Will James die Bayern verlassen?

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James Rodriguez ist unzufrieden mit seiner Spielzeit. Bild: Imago

Im Sommer 2017 verpflichtete der FC Bayern eine echte Granate. James Rodriguez kam von Real Madrid nach München. Der Vertrag sah eine zweijährige Leihe mit anschließender Kaufoption vor. In wenigen Monaten endet das Leihgeschäft und der Kolumbianer ist nicht vollständig zufrieden mit seiner Situation.

Für die Bayernfans ist klar: James ist der Topstar der Mannschaft, er muss unbedingt fest verpflichtet werden. Für die beiden Jahre Leihe zahlen die Münchner eine Gebühr von 13 Millionen Euro. Im Juli hat der FC Bayern die Chance, ihn für 42 Millionen fest zu verpflichten. Bei einem Marktwert von 80 Millionen wäre der Transfer ein echtes Schnäppchen. Für einen Spieler seiner Klasse dürften die internationalen Topklubs normalerweise das Doppelte zahlen. Carlo Ancelotti war es, der den Kolumbianer damals nach München lockte. Unter dem Italiener hatte James bei Real Madrid geglänzt. Das Duo war wieder vereint, doch schon kurz darauf wurde Ancelotti entlassen. Die Fans befürchteten, dass mit dem Weggang seines Förderers auch James nicht lange zu halten wäre. Jupp Heynckes übernahm die Bayern und der Superstar blühte auf. Er wurde schnell unverzichtbar für die Münchner.

Unzufrieden auf der Bank?

James schien glücklich in München und äußerte den Wunsch, langfristig bleiben zu wollen. Unter Niko Kovac fand er sich zu Beginn der Saison plötzlich öfter auf der Bank wieder. Kovac setzte in den ersten Spielen auf ständige Rotation, die traf auch James. In München hieß es, der Kolumbianer sei erbost darüber, nicht jedes Spiel von Anfang an auf dem Platz zu stehen. Er soll gefordert haben, immer zu spielen. Anderenfalls würde er im Sommer 2019 den Verein verlassen. Die Fans waren zwiegespalten. Einerseits sind sie sich einig, dass James unverzichtbar ist. Andererseits wollte man das scheinbar zu ehrgeizige Verhalten des Spielmachers nicht akzeptieren. Denkt James tatsächlich an einen Wechsel, weil Kovac zu viel rotiert? Das letzte Wort haben die Münchner. Real Madrid hat keinerlei Rechte, James zurückzuholen, wenn der FC Bayern sein Veto einlegt. Schon bei Robert Lewandowski und Jerome Boateng haben die Bayern gezeigt, dass sie keine Leistungsträger wider Willen abgeben.

Angebote aus England

Ob seine Zukunft wirklich in München liegt, soll sich schon in den nächsten Wochen klären. Laut seinem Berater drängt James auf ein Gespräch vor der Winterpause. Im Vergleich zu den ersten Spielen ließ ihn Kovac zuletzt immer öfter auflaufen. James wird seinem Trainer mitteilen, welche Einsatzzeiten er sich vorstellt. Die Chefetage ist vom Kolumbianer ohnehin überzeugt. Lukrative Angebote soll es schon geben. Die schwerreichen Klubs aus der Premier League haben angeblich bereits angefragt. Auch Juventus Turin hat wohl ein Auge auf James geworfen. Bei Juve würde er auf seinen ehemaligen Mitspieler Cristiano Ronaldo treffen. Sollte James in den kommenden Partien weiter überzeugen und treffen, kommt Kovac nicht an ihm vorbei. Trotzdem wird der Chefcoach der Rotation treu bleiben. Ab und an wird der kolumbianische Superstar einem Mitspieler den Vortritt lassen müssen, wenn eine englische Woche ansteht. Schon bei Lewandowski und Boateng haben die Bayernbosse bewiesen, ein gutes Händchen für vermeintlich unzufriedene Spieler zu haben. Das wird voraussichtlich auch bei James funktionieren.

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