Zoff zwischen RB Leipzig und Emil Forsberg

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Forsberg möchte Leipzig verlassen, doch die Sachen fordern wohl zu viel Geld. Bild: Paimages

RB Leipzig startete in die Saisonvorbereitung und präsentierte direkt seinen neuen Trainer. Julian Nagelsmann soll die Mannschaft zu neuen Erfolgen führen. Nach dem dritten Tabellenplatz 2019 und dem Erreichen des Pokalfinales soll 2020 eine noch bessere Bilanz herausspringen. Wird Emil Forsberg bei der Erreichung dieser Ziele noch mithelfen können?

Zwischen den Sachsen und dem Mittelfeldregisseur gibt es derzeit einige Unstimmigkeiten. Der 27-jährige Schwede steht seit vier Jahren bei RB unter Vertrag und zählt zu den absoluten Publikumslieblingen. Nach einer langwierigen Verletzung konnte er in der Rückrunde der abgelaufenen Saison wieder an seine alte, bestechende Form anknüpfen. Nach fünf Jahren Leipzig fasste Forsberg vor einem Jahr den Plan, sich eine neue sportliche Herausforderung zu suchen. 2018 teilten ihm die Verantwortlichen der Sachsen mit, dass sie gerne mit ihm verlängern wollen würden. Forsberg blieb bei RB und hoffte auf ein Angebot zur Vertragsverlängerung oder eine Freigabe zu einem Vereinswechsel. Zwölf Monate nach dem Leipziger Wunsch steht eine Verlängerung jedoch nicht mehr im Raum. Forsbergs Berater Hasan Cetinkaya erhebt deshalb schwere Vorwürfe gegen den Noch-Verein seines Klienten. Dabei geht es auch um die Ablöse, die RB im Falle eines Wechsels 2019 fordert.

35 Millionen Euro Ablöse

„Emil ist natürlich enttäuscht. Er hat die Chance, den nächsten Schritt zu machen. Und jetzt halten sich die Personen, die ihm letztes Jahr Versprechungen gemacht haben, nicht daran. Jetzt heißt es, dass sie kein Geld für Emil und eine Verlängerung haben. Deshalb wollten wir über einen neuen Verein reden. Mit einer vernünftigen Ablöse, die uns letzten Sommer versprochen wurde. Plötzlich kommt der Klub mit 35 bis 40 Millionen Euro! Das ist Wahnsinn“, schimpft Cetinkaya. Vor einem Jahr hatten die Leipziger versichert, ihn für eine deutlich geringere Summe ziehen zu lassen. Dass es Angebote gab und auch 2019 gibt, bestätigte sein Berater. „Absolut! Es gibt nicht viele Spieler wie Emil, der Markt ist klein." Größter Interessent war damals der AS Rom. Forsberg wusste vom Angebot der Italiener, entschied sich aber nach Absprache mit den Leipzigern vorerst für einen Verbleib. „Damals haben wir eine Absprache getroffen, dass Emil noch ein Jahr in Leipzig bleibt. Das wollte der Verein unbedingt.“

Leipzig widerspricht

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Hasan Cetinkaya und RB Leipzig uneinig sind. Sportdirektor Ralf Rangnick soll sich vor einem Jahr nicht gegen einen Verkauf des Schweden ausgesprochen haben. Nach der Saison 2017/18 lag wohl auch kein offizielles Angebot vor. Auch vom AS Rom schien also vermutlich keine Offerte eingetroffen zu sein. Ob man, wie Cetinkaya vorwirft, eine Vertragsverlängerung ablehnt, ist nicht bekannt. Dennoch planen die Sachsen mit dem Schweden. „Wir planen mit Emil und sind froh, dass er da ist“, hört man aus den Kreisen von RB. Der Marktwert des Nationalspielers beträgt aktuell 25 Millionen Euro. Die Ausstiegsklausel, die die Summe von 35 bis 40 Millionen vorsieht, hat Cetinkaya selbst ausgehandelt, als er 2017 eine Verlängerung bis 2022 erzielte. Findet sich ein Verein, der die Klausel zieht? Oder muss Forsberg weiterhin für die Bullen auflaufen, vorerst auch ohne Vertragsverlängerung?

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