Die besten & schlechtesten Pokerfilme und was man lernen kann

Für viele ist Poker noch immer ein tolles, kerniges Kartenspiel für Männer! Doch welches ist eigentlich besser? Poker oder Skat? Was ist mit Schafkopf oder BlackJack? Doch ein Blick auf die Kino-Leinwände eröffnet uns die Antwort: Coole Skatfilme gibt es nicht viele, doch Poker-Filme wie Sand am Meer.

Bling-Bling, Nervenkitzel & Gambling: der Stoff für einen Film

Immer wieder ist Luxus, Glitzer, Abenteuer, Nervenkitzel und Gambling der Stoff, aus dem ein Film entsteht. In den meisten Fällen stellt Las Vegas dann der Mittelpunkt des Geschehens dar, ganz egal ob es sich um die Diebstahl/Raub-Trilogie OCEAN’s handelt oder um Betrügerei wie in dem BlackJack Streifen „21“.
Bei wenigen Filmen steht das Glücksspiel im Vordergrund, denn es ist zumeist nicht so spannend ein Spiel nur als Zuschauer zu verfolgen, als selbst zu spielen. Aber dennoch ist es den Machern der Hollywood-Streifen gelungen, in gewissen Filmen eine spannende Atmosphäre zu erschaffen, durch die der Zuschauer in den Bann gezogen wird. Besonders im James-Bond-Streifen Casino Royale mit Daniel Craig wird so mancher Poker Spieler das Gefühl haben, dass er selbst am Tisch sitzt.

Es gibt gute und schlechte Pokerfilme

Wer nun meint, dass jeder Pokerfilm absolut spitze ist, der irrt. So gibt es die guten Filme und die Filme, die so schlecht und unangenehm sind, wie gegen einen Runner-Flash zu verlieren. Wenn wir schon bei Runner sind, können wir auch gleich auf das Parade-Beispiel für echt miese Pokerfilme aufführen „Runner Runner“. Es gibt wohl keinen langweiligeren Film in dem Ben Affleck mitgewirkt hat. Auch wenn „Gigle“ mit JLO im eigentlichen Sinne sogar noch schlechter war.
Die Poker Filme, die wir aufführen werden, sind einfach nicht genießbar und schlichtweg unguckbar. So sind viele der Meinung, dass diese Filme in die Kategorie „dumpf“ gehören, wo der Geist einfach abgeschaltet wird. Hier die Kurzliste:

  • Deal (2008) mit Burt Reynolds / Deutscher Titel „Alles oder nichts“
  • Runner Runner (2013) / Ein User schrieb: So fade das der Titel verdoppelt werden musste
  • The Grand (2007) – Halb-Dokumentation und handelt von einem Pokerturnier
  • Lucky You (2007) – ein Film, der so nichtssagend ist wie ein Poker Face

Doch nun zu den besten Poker Filmen aller Zeiten!

Die Liste der fünf besten Poker Filme

Cincinnati Kid
Dieser Poker Film, war bereits 1965 der unumschränkte König und gilt noch heute als DAS Meisterwerk im Genre „Gambler Filme“. In Deutschland wurde der Film mit dem Zusatz „… und der Pokerkönig“ veröffentlicht. Der Poker Klassiker von Norman Jewisons mit Steve McQueen und Edward G. Robinson zweigt den klassischen Wettstreit zwischen Establishment und Emporkömmling.

Beste Pokerfilme - Cincinnati Kid

Was gibt es sonst noch über den Film zu sagen? Natürlich war in den 60er Jahren noch nicht ans Internet zu denken. Es gab keinen Online Poker Vergleich, um auch im World Wide Web am Pokertisch Platz zu nehmen. Der Poker Film, der vor über 50 Jahre gedreht wurde, ist dennoch genial. Hier tragen zwei Männer am Pokertisch eine Duell mit Karten aus, aber das Buch und die geniale Regie verdichten die simple Pokerpartie zu einer Metapher für das ganze Leben. Doch hier wird eine ganz andere Lektion gelehrt im Gegensatz zu Casino Royale, hier geht es ans Eingemachte. Warum der Film eine Gewinner ist? Ganz einfach, auch wenn man ihn bereits ein- oder zweimal gesehen hat, man kann ihn immer wieder anschauen – auch wenn man weiß, wie das Poker-Duell ausgeht.

