Frohes Fest? Paris Saint-Germain setzt Thomas Tuchel vor die Tür

Thomas Tuchel Paris Entlassung

Aktualisiert Dez 2020

Die Redaktion
Von Die Redaktion
Redakteur

Stell dir vor, du bist Fußball-Trainer. In der Liga gewinnst du gerade mit 4:0 und willst dann eigentlich zu Weihnachten etwas zur Ruhe kommen. Doch stattdessen liegt unter dem Christbaum deine Kündigung. Genauso ist es jetzt Thomas Tuchel ergangen. Paris St. Germain setzte den deutschen Trainer vor die Tür!

Ob der Zeitpunkt sogar ein Stück weit volle Absicht war, um Tuchel besonders weh zu tun? Fest steht jedenfalls: Zwischen dem 47-jährigen Übungsleiter und seinem brasilianischen Sportdirektor Leonardo gab es immer wieder Zwist. Es entwickelte sich eine Schlammschlacht, mal mehr hinter den Kulissen. Dann aber auch so, das keiner diesen Machtkampf wirklich noch übersehen konnte. Und am Ende steht nun Thomas Tuchel ohne Job da. Was wieder einmal beweist: Der Trainer bleibt eben doch das schwächste Glied in der Kette.

Achtelfinale gegen Barca ohne Tuchel an der Seitenlinie

Jetzt könnten Kritiker natürlich argumentieren, dieser Rauswurf war fällig, weil PSG in der Tabelle der Ligue Un eben nur Dritter war. Doch das ist natürlich nicht die ganze Wahrheit. Paris hat 35 Punkte gesammelt. Olympique Lyon und OSC Lille kommen auf eben 36 Zähler. Es geht eng zu in der Ligue Un. Und jeder sollte wissen: Das ist nicht nur in Frankreich so. Die 1. Bundesliga mit dem Dreikampf zwischen Bayern, Leverkusen und Leipzig ist das beste Beispiel. Und außerdem steht Paris Saint-Germain ja im Achtelfinale der Champions League. Im Februar wartet als Gegner der FC Barcelona. Tuchel hat seinen Job bisher also in der Saison 2020/21 erledigt.

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Dass bei diesem Rausschmiss also vor allem persönliche Gründe eine Rolle spielen, dafür gibt es noch ein weiteres Indiz. Thomas Tuchel hatte ohnehin nur noch bis zum Sommer Vertrag beim französischen Hauptstadt-Club. Seine vorzeitige Entlassung kostet PSG jetzt nur unnötiges Geld. Doch das sitzt beim Vereins-Boss, Scheich Nasser Al-Khelaifi, bekanntlich etwas lockerer und ist eher das geringere Problem.

Kritik von Thomas Tuchel kommt bei Leonardo gar nicht gut an

„Wenn er bleiben möchte, muss er die Sportpolitik und die internen Regeln respektieren.“ So hatte Leonardo einst gewettert, als Thomas Tuchel seinen Sportdirektor indirekt kritisierte, weil er vor allem Tanguy Kouassi zum FC Bayern hatte ziehen lassen. Leonardo damals: „Seine Aussage hat uns nicht gefallen. Dem Klub gefiel es nicht, und mir persönlich gefiel es auch nicht.“ Thiago Silva wechselte damals außerdem zum FC Chelsea. Und als Ersatz bekam Thomas Tuchel Rafinha fürs Mittelfeld und Moise Kean für den Angriff vor die Nase gesetzt. Zwei Spieler, die überhaupt nicht auf dem Zettel des PSG-Trainers standen. Aber wenn sich Sportdirektor und Übungsleiter nicht einig sind, kann es eigentlich auch nicht funktionieren.

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