Niederländer in München an und sorgte mit folgendem Satz bald für Aufsehen: „Müller spielt bei mir immer“. Nach dieser Devise stellte er sein Team auf. Der junge Nachwuchsstar spielte sich in Rekordtempo in die Herzen der Fans. Nur wenige Monate nach seinem Durchbruch wurde er direkt Torschützenkönig der Weltmeisterschaft 2010 und holte den dritten Platz. Seine Karriere beim FC Bayern verlief beispiellos. Acht Meisterschaften und fünf DFB-Pokale feierte er mit seinem FCB. Die prägendste Zeit seiner Karriere erlebte er in den Jahre 2012 und 2013. 2012 weinte Müller bittere Tränen. Zuerst verspielte Bayern die Meisterschaft und musste dem BVB den Vortritt lassen. Kurze Zeit später verlor er das Pokalfinale, ebenfalls gegen Dortmund, mit 2:5.

Vereinslegende

Zwei noch bittere Pleiten folgten. Am 25. Mai mussten die Münchner mit ansehen, wie Chelsea in ihrem Stadion die Champions League gewann. Und das, obwohl die Bayern ein immens starkes Spiel ablieferten. Im Juli passierte der nächste Nackenschlag, als das DFB-Team erneut im Halbfinale scheiterte. Müller saß daraufhin weinend auf der Bank. Nur ein Jahr später jedoch war er angekommen im Fußballolymp. 2013 krönte er sich zum Champions League-Sieger. Ein Jahr darauf sicherte er sich mit der deutschen Nationalmannschaft den Weltmeistertitel. Mit 24 Jahren hatte Müller fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Van Gaals Satz „Müller spielt bei mir immer“ wurde nicht von jedem Trainer gelebt. Unter Carlo Ancelotti hatte er einige Probleme und war nicht immer zufrieden mit seiner Rolle. Nun ist er auch unter Niko Kovac unzufrieden. Seit man Philippe Coutinho verpflichtet hat, spielt er nur noch die zweite Geige. Dies führt offenbar sogar zu seinem Wechselwunsch.

Fans und Mitspieler bangen

Schon vor einem Jahr soll es Probleme mit Kovac gegeben haben. Damals schaltete sich sogar seine Ehefrau mit in den Zwist ein. Die Unstimmigkeiten hatten sich gelegt, sind nun aber präsenter denn je. Während Coutinho in der Startelf eingeplant ist, bleibt Müller nur die Jokerrolle. Kommt er ins Spiel, überzeugt er mit Toren oder Assists. Trotzdem scheint er in der ersten Elf derzeit keinen Platz zu haben und möchte im Winter offenbar weg. Für die Münchner wäre dies ein herber Verlust. Auch die Fans hoffen inständig, dass Thomas Müller bleibt. Joshua Kimmich schlägt ähnliche Töne an. „Es ist klar, dass Thomas mit der Situation unzufrieden ist. Er hat den Anspruch spielen zu wollen. Bayern ist ohne Thomas schwierig vorstellbar. Er ist eine große Identifikationsfigur, so wie es Schweini oder Philipp Lahm waren, nun David Alaba.“ In einem sind sich fast alle einig: Bayern ohne Müller? Eigentlich unmöglich.

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