Bet Raise Fold: The Story of Online Poker
Bet Rais Fold, ist der Film für alle online Spieler, während Rounders eher was für die Spieler ist, die lieber Live spielen. Bei Bet Raise Fold handelt es sich um eine Dokumentation rund um online Poker.
Produziert wurde der Film von Pokerspielern für Pokerspieler produziert. Hinter dem Film stehen Jay „pr1nnyraid“ Rosenkrantz, Taylor Caby und Ryan Firpo, die auch hinter Deuces Cracked und „ Months 2 Million“ stecken und sie haben den Movie mit ihren online Winnings finanziert.

Durch den 25 Mio. Sieg von Chris Moneymaker beim WSOP Main Event 2003, der sich online auf PokerStars für $39 für die Teilnahme qualifiziert hatte, wurde der Pokerboom ausgelöst. Genau an diesem Punkt startet der Film und zeigt, welche Auswirkungen der Sieg von Moneymaker auf die Pokerszene hatte. Dazu wird auch die Generation der Poker Spieler vorgestellt, die sich daraus entwickelte.

Damit alles möglichst authentisch dargestellt werden konnte, folgten die Macher drei professionellen Poker Spielern auf Schritt und Tritt. Die drei „Darsteller“ sind: Martin (AlexeiMartov) Bradstreet, Tony (Bond18)Dunst und Danielle (demoongirl) Andersen. Im Verlauf des Films kann verfolgt werden, mit welchen Herausforderungen und Swings die Poker Profis alltäglich zu kämpfen haben. Zudem erlebt der Zuschauern hautnah den Black Friday mit, als die Amerikaner von einem Tag auf den anderen nicht mehr online spielen konnten und damit Gefahr liefen, ihre Existenzgrundlage zu verlieren.

Das Ergebnis ist eine tolle authentische Dokumentation, die bis heute zu den besten Poker Filmen gehört und absolut sehenswert ist. Wer jetzt auf den Geschmack kommt und Poker zum Beispiel bei 888Poker oder Pokerstars ausprobieren will, dem legen wir noch unseren Poker Bonus Vergleich ans Herz.

Rounders
Er wurde schon kurz angesprochen: der Poker Film Rounders. Von vielen Poker Fans wird dieser Film geliebt, der in Deutschland mit Verzögerung erschien. Rounders ist einer der Poker Filme, der zweifelsohne ebenfalls seinen Beitrag zum Pokerboom geleistet hat.

Beste Pokerfilme Rounders

Leider wird in dem Film ein wenig schwarz-weiss gemalt, doch die Besetzung ist mit John Malkovich, Matt Damon, Edward Norton, Famke Janssen und Johnny Chan, der einen Gastauftritt hatte, einfach überragend.
Dieser Streifen ist allemal sehenswert und das Duell dass sich Teddy KGB (John Malkovich) und der Student Mike McDermott (Matt Damon) bieten, ist absolut legendär. Genau das macht Rounders zu einem Kultfilm unter den Poker Filmen.

Bube, Dame, König, grAs
Der originale Titel lautet „Lock, Stock and two Smoking Barrels“ und ist ein Gangsterfilm ganz im Stil von Guy Ritchi. Von Beginn an konnte er mit seinem Spielfilm Debüt überzeugen. Hier wird die Geschichte um die vier Freunde von Brutalität und schwarzen Humor geprägt, die in einem Pokerspiel ihren größten Coup landen. Das einzige Problem ist, dass sie gegen einen Mafiaboss spielen und dieser mit gezinkten Karten spielt. Im Gegenzug machen die vier hohe Schulden und müssen diese zurückzahlen. Daraus entsteht eine wahnsinnige Kette an Betrügereien, aus der sich die meisten nicht mehr lebend retten können – außer die vier Jungs. Sie kommen aus der Hölle wieder raus und sind dafür völlig pleite. Denn Big Chris der Kopfgeldjähger hat die Beute eingesackt.

