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Die Bundesliga und die Missgunst der Gesellschaft

Aktualisiert Apr 2020

Die Redaktion
Von Die Redaktion
Redakteur

Während alle Bereiche der globalen Gesellschaft derzeit mit den Folgen der weltweiten Pandemie zu kämpfen haben, steckt auch der Profifußball in der Spirale aus Warten und Bangen fest. Im Mai soll es mit der Bundesliga weitergehen. Nicht jeder ist von dieser Idee begeistert, denn viele werfen dem Fußball vor, er beanspruche Sonderregeln.

Einige Teile des Landes fordern: Brecht die Liga ab, Geisterspiele dürfen keine Lösung sein. Eine Sache scheinen sie dabei jedoch nicht zu bedenken. Es erscheint realistisch, dass im Jahr 2020 keine Spiele mit Publikum mehr erlaubt sein werden. Lässt man den Fußball so lange ruhen, wird kein Verein überleben. Der gesamte Wirtschaftszweig Fußball wäre ausgelöscht. Wie viele unzählige Jobs in dieser Branche auf der Kippe stehen, direkt und indirekt, kann man nur erahnen. Dass ein Weltunternehmen wie BMW die Produktion wieder aufnimmt, stört niemanden. Dass aber der Fußball wieder spielen möchte, stößt auf taube Ohren. Für DFL-Geschäftsführer Christian Seifert ist diese Tatsache vollkommen unverständlich. „Wie auch andere Firmen in der Corona-Krise ist die DFL ein Unternehmen, das zurückkehren möchte und irgendwann zurückkehren muss. Um das Produkt Fußball herzustellen, brauche es eben gewisse Rahmenbedingungen.“ Seifert zeigte sich überrascht ob der großen Missgunst, die der Liga entgegengebracht wird.

Keine Beanspruchung von Tests

Große Teile der Gesellschaft sehen das Milliarden-Business Fußball mit immer höheren Gehältern schon seit einiger Zeit kritisch. Viele scheinen darüber hinaus jedoch zu vergessen, wie viele kleine, normale Angestellte oder Selbstständige vom Fußball abhängig sind. Diesbezüglich wies Seifert daraufhin, dass es bei einem Abbruch keinen normalen Ligaalltag mehr geben könne. „Die Bundesliga, sollte eine zeitnahe Wiederaufnahme des Spielbetriebs nicht möglich sein, wird auch in einigen Monaten nicht spielen. Dann wäre die Bundesliga irgendwann ein Kollateralschaden dieser Krise.“ Heißt im Klartext: Die fixen Einnahmen, die den Vereinen wegfallen, können definitiv nicht kompensiert werden. Nicht einmal dann, wenn die hochbezahlten Spieler auf ihr komplettes Gehalt verzichten. Unruhe keimt auch bezüglich der Testkapazitäten auf. Damit die Bundesliga wieder aufgenommen kann, sind schätzungsweise 20.000 Tests erforderlich. Viele werfen dem Fußball vor, sich in den Vordergrund zu drängen und anderen Berufsgruppen die Tests wegzunehmen, obwohl dieser Vorwurf entkräftet werden kann.

Klare Absprachen mit Laboren

Die DFL kooperiert mit fünf Laboren. „Alle Labore haben uns schriftlich versichert, dass die derzeitigen Kapazitäten ausreichend sind und durch das Virus keine Limitierung der Testkapazitäten auftreten.“ Trotz dieser Bestätigung glauben viele, der Fußball sichere sich hier eine Sonderstellung. „Der Profi-Fußball belastet die Testkapazitäten derzeit nicht signifikant, sondern beansprucht nicht einmal 0,4 Prozent der Tests. Sollte sich das aber ändern, würde man aber selbstverständlich zurücktreten und wenn es nötig ist, nicht mehr testen. Wenn wir den Spielbetrieb wieder aufnehmen dürfen, dann werden wir von Tag zu Tag immer wieder aufs Neue prüfen, was verantwortbar ist.“, so Seifert. Er wünscht sich von der Gesellschaft ein wenig mehr differenziertes Außenmaß. Schließlich stellt ein Fußballverein nichts anderes als ein riesengroßes Unternehmen dar. Schließt man solche Firmen über mehrere Monate, kostet es mehrere hunderttausend Arbeitsplätze, nicht nur innerhalb der Klubs. Letztendlich ist der Fußball eben auch nur ein ganz normaler Wirtschaftszweig.

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