Dimitrios Grammozis: Diese Baustellen muss der „Neue“ bearbeiten

Grammozis Baustellen FC Schalke

Aktualisiert Mrz 2021

Benjamin Dworak
Von Benjamin Dworak
Redakteur

Nun ging es doch ziemlich schnell. Der FC Schalke 04 hat mit Dimitrios Grammozis einen Nachfolger für den entlassenen Christian Gross gefunden. Bereits am Dienstag wurde Grammozis offiziell vorgestellt, nachdem am Montag noch Eurofighter Mike Büskens das Training der „Knappen“ leitete. Grammozis soll nun noch den Tournaround in Richtung Klassenerhalt schaffen. Doch dafür muss der Coach auf mehreren Baustellen tätig werden.

Denn sie wissen nicht, was sie tun. So lautet der Name eines berühmten Film-Dramas aus den 1950er-Jahren. Hoffentlich wissend, worauf er sich da einlässt, hat Dimitrios Grammozis beim FC Schalke 04 unterschrieben. Der neue Cheftrainer soll nichts Geringeres, als den Klassenerhalt packen. Keine leichte Aufgabe in einem Club, der schon fast in sich zusammengefallen ist.

Baustelle eins: Das Wir-Gefühl

Gute Schlagzeilen hat der FC Schalke 04 in der jüngeren Vergangenheit kaum schreiben können. Die schlechtesten News allerdings kamen im Zusammenhang mit der Meuterei gegen Christian Gross zum Vorschein. Der Aufstand der Spieler, überwiegend Neuverpflichtungen, lässt ein schlechtes Bild auf die internen Strukturen werfen. Es scheint, als würden nicht alle Beteiligten im Verein in die gleiche Richtung ziehen. Genau das ist im Abstiegskampf in der Bundesliga jedoch notwendig.

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Grammozis ist ein Coach, der als „aktiver Trainer“ gilt. Ein Typ, der auf die Spieler zugeht und mit ihnen spricht. Bereits in der Vergangenheit beim SV Darmstadt genoss der Cheftrainer den Ruf, mit allen Spielern gut umgehen zu können. Das wird es auf Schalke auch benötigen. Nur auf ganz anderem Niveau. In Darmstadt war den Spielern klar, dass sie nicht zur Wahl für mögliche Weltfußballer nominiert werden. Auf Schalke schien das zuletzt etwas anders. Die Spieler wiesen die Verantwortung regelmäßig von sich.

Baustelle zwei: Die Defensive

Eine weitere dringende Baustelle ist die Defensivabteilung der Schalke. 61 Gegentore nach 23 Partien sind ein historisch schlechter Wert. Keine andere Truppe in der Liga kassierte auch nur annähernd so viele Gegentore wie die „Knappen“. Auf dem vorletzten Platz der Gegentor-Tabelle steht der FSV Mainz mit 44 Gegentreffern. Und genau gegen die geht es schon am Freitagabend (20.30 Uhr). Ein richtungsweisendes Spiel. Und für Schalke wohl die letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt.

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