Shade
Der Poker Film von dem amerikanischen Regisseurs Damian Nieman entstand 2003, in dem drei Kleinganoven in Las Vegas bei einem Pokerspiel so richtig abräumen wollen. Gespielt werden diese von Gabriel Bryne, Stuart Townsend und Thandie Newton. Sie treten gegen eine wahre Poker-Legende an, in dessen Rolle Sylvester Stallone schlüpft. Dieser Film ist in Deutschland auch als „Heißes Spiel in Las Vegas“ bekannt.

Hier die 10 beste Poker Filme

Mehr Pokerfilme in Western-Movies

Neben den oben genannten Filmen gibt es auch durchaus bekannte und sehr gute Poker Filme, die sich in dem Genre Western verstecken. Hier einmal zwei davon:

Maverick
Bereits 1994 wurde der Spaßwestern mit Mel Gibson, Jodie Foster und James Garner gedreht. In diesem Streifen geht es darum, dass der junge Zocker Brett Maverick die große Chance wittert. Er findet ein Poker-Turnier, dass auf einem Mississippi Dampfer stattfindet, bei dem ein Preisgeld von einer halben Million US-Dollar winkt. Er versucht alles in Begleitung von Marshal Zane Cooper und der reizenden Trickbetrügerin Annabella Bransford das hohe Startgeld aufzutreiben. Ein wahrer Spaß rund um das Pokerspiel. Für jeden, der es nicht spannend liebt, sondern es genießt, wenn die unwahrscheinlichsten Dinge passieren und Maverick sich immer wieder aus der größten Klemme befreit, der ist mit diesem Film bestens bedient. Sicherlich weiß jeder, wer das Pokerturnier am Ende gewinnen wird. Sicherlich ist richtiger Poker nicht so lustig und spaßig, aber dafür spannender. Aber dennoch Maverick ist einer der Streifen, die man sich ansehen kann.

Höchster Einsatz in Laredo
Ein Film von Regisseur Fielder Cook. Gedreht wurde dieser bereits 1966 mit Henry Fonda, Joanne Woodward und Jason Robards. Auch hier handelt es sich um einen Spaßwestern, und da er aus den 60igern des vorigen Jahrhunderts stammt, weist auch er ebenso wie Maverick einen sehr hohen Tutigkeits-Faktor auf. Dennoch es geht hier beinah den ganzen Film um Poker und die Schlusswendung für alle die den Film zum ersten Mal ansehen ist doch sehr überraschend. Für alle, die sich nicht an einem stubenreinen Familienkino stören, ist dieser Film ein echtes Gewinnerblatt.

Die Dokumentation über die Pokerlegende Stu Ungar

Er wird von vielen als einer der besten Poker Spieler aller Zeiten angesehen: Stu Unger. Somit ist es auch keine Überraschung, dass es über ihn eine Dokumentation gibt (High Roller: die Stu Ungar Story), die auch auf YouTube zu finden ist. Hier einmal eine Kurz-Doku über ihn:

Geschätzt wird, dass Stu Ungar mit Poker Cash Games rund $ 30.000.000 verdient hat und das noch lange vor dem Pokerboom und dem online Poker. Nach eigenen Angaben von Ungar war Poker noch nicht einmal sein stärkstes Spiel. Er wurde bekannt mit Gin Rummy, mit dem er auch seine Karriere begann. Ungar war bei Gin Rummy so gut, dass er weltweit keinen einzigen Gegner mehr finden konnte, und wurde sogar aus den Turnieren in Las Vegas ausgeschlossen. Der Grund: Niemand wollte teilnehmen, wenn er spielte. Genau das war der Grund, warum er mit dem Poker Spielen begann – keiner wollte mehr bei Gin Rummy mit ihm spielen.
Für alle die noch mehr über Stu Ungar erfahren möchte, die sollten nicht nur die Dokumentation über ihn ansehen, sondern sich auch das Buch zu Gemüte führen – One of a Kind: The Rise and Fall of Stuey „The Kid“ Ungar – The World’s Greatest Poker Player.

