Deal doch perfekt: Markus Anfang wird Trainer bei Zweitligist Werder Bremen

Markus Anfang Werder Bremen

Aktualisiert Jun 2021

Die Redaktion
Von Die Redaktion
Redakteur

Um ein Haar wäre der Neustart in der 2. Bundesliga für Werder Bremen fast zur ersten Lachnummer geworden. Denn dass die Norddeutschen für Trainer Markus Anfang zunächst nur 200.000 Euro Ablöse geboten hatten und die dann auch nur auf Raten abzahlen wollte, machte schnell die Runde. So schnell, dass erste Medien, unter anderem auch der renommierte Kicker, bereits von einem geplatzten Transfer sprachen.

Einen Tag später allerdings kam es zur Kehrtwende. Werder verbesserte sein Angebot an den SV Darmstadt 98 nach. Dort hatte Markus Anfang schließlich noch einen Vertrag bis 2022. Nun sollen etwa 400.000 Euro als Ablöse im Raum stehen. Mit einer Nachzahlung, sollte den Grün-Weißen unter dem neuen Coach der Aufstieg zurück in die 1. Bundesliga gelingen. In einem Satz: Der SV Werder Bremen hat seinen Wunschtrainer als Nachfolger von Florian Kohfeldt gefunden. Thomas Schaaf hatte das Team vor dem 34. und damit letzten Bundesliga-Spieltag übernommen, konnte Bremen vor dem Absturz in die Zweitklassigkeit aber auch nicht mehr retten. Aber wer ist dieser Markus Anfang eigentlich? Und warum ist ausgerechnet der 46-Jährige der Wunschkandidat?

Drei Mal Torschützenkönig unter dem neuen Werder-Trainer

Zunächst einmal steht Markus Anfang ganz klar für eines, für das Werder lange Zeit selbst bekannt war: bedingungslosen Offensivfußball. Das belegt alleine die Tatsache, dass unter Anfang die Kicker Marvin Ducksch (18 Tore für Holstein Kiel in der Saison 2017/18), Simon Terodde (29 Tore für den 1. FC Köln in der Saison 2018/19) und Serdar Dursun (27 Tore für Darmstadt 98 in der Saison 2020/21) jeweils Torschützenkönige in der 2. Bundesliga wurden. Markus Anfang kennt darüber hinaus natürlich die 2. Bundesliga aus dem Eff.

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Holstein Kiel führte er seinerzeit über die dritte Liga direkt bis in die Relegation zum Aufstieg in die 1. Bundesliga. Um ein Haar hätte es mit einem Aufstieg aber bei seiner zweiten Station, beim 1. FC Köln, geklappt. Doch obwohl die Geißböcke drei Spieltage vor dem Saisonende die Tabelle anführten, musste Anfang seinen Stuhl räumen. Und dann eben Darmstadt 98. Mit den Lilien erreichte Markus Anfang die beste Rückrunde der 2. Bundesliga in der Vereinsgeschichte. Bisher bestritt er 99 Spiele als Trainer in der zweiten Liga und hat 47 davon gewonnen sowie 27 verloren. Der Punkteschnitt liegt bei also bei beachtlichen 1,68. Auch das zeichnet Markus Anfang aus.

Markus Anfang und Marvin Ducksch: Wieder vereint?

Werder Bremen hatte bei der Trainersuche außerdem einen Sportpsychologen und einen Kommunikationsexperten mit eingebunden. Auch die hatten sich für Anfang ausgesprochen. Vielleicht, weil er nicht nur wie Vorgänger Kohfeldt als emotional, ehrgeizig sowieso gilt. Sondern eventuell auch, weil Markus Anfang in der Kabine durchaus ein Mann der sehr klaren Worte sein soll. Das wiederum wäre für die Werder-Profis dann doch eher neu. Markus Anfang selbst hat noch Urlaub. Seine offizielle Vorstellung soll am Sonntag erfolgen. Manager Frank Baumann sagt: „Wir sind überzeugt, mit ihm unsere Ziele erreichen zu können und werden nun gemeinsam die Kaderplanung angehen, um eine gute und wettbewerbsfähige Mannschaft zusammenzustellen.“

Ein erstes Gerücht dazu gibt es schon. Denn offenbar hat Werder Bremen die Fühler nach Marvin Ducksch von Hannover 96 ausgestreckt. Jenen Mittelstürmer, der unter Anfang bei Holstein Kiel Torschützenkönig wurde. In der abgelaufenen Saison traf der 96er 16 Mal für Hannover und leistete sieben Vorlagen. Problem: Ducksch hat noch Vertrag bis 2022, eine Ablöse würde wohl bei etwa zwei Millionen Euro liegen. Und das kommt für die klammen Bremer eher nicht in Frage, sofern nicht viele Millionen aus Verkäufen erst mal in die Kasse fließen.

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