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WM 2014: FIFA versichert sich gegen WM-Verschiebung

Dass das WM-Land Brasilien noch unter innenpolitischen Spannungen steht, hat nun auch die FIFA indirekt zugegeben.

Die regelmäßigen Protestwellen in Brasilien und die teils immer noch nicht fertiggestellten WM-Stadien und Mannschafts-Quartiere haben die FIFA dazu veranlasst, sich mit einer Rekordsumme gegen eine Verschiebung der WM zu versichern. Etwa 650 Millionen Euro gab der Fußballverband für eine Versicherung gegen Terrorismus, Naturkatastrophen, Epidemien, Kriege, Unfälle und Unruhen aus. Grundsätzlich sei dies zwar schon seit vielen Jahren üblich, mit 650 Millionen Euro hat man die Summe der letzten WM in Südafrika mehr als verdoppelt.

WM-Versicherung mit Mega-Versicherungssumme

Wie aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht, hat sich der Fußballverband gegen eine eventuelle Verlegung des Turniers versichert. Einen Totalausfall der WM 2014 in Brasilien befürchte man dennoch nicht. „Die Fifa entschied sich dagegen, das Stornorisiko abzudecken“, so ein Sprecher des Weltfußballverbands. „Denn selbst wenn sich die Veranstaltung aus irgendeinem Grund verzögert, ist es extrem unwahrscheinlich, dass sie abgesagt wird“, führt er aus. Man betonte noch einmal, dass ein solcher Abschluss einer Versicherung durchaus üblich sei. Bei Großereignissen wie einer Fußball-Weltmeisterschaft würde man schon seit einigen Jahren auf eine Versicherung setzen.

Entscheidend ist jedoch der Betrag, mit dem die FIFA das Turnier versicherte. Die Größenordnung der Versicherungssumme schafft ganz neue Dimensionen. Allein der Vergleich zur letzten WM in Südafrika lässt die Ausmaße ungefähr vermuten. Damals hatte man infrastrukturelle Probleme und einen islamistischen Attentat befürchtet. Aus diesem Grund hatte die FIFA bereits verhältnismäßig tief in die Tasche gegriffen und sich für 290 Millionen Euro versichert.

Bereits seit dem Jahr 1990 hatte sich der Verband dafür entschieden, solche Versicherung beim Münchener Versicherungskonzern Munich Re abzuschließen. Eine einzige Ausnahme gab es seit diesem Jahr – die WM 2006 in Deutschland. Wie hoch der Versicherungsbedarf für die WM in Brasilien ist, bleibt aktuell unklar. Nach Angaben der deutschen Versicherer sei dieser Bedarf noch nicht bekannt. Bei der WM in Südafrika hatte man ausgerechnet, dass der Versicherungsbedarf bei etwa fünf Milliarden Euro liege. „So hoch wäre der finanzielle Schaden gewesen, wenn die WM komplett ausgefallen wäre“, wird der Branchenverband GDV von „Sport.de" zitiert.

Schwer vorzustellen scheint die Position mit dem größten Risiko. Der Wegfall von werbeträchtigen TV-Übertragungen würde die größte Schadenssumme in Anspruch nehmen. Bei der WM in Südafrika hatten 130 Fernsehsender etwa 2.2 Milliarden Euro für die Übertragungsrechte bezahlt.

Deutschlands Bestehen in Gruppe G

Ebenfalls im deutschen Fernsehen übertragen wird die Partie zwischen Deutschland und Portugal am 16. Juni, welche das erste Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft darstellt. Gegen Portugal gewinnt Deutschland mit einer Quote von 1.90 bei Tipico und Portugal kann die Partie mit 4.20 für sich entscheiden. Ein Unentschieden (3.50) wäre für beide Mannschaft nicht optimal. Die zweite Partie geht dann gegen Ghana, in der Deutschland mit 1.40 ebenfalls Favorit ist. Auch gegen die USA meinen die Wettanbieter, wird es mit 1.45 ein leichtes Spiel für das Team von Joachim Löw. Die USA kann nur mit 7.50 gewinnen.

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Autor Mark Weber

 

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