Noch eine weitere Anekdote über Stu Ungar
Stu Ungar spielte 1992 während der World Series of Poker gegen den WSOP Champion Mansour Matloubi $ 50.000 Heads Up Freezeout. Das war die letzte Hand des Duells, das durch Matloubi anschließend abgebrochen wurde. Die Blinds betrugen 200 – 400 Stu Ungar besaß $ 60.000 Chips und Matloubi $ 40.000 Chips. Von Ungar wurde auf $1.600 vom Small Blind geraist und Matloubi callt mit 5 – 4 Offsuits. Der Flop kommt 337 Rainbow und von Ungar wurde auf $ 6.000 Chips erhöht, welche Matloubi callt. Am Turn erscheint ein König und beide Spieler checken. Der River ist eine Dame und das ergab ein Board von 3-3-7-K-Q. Von Matloubi wurde ein großer Bluff gestartet und geht mit $ 32.000 All-in. Stu Ungar callt innerhalb von 10 Sekunden mit den Worten „You have 4-5 or 5-6, I’am gonna call you with this“. Stu Ungar drehte T-9 um und gewann mit T-High. Er war nicht einmal in der Lage einen J high Bluff zu schlagen… im Prinzip war er zu gar nichts in der Lage – außer die beiden von ihm angesprochenen Hände.
Zum Abschluss über Stu Ungar noch ein Zitat von Mike Sexton über den Pokerspieler:

“Back in the 80s there where two Events. There where Binion World Series of Poker, there where Amarillo Slims Superball of Poker, they all played them but there is only one guy in the world who has ever won the main event at both the World Series and the Superball of Poker and that was Stu Ungar and he won them 3 times each!”

Kann aus Poker Filmen gelernt werden?

Unsere kleine Auflistung zeigt bereits, dass Glücksspiel und Poker Stoff für zahlreiche Hollywood-Blockbuster bietet und das nicht nur seit dem Pokerboom 2003. Neben Poker bringen auch Roulette und BlackJack alles mit, was zu einem guten Film benötigt wird: coole Charaktere, Spannung und zumeist auch ein Happy End.
Doch hinter den Besten der Poker Streifen verbirgt sich häufig noch mehr als nur „gute“ Unterhaltung. Denn wer genau hinsieht, der kann sogar etwas lernen. Wie im Fall von James Bond, der beim Pokern hervorragend blufft.

Martini, geschüttelt, nicht gerührt“
Zu dem britischen Geheimagenten mit der Lizenz zum töten gehören zu 007 James Bond nicht nur hübsche Frauen und der berühmte Martini, sondern auch Casino Besuche. Der Agent der britischen Krone besucht in nahezu jedem zweiten Film ein Casino.

Der gesamte Bond-Streifen „Casino Royale“, in dem Daniel Craig sein Debüt gab, baut sogar auf dem Glücksspiel auf und ganz genau auf einem Poker Turnier. Wie sollte es anders sein, als das Bond ein sehr guter Pokerspieler ist. Die letzte Pokerhand ist dabei wohl die bekannteste. Doch schaut selbst:

Was kann von James Bond gelernt werden?
Jeder der den Film von Anfang bis Ende gesehen hat, der weiß, dass dem Geheimagenten vor dem Royal Flush in der letzten Hand ein Fehler unterlaufen ist, gegen Le Chiffre. So hat er bei einem Bluff seinem Kontrahenten einen „Tilt“ gegeben und aus diesem Grund eine extrem hohe Summe verloren. Denn Le Chiffre war aufgefallen, dass sich die Augenbrauen von Bons bei einem Bluff nach oben gezogen hatten und ihn so überlisten, konnte.

Die Lektion 1 ist hier: Niemals dem Gegner Hinweise über das eigene emotionale Innenleben geben, sondern ein wahres Poker Face bleibt stets cool.

Jedoch sollte dieser Fehler Bond später eine große Hilfe sein, denn er zog bei seinem Bluff in der letzten Hand erneut die Augenbraue hoch, worauf Le Chiffre glaubte, dass es sich um einen Bluff handelte, und ging mit All-in mit.

Die Lektion 2 ist hier: Es ist möglich, mit falsch vorgespielten Tilts den Gegenspieler auf ein falsches Gleis zu führen.

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Autor Mark Weber

 

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