Die Bayernkrise schreitet voran

Aktualisiert Mai 2021

Die Redaktion
Von Die Redaktion
Redakteur

Die erste Bayernkrise der noch jungen Saison ist da. Der Rekordmeister strauchelte zum zweiten Mal in Folge und konnte gegen Hoffenheim und Augsburg insgesamt nur einen Zähler holen. Dazu gesellen sich ein unzufriedener Thomas Müller und ein schwer verletzter Niklas Süle. Was läuft falsch an der Säbener Straße?

Vor knapp drei Wochen war in München alles im Lot. Man war Tabellenführer und beeindruckte ganz Europa. Mit 7:2 gewann man gegen Tottenham und alle sprachen davon, dass die Bayern nun einer der Topfavoriten auf den Henkelpott seien. Auch die Stimmung in der Mannschaft war glänzend. Dazu hatte man kaum Verletzte zu beklagen. Jetzt, 20 Tage später, hat sich die Situation drastisch verändert. Die Münchner vergeigten die letzten beiden Bundesligaspiele. Nicht etwa gegen starke Gegner, sondern gegen Hoffenheim und Augsburg. Hoffenheim gewann vor zwei Wochen in der Allianz Arena mit 2:1. Gegen den FCA führte man mit 2:1 und ging fahrlässig mit den Chancen um. Ohne Zielstrebigkeit kassierte man in der Nachspielzeit noch den Ausgleich und musste sich mit einem Zähler zufriedengeben. Nach diesen beiden Spielen ruft Fußball-Deutschland die Bayernkrise aus. Auch, wenn beim Blick auf die Tabelle lediglich ein Punkt zur Tabellenführung fehlt.

Fehlende Konzentration

Dies liegt aber nicht an den Bayern, sondern an der gänzlich fehlenden Konstanz aller anderen Bundesligisten. In München wird nun alles in Frage gestellt. Während man vor drei Wochen Trainer, Spieler und Neuzugänge über den grünen Klee lobte, ist plötzlich alles unzureichend. Auch Trainer Niko Kovac steht wieder mächtig in der Kritik. Das, was seinen Münchnern in Augsburg die Punkte gekostet hat, hat er allerdings nicht zu verantworten. Den elf auf dem Platz stehenden Akteuren fehlte es am vergangenen Samstag an Konzentration und Disziplin. Nach nicht einmal 30 Sekunden kassierte man schläfrig das 0:1. Als man besser in der Partie war, vergaben Gnabry, Coutinho, Lewandowski und Co. die besten Chancen zur Entscheidung. In der Nachspielzeit ließ man die Augsburger gewähren und fing sich folgerichtig noch den Ausgleich. Die versammelte Weltklasse wirkte lustlos und wollte sich nicht mit letzter Konsequenz aufbäumen. Wie erklärt man sich die fehlende Leistungsbereitschaft der Bayernprofis?

Unzufriedene Spieler

Obendrein verletzte sich auch noch Bayerns Abwehrchef Niklas Süle schwer am Knie. Er erlitt einen Kreuzbandriss und wird frühestens im April wieder mitwirken können. Ein herber Verlust für die Bayern, denn Süle ist der stabilste und beste Defensivakteur. Wie wird man die Schwächung kompensieren? Mit Lucas Hernandez, Benjamin Pavard, Jerome Boateng und Javi Martinez stehen vier Spieler parat, die Niko Kovac in der Innenverteidigung einplanen könnte. Moderieren muss er auch die Unzufriedenheit der Ersatzspieler. Zu ihnen zählt allen voran Thomas Müller. Laut Kovac ist das Verhältnis intakt. Darf Müller in den kommenden Wochen allerdings nicht regelmäßig auflaufen, steht noch immer ein Wechsel im Raum. Setzt der Coach nach Süles Ausfall nicht auf Boateng, könnte auch er im Winter weg wollen. Klar ist: Die nächsten Spiele müssen allesamt mit einer überzeugenden Leistung gewonnen werden. Gelingt das nicht, wird die Lage in München immer gefährlicher und die Luft für Kovac dünner.

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