Wieder Ärger um Caiuby

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Caiuby lässt derzeit ein wenig Disziplin vermissen. Bild: Imago

Der FC Augsburg hat sportlich gesehen nur wenig Grund zur Sorge. Die bayrischen Schwaben spielen bislang einen tollen Fußball. Stürmer Caiuby allerdings stört die Augsburger Zufriedenheit ein wenig. Der Brasilianer fiel vergangenes Wochenende erneut negativ auf. Es ist nicht das erste Mal, dass er wegen fehlender Disziplin zum Rapport muss.

Viele Vereine mussten schon erleben, dass mehrheitlich südamerikanische Profis oftmals ihren eigenen Kopf haben. Auch beim FC Bayern kamen brasilianische Spieler schon einmal gerne verspätet aus dem Urlaub. Der FC Augsburg hat mit Caiuby einen ähnlichen Spielertypen in seinen Reihen. Rein sportlich gesehen ist er absolut unumstritten. Der 30-Jährige ist bereits seit vier Jahren in der Fuggerstadt. 94 Bundesligaspiele absolvierte er in dieser Zeit, erzielte elf Tore und bereitete 16 Treffer vor. Was für einen Außenstürmer relativ wenig klingt, zeigt Caiubys Stärke. Er spielt sehr mannschaftsdienlich, schafft Räume und ist zweikampfstark. Aus der Mannschaft des FCA ist er keinesfalls mehr wegzudenken. Obwohl er von Mitspielern, Trainern und Fans geschätzt und geliebt wird, fällt er immer wieder mit Undiszipliniertheiten auf. Am Ende der diesjährigen Sommerpause erwartete Trainer Manuel Baum seine Spieler zur Abfahrt ins Trainingslager. Ein Spieler fehlte: Caiuby.

Vermehrte Auffälligkeiten

Zunächst wusste in Augsburg niemand, wieso der Stürmer nicht erschienen war. Die Verantwortlichen des FCA sowie die Mitspieler wussten selbst nicht, wo Caiuby steckt. Eigenmächtig hatte er seinen Brasilien-Urlaub verlängert und das Trainingslager in Südtirol geschwänzt. Trotz großen Ärgers behandelten die Bosse die Angelegenheit intern und bestraften den Stürmer ordnungsgemäß. Vergangene Woche gab es erneut eine Auffälligkeit. Gleich zweimal erschien er zu spät zu einer Mannschaftssitzung. „Fakt ist, er ist zweimal zu spät gekommen. Einmal hat er uns vorher informiert, dass er aufgrund eines Unfalls im Stau steht und am letzten Sonntag eben nicht“, so Trainer Manuel Baum. Neben der fehlenden Pünktlichkeit muss sich der Brasilianer auch noch wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Doch damit nicht genug, auch wegen Schwarzfahrens in der Bahn wird Caiuby belangt. Mehr als 20.000 Euro wird er zahlen müssen. Eine Stellungnahme von ihm oder dem FC Augsburg wird es nicht geben, ließ ein Sprecher verlauten.

Keine sportlichen Konsequenzen

Sein Zuspätkommen wird für Caiuby keine Konsequenzen haben, bestätigte Baum. „Wir hatten ab dem Trainingsbeginn im Sommer 80 oder 90 Einheiten und da gab es nie etwas mit ihm. Bei uns geht es ja auch um Disziplin auf dem Platz und da ist Caiuby in Sachen Taktik und Leidenschaft top und man hat den Eindruck, er kämpft für alle. Ich habe mit ihm sehr lange intensiv gesprochen und damit ist für mich dieses Thema abgehakt“. Beim Spiel gegen Hannover 96 wird er also definitiv im Kader stehen. Augsburg braucht Caiuby, um die starken sportlichen Vorstellungen endlich mit mehr Punkten zu belohnen. Die bayrischen Schwaben sind fast in jedem Spiel das bessere Team, scheitern aber an der Chancenverwertung. Mit neun Punkten haben sie nicht das dickste Polster auf die Abstiegsränge. Sollte Caiuby am Wochenende für das entscheidende Tor sorgen, wird ihm auch der letzte Augsburger seine kleinen Verspätungen verziehen haben.

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